Wie verändert sich die Paarbeziehung nach der Geburt eines Kindes?

· 29 November, 2018
Ein Baby ist ein Wunder und sollte ein Paar eigentlich noch glücklicher machen. Doch die Intimität und die Beziehung werden davon stark beeinflusst, wenn es den Partnern an Liebe und Reife fehlt.

„Das kann doch nicht so schwer sein“, denken viele Paare, wenn sie ein neugeborenes Baby sehen. Doch wenn sie die Gelegenheit bekommen, wirklich herauszufinden, wie eine Paarbeziehung nach der Geburt eines Kindes aussieht, stellen die Veränderungen die beiden auf die Probe.

Für viele Paare bedeutet die Geburt eines Kindes eine Festigung der Liebe und der Beziehung; für andere kann es jedoch ein Trennungsgrund sein, wenn sie es nicht schaffen, mit den Veränderungen umzugehen, die mit der Mutterschaft bzw. Vaterschaft einhergehen.

Schon die erste Nacht, die das Kind zuhause verbringt, reicht aus, um zu wissen, dass sich das Leben der Eltern für immer verändern wird. Die Paarbeziehung nach der Geburt eines Kindes erfordert die Anstrengung beider Partner.

Gegenseitige Unterstützung ist wichtig

In besonders schwierigen Fällen kann es sein, dass das Baby alle drei Stunden oder sogar weniger nach Essen schreit oder einen leichten Schlaf hat und ständig aufwacht. Die schlaflosen Nächte sorgen für eine ungewohnte Anspannung zwischen den Partnern.

Während sich die Mutter um das Kind kümmert, fühlen sich die Väter oft deplatziert. Natürlich ist das Baby in seinen ersten Lebenstagen sehr stark an die Mutter gebunden, sodass es oft keinen Platz für sonst jemanden gibt.

Die Frau ist voll und ganz in ihre Mutterpflichten eingebunden und es bleibt keine Zeit für den Partner.

Gegenseitige Unterstützung ist in der Paarbeziehung nach der Geburt eines Kindes besonders wichtig

Wenn der Mann sich im Haushalt mit einbringt, kann die Frau sich ganz ihren Aufgaben als Mutter widmen. Einige Frauen lernen, zu delegieren und andere, zu vertrauen.

Wenn der Mann sich außerdem auch noch um das Kind kümmert, kann er ganz neue Fähigkeiten entwickeln, wodurch sich auch die Beziehung verbessert. Die Schwierigkeiten bei der Erziehung können überwunden werden, wenn beide geduldig und fest entschlossen sind, sich gegenseitig zu unterstützen.

Auch interessant: Diese Fehler zerstören jede Beziehung der Familie

Veränderungen in der Paarbeziehung nach der Geburt eines Kindes

Als Eltern verändert sich die Beziehung mit jeder Lebensphase des Kindes. Das Paar wächst mit dem Kind. Es ist nicht das gleiche, Eltern eines Babys oder eines Jugendlichen zu sein.

Dazu gehört auch, einige Gewohnheiten abzulegen oder zu ändern: Wenn ihr gerne Freitags tanzen gegangen seid oder am Wochenende zum Campen, werdet ihr jetzt warten müssen, bis das Baby größer ist. Aber keine Sorge, der Tag wird kommen.

Es gibt viele Dinge, die sich in der Paarbeziehung nach der Geburt eines Kindes verändern

Mit der richtigen Einstellung, etwas Einfallsreichtum und Kreativität kann das Paar es schaffen, große und unvermeidliche Veränderungen zu etablieren, die mit der Geburt eines Kindes einhergehen. Was zuvor für zwei Personen geplant wurde, wird jetzt für drei oder vier geplant werden müssen.

Auf die Leidenschaft achten

Alle, die zum ersten Mal Eltern geworden sind, nutzen jede Gelegenheit, sich mit anderen Eltern zu vergleichen und von ihren Erfahrungen zu profitieren.

Auch wenn es nicht schlecht ist, sich auszutauschen und auch mal über sich selbst zu lachen, braucht es den guten Willen von beiden, damit die Paarbeziehung nicht einschläft.

In manchen Fällen erlischt die Flamme der Leidenschaft sogar ganz. Eine Kombination aus Geduld, Kreativität und Liebe ist das Mittel, um die kleinen Krisen im Schlafzimmer zu überwinden.

Neben dem Vergnügen, das die Intimität bereitet, kann sie euch auch dabei helfen, die Anspannung, die mit der Erziehung eines Kindes einhergeht, zu lösen.

Außerdem übertragen sich die Sensibilität und die Zärtlichkeit, die mit dem Aufziehen eines Babys einhergehen, auch auf die Paarbeziehung.

Lesetipp: Ein Tag mit der Familie ist das beste Geschenk

Mit den Kindern wachsen

Die Beziehung wird durch die Geburt eines Kindes bereichert. Die Verbindung zwischen dem Paar wird stärker, wenn sie sich täglich um ein anderes Lebewesen kümmern.

Ein Kind ist das Ergebnis der Liebe zwischen den Partnern und gibt den Partnern gleichzeitig auch Liebe zurück.

Dieses neue Glück wirkt sich vorteilhaft auf alle aus. Mit der wachsenden Zuneigung zu dem Kind, wird auch die Liebe zwischen den Partnern und das gegenseitige Vertrauen stärker.

Dies ist sehr wichtig, da das Kind wächst und immer neue Forderungen und Bedürfnisse hat.

In der Paarbeziehung nach der Geburt eines Kindes wachsen

Die Geburt des ersten Kindes bringt das Leben des Paars wahrscheinlich stärker aus dem Gleichgewicht, als die Geburt des zweiten oder dritten Kindes. Es ist eine vollkommen neue Erfahrung und so sehr sich das Paar auch vorbereitet, es wird immer wieder Überraschungen geben.

Lieber anerkennen und akzeptieren anstatt zu fliehen

Wie du dir vorstellen kannst, wird die Paarbeziehung nach der Geburt eines Kindes auch extremer. Das muss man anerkennen und akzeptieren.

Bevor man aus der Beziehung flieht, sollte man akzeptieren, dass sich die Prioritäten verändert haben. Das bedeutet, sich weiterzuentwickeln, sowohl persönlich, als auch als Paar.

Wahrscheinlich vermissen beide die Romantik und träumen davon, mehr Freiraum zu haben, um sich wiederzufinden. Keine Panik, das gehört dazu. Die Kinder werden größer und damit wird es auch wieder mehr Momente als Paar geben. Bis dahin gilt es, die Gelegenheiten auszunutzen, die sich bieten und auch für diese Gelegenheiten zu sorgen.

Die Geburt eines Kindes ist die beste Gelegenheit überhaupt, um das Band zwischen den Partnern zu stärken. Wenn ihr euch dafür entscheidet, weiterhin ein Paar zu bleiben, solltet ihr täglich daran arbeiten. Nur, dass ihr jetzt nicht nur ein Paar, sondern eine Familie seid.

  • Braune-Krickau, K., Stadelmann, S., von Wyl, A., Perren, S., Bürgin, D., & von Klitzing, K. (2005). Elterliche psychische Belastung, konflikthafte Paarbeziehung und Verhaltensregulation dreijähriger Kinder. Kindheit Und Entwicklung. https://doi.org/10.1026/0942-5403.14.3.181
  • Flaake, K. (2011). Gender , Care und veränderte Arbeitsteilungen in Familien – geteilte Elternschaft und Wandlungen in familialen Geschlechterverhältnissen. GENDER – Zeitschrift Für Geschlecht, Kultur Und Gesellschaft.
  • von der Lippe, H., & Bernardi, L. (2006). Zwei deutsche Ansichten über Kinder und Karriere: Lebensentwürfe junger Erwachsener in Ost und West. Demografische Forschung Aus Erster Hand.