Die sechs besten natürlichen Antioxidantien

Um von dem Limonen, das sich in der Schale der Zitrusfrüchte befindet, zu profitieren, kannst du die Frucht einfrieren und danach die Schale abreiben. Du kannst diese beispielsweise für Nachspeisen oder Eintöpfe verwenden.

Oxidativer Stress gilt als Mitverursacher einer Vielzahl krankhafter Prozesse und wird auch mit Alterungserscheinungen in Verbindung gebracht. Antioxidantien sind unsere wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen hochreaktive Sauerstoffverbindungen, sogenannte freie Radikale, die durch Einflüsse wie UV-Strahlung, Abgase, Medikamente und Umweltgifte im Körper entstehen. Was daraus folgt, nennt man oxidativen Stress. Zu viel davon kann Zellschäden verursachen, beschleunigt unseren Alterungsprozess und wird außerdem für eine ganze Reihe von Krankheiten verantwortlich gemacht. Antioxidantien sind natürliche Inhaltsstoffe, die unsere Körperzellen vor diesen schädlichen Einflüssen schützen können. Zu den Antioxidantien zählen Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wie zum Beispiel das bekannte Carotin. Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, sichert sich die Versorgung mit diesen wichtigen Inhaltsstoffen. Es gibt Lebensmittel, die besonders viele solcher Antioxidantien enthalten:

Die sechs besten natürlichen Antioxidantien

Tomaten

Tomaten sind reich an pflanzlichen Farbstoffen, den Carotinoiden. Je röter die Tomate, desto reicher ihr Gehalt an Lycopin, das als besonders starkes Antioxidans (wie alle sekundären Pflanzenstoffe) Krebs vorbeugen kann. Je konzentrierter die Tomate, zum Beispiel als mehrfach konzentriertes Tomatenmark, als eingedickter Saft oder als Tomatensauce, desto mehr Lycopin. Ein Tomatensaft ist also nicht nur im Flugzeug eine gute Idee! Und bei frischen Tomaten sollten voll ausgereifte dunkelrote Tomaten bevorzugt werden.

Kaffee

Kaffee enthält von Natur aus Polyphenole, die zu den Antioxidantien gehören. Der Genuss von Kaffee ist also nicht nur lecker, sondern tut auch gut! Polyphenole wirken zudem entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Der Cafe am Morgen macht also nicht nur wach, sondern liefert gleich eine gute Portion Gesundheitsförderung zum Start in den Tag.

Zitrone

Zitrusfrüchte

Eigentlich wissen wir es alle: Zitrusfrüchte sind Gesundheit pur. Sie enthalten reichlich Vitamin C und sogenannte Flavonoide, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Besonders Vitamin C und Vitamin E liefern dem Körper eine Extraportion Antioxidantien. Ein Orangensaft aus der Flasche ist eine gute Idee, ein frisch gepresster aus frischen Orangen aber noch viel besser! Je frischer der Saft, desto höher der Vitamingehalt – und die antioxidative Wirkung!

Nüsse

Nüsse, Mandeln und daraus gewonnene Öle, zum Beispiel Leinöl, Erdnussöl oder Walnussöl sind besonders reich an Vitamin E, das zu den stärksten Antioxidantien gehört. Eine Hand voll Nüsse, zum Beispiel im Müsli oder über den Salat gestreut oder ein gutes Nussöl für den Salat reduzieren also deutlich den oxidativen Stress!

Zwiebel

Zwiebel

Der eine liebt sie, der andere hasst sie – aber essen sollten wir sie alle! Zwiebel enthalten Sulfide, die wir als Duftstoffe auch deutlich in Lauch, Knoblauch und Schnittlauch wahrnehmen können. Opas Knoblauchdragees sind also wirklich gesund!

Weintraube

Weintrauben

Trauben enthalten Polyphenole, die wichtige Radikalfänger darstellen. Studien, die belegen, dass Rotwein krebsvorbeugend ist, beweisen, wie stark antioxidativ Polyphenole wirken! Diese sind in Rotwein genauso enthalten wie in frischen roten Trauben oder Traubensaft. So kommt man auch ohne Alkohol an seine tägliche Dosis Polyphenole, indem man frische Trauben knabbert oder Traubensaft genießt.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie viel man essen sollte, um gegen oxidativen Stress vorzubeugen. Die einfachste Antwort: am besten täglich so viel wie möglich Obst , Gemüse und andere pflanzliche Lebensmittel, wie zum Beispiel Getreideprodukte!
Wer es ganz genau wissen möchte, sollte sich die ORAC-Werte der Lebensmittel anschauen. ORAC steht für „Oxygen Radical Absorption Capacity“, also die Kapazität, freie Radikale zu absorbieren und somit unschädlich zu machen. Der ORAC-Wert zeigt ganz genau das antioxidative Reaktionsvermögen eines Nahrungsmittels. Ungefähr 5.000 ORAC-Einheiten sollte man täglich verzehren. Das klingt nach viel, ist aber gar nicht so schwierig, wenn man sich den antioxidativen Wert einiger oben genannter Lebensmittel anschaut:
Walnüsse zum Beispiel enthalten über 13.500 ORAC pro 100g – da genügt wirklich schon eine Hand voll davon! Die Werte sind natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig, wie Anbaugebiete und Transportwege und gelten nur als Anhaltswerte.
Auch rohe Zwiebeln haben einen hohen ORAC Wert: über 10.000 Einheiten befinden sich in nur 100g davon! Mit einer faustgroßen Zwiebel erreicht man diesen Wert also schnell.
Weintrauben haben, je nach Farbe, einen ORAC Wert von 11.000 bis 12.000, was die gesundheitsfördernde Wirkung von Weintrauben schnell erklärt.
Zum Vergleich: gelber Zuckermais hat nur einen vergleichsweise geringen ORAC Wert von maximal 500. Es ist daher einfach, mit den oben genannten „power – Antinoxidatien“ seinen täglichen Bedarf zu decken. Mit anderen Lebensmitteln ist dies natürlich auch möglich – man muss nur mehr davon essen. Die gesunde Mischung macht’s!

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