Eine kalte Dusche wirkt Wunder!

10 Dezember, 2015
Wenn wir noch nicht an das kalte Wasser gewöhnt sind, können wir die Temperatur auch schrittweise absenken. Die Raumtemperatur des Badezimmers sollte hoch genug sein, damit der Kontrast zwischen Dusche und Raumluft größer wird

Wir wissen, dass viele Menschen regelmäßig eine kalte Dusche nehmen. Aber ist die kalte Dusche wirklich so gesund, wie alle immer behaupten?

Die meisten von uns sind daran gewöhnt, sich warm oder sogar heiß zu duschen, abhängig von der Umgebungstemperatur. Es kostet Überwindung, diese Gewohnheiten zu ändern, vor allem, wenn wir nicht wissen, was eine kalte Dusche unserem Körper Gutes tun kann.

Entdecke in diesem Artikel, wie du deine Gesundheit fördern kannst, wenn du dich mit kaltem Wasser duscht. Wir verraten dir auch, wie das so funktioniert, dass du nicht leiden musst.

Kaltes oder warmes Wasser?

In Wirklichkeit ist es so, dass kaltes und warmes Wasser unterschiedliche gesundheitsfördernde Eigenschaften haben, wenn wir wissen, wie wir sie uns zunutze machen.

Das Problem ist, dass im Allgemeinen ausschließlich warmes Wasser verwendet wird, oft sogar zu warmes Wasser und das für lange Zeit. Wir empfinden die Wärme als deutlich angenehmer. Bei Wärme werden die peripheren Blutgefäße weitgestellt und wir können uns entspannen.

Wenn wir es damit allerdings übertreiben, dann erreichen wir einen ganz anderen Effekt: der Blutdruck fällt ab, das Blut versackt in der Peripherie und wir fühlen uns schwächer.

Deshalb ist es empfehlenswert, kaltes und warmes Wasser miteinander zu kombinieren. In vielen Kulturen der Welt exisitieren Bäder und Zentren für Hydrotherapie, die ihren Gästen anbieten, sich in Becken mit unterschiedlicher Wassertemperatur zu baden. Der Kontrast ist besonders gut für die Gesundheit.

Die Kombination von kaltem und warmem Wasser kann uns auch dabei helfen, uns überhaupt an die kalte Dusche zu gewöhnen: Dazu wechseln wir Intervalle niedrigerer und höherer Wassertemperatur miteinander ab.

Während und nach einem heißen Bad besonders wichtig: Wasser trinken. Wir erklären, wie wir Wasser richtig trinken, um die Gesundheit zu fördern

Dusche

Vorteile des kalten Wassers

  • Kälte wirkt entzündungshemmend.
  • Eine kalte Dusche führt zur Kontraktion der peripheren Blutgefäße und verbessert die Durchblutung des Körpers. Krampfadern lässt sich so vorbeugen.
  • Die kalte Dusche schafft Abhilfe bei schlaffer Haut. Sie hilft, sie zu straffen und ihr Aussehen zu verbessern.
  • Damit ist sie Teil der Prophylaxe der Cellulite.
  • Der Metabolismus wird angeregt.
  • Eine kalte Dusche verleiht uns Vitaliltät und Energie und erst verzögert Entspannung.
  • Das Immunsystem lässt sich so Schritt für Schritt stärken.
  • Auch das Nervensystem profitiert vom kalten Wasser.

Und wie nehme ich eine kalte Dusche?

  • Eine kalte Dusche muss nicht sehr lange dauern. Fünf Minuten reichen völlig aus.
  • Vermeide es, deinen Kopf allzu kalt abzuduschen. Das kalte Wasser sollten wir maximal bis auf Nackenhöhe einsetzen.
  • Es ist wichtig, dass das Badezimmer ausreichend warm ist, besonders wenn uns schon vor dem Duschen leicht kalt ist. Zwischen warmer Raumluft und kalter Dusche baut sich der beste Kontrast auf.
  • Wir beginnen mit den unteren und seitlichen Körperteilen und nähern uns mit dem kalten Wasser dann langsam Bauch, Rücken und Brust.
  • Am besten, wir wechseln kalte und warme Intervalle miteinander ab. So folgt auf eine Minute kaltes Wasser eine mit warmem Wasser, dann zwei Minuten kalt, zwei Minuten warm usw.
  • Am Schluss steht immer kaltes Wasser.
  • Menschen mit Herzproblemen sollten nicht allzu kaltes Wasser verwenden, um sich zu duschen. Wir empfehlen ihnen den Einsatz von lauwarmem Wasser und raten dazu, sich genug Zeit zu nehmen, um sich an die kalte Dusche zu gewöhnen und zu sehen, wie der Körper reagiert.
  • Wenn wir fertig sind mit dem Duschen, dann müssen wir unserem Körper dabei helfen, wieder warm zu werden. Ein bisschen Bewegung tut ganz gut, aber auch eine Massage beim Auftragen der Körperlotion oder einfach kräftiges Abrubbeln mit dem Handtuch erfüllen den Zweck.
  • Ein kalte Dusche vor dem Zubettgehen ist auch sehr empfehlenswert, dann wartet direkt nach der Dusche das warme Bett auf dich.
Dusche

Baden an frischer Luft

Wenn wir unseren Körper an die kalte Dusche gewöhnt haben, werden wir zunehmend den Wunsch danach verspüren, uns abzukühlen und zu erfrischen. Dann ist der Zeitpunkt erreicht, an dem wir auch über weitere Möglichkeiten nachdenken können: ein Bad im See, im Meer, im Fluss. Im kalten Wasser.

Im Sommer sind wir hier sicher in guter Gesellschaft, aber auch an warmen Frühlings- und Herbsttagen tut uns ein Sprung ins kühle Nass sehr gut. Am besten, wir machen vorher ein wenig Sport, um uns auf Temperatur zu bringen, und nehmen dann ein kaltes Bad. Dann folgen wieder ein paar Übungen und wir gehen wieder ins Wasser. Natürlich kannst du dich auch direkt nach dem ersten Bad gut abtrocknen und dich warm anziehen.

Bewegung und frische Luft steigern die positive Wirkung des kalten Bades enorm, insbesondere was das Immunsystem und das Nervensystem betrifft.

Sei vorsichtig, wenn du in nicht freigegebenen Gewässern baden möchtest und gehe kein unnötiges Risiko ein.

Kalte Dusche im See

Lokale Bäder

Wenn du an Krankheiten leidest, die die Gliedmaßen betreffen, z.B. einer Arthritis oder Arthrose der Gelenke, dann sind wechselwarme Bäder zur Unterstützung der Therapie angebracht. Auch wenn du dich nicht für eine kalte Dusche entscheidest, kannst du die betroffenen Zonen abwechselnd in kaltem und warmem Wasser baden.

Dazu brauchst du zwei ausreichend große Schüsseln mit Wasser, in die du deinen Arm oder dein Bein legen kannst. Eine füllen wir mit kaltem Wasser, die andere mit warmem. Du sollst während des Bades aber nicht erfrieren und dich auch nicht verbrennen. So wie wir das schon für die wechselwarme Dusche beschrieben haben, badest du die kranken Gliedmaße nun abwechselnd in beiden Schüsseln, immer für die gleiche Zeitspanne.

Wenn du das täglich machst, dann wirst du bald merken, wie der entzündungsbedingte Schmerz zurückgeht, selbst wenn du seit langer Zeit an ihm leidest und er bereits chronisch auftritt.

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