Effiziente Linderung von Gelenkschmerzen

Das Knie sticht ganz plötzlich, die Schulter bohrt sich gefühlt einige Zentimeter in den Brustkorb, der Ellbogen meldet dumpfen, dunklen Schmerz, die Hüfte hellen, hohen Schmerz. Gelenkschmerzen können einem den Alltag schwer machen und das Allgemeinbefinden deutlich verschlechtern. Jede Bewegung tut weh, die Treppe wird zur Qual, ein Spaziergang unmöglich, allein das Heben einer Kaffeetasse wird zur Herausforderung. Gelenkschmerzen sind ein Übel, gegen das nicht nur schwere Schmerzmittel helfen.

Wärmeanwendung

Wärme tut unseren Gelenken gut, weil sie die verkrampfte Muskulatur um das betroffene Gelenk entspannt und lockert. Dazu eignen sich spezielle elektrische Wärmekissen, aber auch ein Kirschkern- oder Getreidekissen. Dieses wird einfach im Backofen oder der Mikrowelle erhitzt und aufgelegt. Auch die Wärmflasche von Oma lässt sich dafür gut nutzen. In der Apotheke oder dem Drogeriemarkt gibt es spezielle Kissen für Einmal-Anwendungen, die gezielt für einen Bereich anwendbar und wie ein Pflaster zu tragen sind. Darin befinden sich Eisenspäne, die mit dem Luftsauerstoff reagieren und so kontinuierlich über bis zu acht Stunden angenehm schmerzlindernde Wärme abgeben. Diese Wärmepflaster sind dünn, ideal unter der Kleidung zu tragen und meist schon auf spezielle Körperformen wie Handgelenke, Nacken oder Knie zugeschnitten. Niemals bei entzündeten Gelenken anwenden, da Wärme eine Entzündung noch verschlimmert!

Kälteanwendung

Kälteanwendungen werden meist bei akuten Gelenkschmerzen sowie bei warmen oder geschwollenen Gelenken empfohlen. Dazu sollte man immer ein medizinisches Kältekissen im Eisfach liegen haben oder genügend Eiswürfel. Bitte Kältekissen oder Eiswürfel immer in einen Waschlappen oder ein Handtuch wickeln, um die Haut nicht durch direkte Anwendung zu gefrieren! Es gibt in Apotheken und Drogeriemärkten auch spezielle Kältebandagen, in die ein Wirkstoff eingearbeitet ist, der durch Verdunstungskälte für Kühlung sorgt.

Ananasstücke

Ananas – Enzyme

Die Ananas enthält das Enzym Bromelain, das Entzündungen lindert und Schwellungen zurück gehen lässt. Daher wird dieser Wirkstoff auch oft nach Zahnoperationen oder kieferchirurgischen Eingriffen empfohlen. Um die nötige Menge an Bromelain aufzunehmen, muss man schon sehr viel Ananas in den Speiseplan integrieren, aber es gibt den Wirkstoff auch konzentriert in Tablettenform zu kaufen. Wer nur gelegentlich unter Gelenkbeschwerden leidet und Entzündungen und Schwellungen vorbeugen möchte, integriert einfach Ananasprodukte wie Ananassaft oder frische Ananas (bitte nicht gezuckert und nur ungezuckerte Dosenfrüchte!) in seinen täglichen Speiseplan.

Pflanzliche Kost bevorzugen

Tierisches Eiweiß und tierische Fette fördern Entzündungsprozesse im Körper. Daher sollte man bei entzündlichen Gelenkerkrankungen und daraus resultierenden Schmerzen seinen Konsum an tierischen Produkten (Fleisch, Milchprodukte etc.) stark einschränken oder darauf verzichten.

Gelatine Gelenk

Hoch lagern

Ein geschwollenes Gelenk ist unangenehm und verursacht Spannungsschmerz. Wird das betroffene Gelenk, beispielsweise das Kniegelenk hochgelagert, kann die sich darin angesammelte Gewebeflüssigkeit besser abfließen. Einen schmerzenden Ellbogen also am besten auf einer Tischkante und geschwollene Knie– oder Fußgelenke auf Stuhl oder Tischkante hochlagern.

Gewicht reduzieren

Übergewichtige Menschen haben sehr hohe Entzündungswerte im Blut, da der Körper das Übergewicht als krankhafte Veränderung auffasst. Dies verhindert oder verlangsamt das Abheilen von entzündlichen Gelenkbeschwerden. Übergewicht belastet zudem auch alle Gelenke zusätzlich durch das unnötige Gewicht, das auf ihnen lastet. Ein Mensch mit 30kg Übergewicht schleppt, bildlich gesprochen, bei jedem Schritt einen Reisekoffer mit sich herum, der weltweit als schwergewichtiges Übergepäck zum Schutz der Gepäckarbeiter gekennzeichnet werden muss! Was für Gepäckarbeiter weltweit verboten ist, tun sich Übergewichtige bei jedem Schritt selbst an! Also runter mit den Kilos und weg mit den Gelenkschmerzen!

Gymnastik

Gymnastik – auch im Sitzen oder Liegen – hilft, die das Gelenk umgebende Muskulatur zu erhalten, aufzubauen oder zu stärken. Das Gelenk wird dann besser durch die Muskeln stabilisiert und weniger belastet.

Laufen2

Bewegung

Leichte Bewegung ist auch bei Gelenkschmerzen gut, um Gewebeflüssigkeit im Gelenk abfließen zu lassen, die Venenpumpe der Beine funktionstüchtig zu halten und für „Gelenkschmiere“ zu sorgen, die die Reibung im Gelenk reduziert und auch zur Linderung von Schmerzen beiträgt. Bei Knieschmerzen ist beispielsweise Fahrradfahrern ideal!

Dehnen

Wer Gelenkschmerzen hat, verkrampft oft unbewusst, sodass auch noch durch Fehlbelastung bisher nicht schmerzhafte Gelenke belastet werden. Daher sollte man sich mehrmals am Tag bewusst machen, dass beispielsweise bei Schmerzen im rechten Arm der linke unbewusst mehr machen muss und der Körper durch die ungewohnte Belastung dort verkrampft. Eine Dehnung der betroffenen Muskelpartien tut gut!

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, gegen Gelenkschmerzen etwas zu tun! Das bedeutet nicht, dass du immer komplett auf Schmerzmittel verzichten kannst. Mit diesen Maßnahmen sollten sich die Beschwerden jedoch deutlich bessern und dein Alltag wird dir so trotz Gelenkbeschwerden leichter fallen.

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