Empfohlene Lebensmittel bei Reizdarmsyndrom

Es gibt einige Lebensmittel, die aufgrund ihrer Zusammensetzung positive Auswirkungen auf die Symptome des Reizdarmsyndroms zu haben scheinen. Entdecke in diesem Artikel die Lebensmittel, die bei Reizdarmsyndrom empfohlen werden!
Empfohlene Lebensmittel bei Reizdarmsyndrom

Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2021

Wusstest du, dass bestimmte Lebensmittel bei Reizdarmsyndrom empfohlen werden? Der Verzehr bestimmter Produkte kann sich positiv auf Patienten mit dieser Erkrankung auswirken.

Das Reizdarmsyndrom ist eine entzündliche Darmerkrankung, die den Betroffenen verschiedene Probleme bereiten kann. Insbesondere verursacht es Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit. Außerdem kann es zu Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln führen. Darüber hinaus handelt es sich um eine Pathologie, bei der die Ernährung einen großen Einfluss hat.

Mit deiner Ernährung kannst du also die Symptome deutlich lindern und die Entwicklung der Erkrankung verbessern.

Aus diesem Grund stellen wir dir heute verschiedene Lebensmittel vor, deren Verzehr bei der Behandlung dieser Krankheit hilfreich sein kann. Dennoch solltest du natürlich auch stets die Anweisungen deines Arztes befolgen.

Empfohlene Lebensmittel bei Reizdarmsyndrom: Welche Möglichkeiten gibt es?

Wie aus einem Artikel, der in der Zeitschrift Gastroenterologie & Hepatologie veröffentlicht wurde, hervorgeht, können Lebensmittel die Symptome des Reizdarmsyndroms sowohl verschlimmern als auch verbessern. Daher wird die Ernährung als ein wichtiger Teil der Behandlung dieser Krankheit angesehen.

Welche Lebensmittel werden bei Reizdarmsyndrom empfohlen?

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Probiotika zur Verbesserung des Reizdarmsyndroms

Die wissenschaftliche Literatur liefert Belege für die Wirksamkeit von Probiotika bei der Behandlung dieses Syndroms. Wie du wahrscheinlich weißt, handelt es sich dabei um Bakterien, die den Darmtrakt besiedeln und verschiedene gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.

Beinahe täglich entdecken Wissenschaftler immer neue Anwendungsbereiche dieser Mikroorganismen bei der Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten. Traditionell werden sie eingesetzt, um die Symptome von Durchfall zu lindern, der durch die Einnahme von Antibiotika entsteht.

Vor kurzem haben Wissenschaftler jedoch entdeckt, dass Probiotika auch dazu beitragen, die Schmerzen und Symptome des Reizdarmsyndroms deutlich zu reduzieren. Probiotika sind in fermentierter Milch, Joghurt und Kefir enthalten. Eines der Hauptmerkmale dieser Krankheit ist jedoch, dass jeder Patient eine individuelle Bedürfnisse und Präferenzen hat.

Daher gibt es einige Patienten, die den Verzehr von Milchprodukten und laktosehaltigen Lebensmitteln ablehnen. In solchen Fällen empfiehlt sich eine Nahrungsergänzung.

Lebensmittel bei Reizdarmsyndrom - probiotische Lebensmittel
Probiotika enthalten lebende Bakterienkulturen, die zur Regulierung der Darmmikrobiota beitragen. Daher dienen sie als Hilfsmittel gegen das Reizdarmsyndrom.

Ballaststoffe können die Symptome des Reizdarmsyndroms verbessern

Experten haben Ballaststoffe mit dem selektiven Wachstum der bakteriellen Mikroflora in Verbindung gebracht. Ein in der Zeitschrift Alimentary Pharmacology & Therapeutics veröffentlichter Artikel legt nahe, dass die Aufnahme dieser Substanz die Beschwerden bei dieser Krankheit verringert.

Aus diesem Grund wird der Verzehr von pektinreichen Lebensmitteln wie Äpfeln und Birnen empfohlen. Darüber hinaus solltest du herausfinden, wie dein Körper auf die Aufnahme von Hafer in deine Ernährung reagiert. Die Zufuhr von Beta-Glucanen aus diesem Getreide trägt erheblich zur Verbesserung der Zusammensetzung der Mikrobiota bei.

Außerdem wird untersucht, inwieweit der Verzehr von Gluten bei dieser Art von Syndromen eine Rolle spielt. Allerdings liegen noch keine Beweise vor. Experten raten jedoch vom Verzehr von Vollkornprodukten ab, um Ungleichgewichte bei der Darmpassage zu vermeiden.

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Flüssigkeitszufuhr ist wichtig

Wenn du unter einem Reizdarmsyndrom leidest, ist es wichtig, dass du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst. Die bei dieser Krankheit häufig auftretenden Durchfälle können zu einem Ungleichgewicht im Wasserhaushalt führen. Dehydrierung kann tödlich sein, besonders bei älteren Menschen.

Deshalb empfehlen wir, mindestens 2 Liter Wasser pro Tag zu trinken. Des Weiteren ist es wichtig, dass du den Verzehr von Fruchtzucker einschränkst, denn dieser lässt sich mitunter schwer und manchmal unangenehm verdauen. Daher solltest auf den Konsum von Softdrinks verzichten.

Alkohol ist ebenfalls ein Element, das du vermeiden solltest, wenn du unter einem Reizdarmsyndrom leidest. Diese Substanz ist nicht nur giftig, sondern führt auch zu einem Ungleichgewicht im Wasser- und Elektrolythaushalt, welches deine Gesundheit gefährden könnte. Außerdem warnen Experten vor dem Konsum von Kaffee, Tee und würzigen oder reizenden Lebensmitteln, die die Verdauung behindern.

Lebensmittel bei Reizdarmsyndrom - Frau trinkt Wasser
Bei Durchfall besteht die Gefahr der Dehydrierung. Deshalb ist es wichtig, auf eine optimale Wasserzufuhr zu achten.

Empfohlene Lebensmittel bei Reizdarmsyndrom: Fazit

Das Reizdarmsyndrom ist eine sehr individuelle Entzündungskrankheit. Deshalb können Lebensmittel, die für einen Patienten gut sind, für einen anderen schlecht sein. Es ist wichtig, die Verträglichkeit verschiedener Produkte zu testen, bevor du sie systematisch in deine Ernährung aufnimmst.

Einige Ernährungsstrategien können die Krankheitssymptome jedoch deutlich verbessern. Die meisten von ihnen bestehen darin, das Bakterienwachstum im Darm positiv zu beeinflussen.

Das kannst du tun, indem du vermehrt fermentierte Milchprodukte und lösliche Ballaststoffe zu dir nimmst. Das Pektin aus Äpfeln und Birnen bewirkt eine Fermentation im Darm, die das selektive Wachstum bestimmter Darmbakterien auslöst.

Auch die Auswirkungen einer glutenfreien Ernährung bei der Behandlung der Krankheit sind Gegenstand aktueller Studien. Darüber hinaus beginnen Fachleute, innovative Therapien wie die Stuhltransplantation einzusetzen, die mittelfristig vielversprechende Ergebnisse zeigen.

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