Die schmerzliche Realität, nicht unentbehrlich zu sein

· 8 Juni, 2016
In diesem Leben ist niemand unerlässlich für andere, nur sich selbst. Man muss lernen, sich selbst mehr zu schätzen und glücklich zu sein, ohne von anderen abzuhängen.

Eine sehr schmerzliche Erfahrung ist für viele, zu entdecken, dass sie nicht unentbehrlich sind. 

Auch wenn wir es ungerne zugeben, gefällt es uns allen, Helden zu sein, uns wichtig und unersetzlich für jemanden zu fühlen, zu glauben, dass eine andere Person, ohne dich nicht leben kann.

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Trotzdem zeigt die Realität immer wieder, dass wir nicht unersetzlich sind. Es ist normal, sich einzigartig zu fühlen, jeder Mensch ist etwas ganz Besonderes. Doch es gibt viele Menschen auf dieser Welt und auch wenn es schmerzlich sein mag, ist niemand unentbehrlich.

Wie sind alle entbehrlich

Hand symbolisiert Realität

Vielleicht bist du dir gar nicht darüber bewusst, wie unentbehrlich du sein kannst, bis du einen Partner hast. In der Familie geht jeder seinen eigenen Weg, sogar die besten Freunde können manchmal enttäuschen.

Doch wie schaut es in einer Paarbeziehung aus, wenn wir unser innerstes Leben mit einer geliebten Person teilen?

Noch immer spielt hier ein sehr schmerzhafter Faktor häufig eine wichtige Rolle: Besitz. Viele glauben, den Partner zu besitzen, dass dieser immer da sein muss und man mit dieser Person die restlichen Tage des Lebens verbringen muss.

Ob Liebe oder die dadurch entstehende Blindheit daran schuld sind, dass wir vergessen, dass man niemanden besitzen kann und auch wir selbst niemandem gehören, ist an und für sich unwichtig.

Wir sind alle frei. Doch das Problem entsteht meist schon in unserer Erziehung was Beziehungen anbelangt.

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Denke an eine für dein Leben sehr wichtige Person und daran, dass du glaubst, für diese unersetzlich zu sein. Wenn die Beziehung abbricht, führt dies dazu, dass die Welt für dich zusammenbricht.

Doch hört die Welt tatsächlich auf, sich zu drehen? Natürlich nicht. Oft lässt eine neue Beziehung alles andere wieder in Vergessenheit geraten.

Du wirst dir bewusst, dass diese andere Person nicht unabkömmlich war und auch du bist es nicht.

Es ist wichtig zu wissen, wann man gehen muss

Frau denkt über Realität nach

Wer sich unersetzlich fühlt, kann oft nicht loslassen, wenn es an der Zeit wäre.

Stelle dir eine Mutter oder einen Vater vor, die denken, dass sie für ihr Kind unentbehrlich sind. Dabei sind sie sich nicht bewusst, dass Kinder eigenständig werden müssen und Abhängigkeit nur schlecht für sie ist. 

In unzähligen Beziehungen passiert genau dasselbe, die eigene Notwendigkeit, sich für jemanden unabkömmlich zu fühlen, macht uns egoistisch. Dabei sind wir uns nicht bewusst, dass wir loslassen müssen, dass wir gehen müssen und andere gehen lassen sollten.

Die schlimmste Situation in einer Paarbeziehung ist, wenn eine toxische Sitution provoziert wird. Dann ist es Zeit zu gehen, niemand ist unersetzlich und auch du bist keine Ausnahme.

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Es wird immer jemanden geben, der dich braucht oder nach dir verlangt. Du wirst nicht einsam oder ausgeschlossen sein. Du selbst kannst solidarisch sein mit jemandem, der es wirklich braucht.

Doch es ist wichtig zu wissen, dass Personen im Leben auftauchen und irgendwann wieder verschwinden können, so wie es auch für dich manchmal an der Zeit ist, zu gehen.

Du bist für dich unersetzlich

Frau zwischen Realität und Traum

Weißt du, für wen du wirklich unersetzlich bist? Wer dich immer benötigt? Die Antwort ist einfach: du selbst. Du wirst immer für dich da sein, das ist das Einzige, das sicher ist, du kannst dich nicht verlassen.

Du bist immer für dich da, das ist deine beste Hilfe. 

Deshalb ist es so wichtig, in dich selbst zu vertrauen, dich selbst zu lieben und zu akzeptieren so wie du bist. Sobald du verstehst, dass du für andere nicht unersetzlich bist, wirst du dich nicht schlecht fühlen. Du hast dich selbst, das sollte dich glücklich machen und erfüllen.

Manchmal denken wir, dass es wichtiger ist, dass wir von anderen benötigt werden, dass wir geliebt werden… Doch wir vergessen die Tatsache, dass wir uns selbst haben.

Die erste Person, die dich lieben und dir vertrauen sollte, bist du selbst.

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Füsse bringen dich der Realität näher

Wie oft wolltest du schon unentbehrlich sein? Wie hast du dich gefühlt, als du bemerkt hast, dass du das nicht bist?

Wir hoffen, dass du jetzt selbst darüber nachdenken und deine Augen öffnen kannst und dir zumindest bewusst wirst, dass du lernen musst, dich selbst zu lieben und dir zu vertrauen.

Gesunde Eigenliebe wird dir ermöglichen, glücklich zu sein, unabhängig davon, ob du unersetzlich bist oder nicht.