Die FODMAP-Diät und ihre Vorteile

Die FODMAP-Diät verbietet Obst- und Gemüsesorten, die viele Kohlenhydrate mit kurzer Fermentierung enthalten.

Hast du schon einmal etwas von der FODMAP-Diät gehört? Nein? Hast du Probleme, die mit dem Dickdarm zusammenhängen, wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall? Dann könnte dieser Artikel über die FODMAP-Diät und ihre Vorteile die Lösung für deine Probleme sein.

Was ist die FODMAP-Diät?

Der Begriff FODMAP ist eine Abkürzung für „Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide und fermentierbare Polyole“. Das bedeutet, dass du alle Obst- und Gemüsesorten, die reich an Kohlenhydraten mit kurzer Fermentierung sind, von deinem Speiseplan streichen musst.

Auch wenn es sich dabei vielleicht um die Lieblingsprodukte vieler handelt, kann nicht jeder Körper sie ohne Probleme verwerten. Die FODMAP-Diät und ihre Vorteile sind vor allem für Menschen geeignet, die unter folgenden Krankheiten leiden:

Im Gegensatz zu vielen extremen Diäten, mit denen man innerhalb kürzester Zeit viel Gewicht verlieren soll und bei denen oft die Gesundheit vernachlässigt wird, ist diese Diät gut durchdacht und aufgebaut.

Außerdem besteht das Ziel nicht darin, viele Kilos zu verlieren, sondern Beschwerden kurz- und langfristig zu vermeiden.

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Auf welche Lebensmittel du bei der FODMAP-Diät verzichten solltest

Die FODMAP-Diät und ihre Vorteile: Auf welche Lebensmittel du verzichten solltest

In diesem Artikel verraten dir mehr über die FODMAP-Diät und ihre Vorteile sowie, auf welche Lebensmittel du verzichten solltest. Dazu gehören beispielsweise:

  • Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Galacto-Oligosacchariden: Hülsenfrüchte.
  • Lebensmittel, die reich an Fructo-Oligosacchariden sind: Knoblauch, Roggen, Weizen und Zwiebeln.
  • Produkte, die viel Sorbit, Xylit und Mannitol enthalten: Süßstoffe und light Produkte.
  • Natürliche Süßstoffe, die Fruktose enthalten: Sirup, Honig, Marmelade.
  • Laktosehaltige Lebensmittel: Milch und Milchprodukte.

Die FODMAP-Diät und ihre Vorteile

Auf den ersten Blick erscheint die FODMAP-Diät sehr streng. Bevor du dich entmutigen lässt, solltest du dir die FODMAP-Diät und ihre Vorteile jedoch einmal genauer ansehen.

1. Verringert die Symptome des Reizdarmsyndroms um bis zu 76%

Die FODMAP-Diät und ihre Vorteile: Verringert die Symptome des Reizdarmsyndroms

Einer Studie zufolge hat diese Diät vielen Menschen gegen Blähungen, Schwellungen und Bauchschmerzen geholfen.

In diesem Sinne ist es wichtig, darauf zu achten, dass viele der Lebensmittel, auf die bei der Diät verzichtet wird, im Darm gären. Daher solltest du bei der Auswahl der Lebensmittel sehr vorsichtig sein und auf ballaststoffreiche Produkte setzen, die die Darmtätigkeit anregen.

Du kannst zum Beispiel selbstgemachten Vollkornreis oder Quinoa statt industriell gefertigtes Vollkornbrot zu dir nehmen.

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2. Linderung der Beschwerden bei Morbus Crohn

Eine Studie mit 9 Morbus Crohn Patienten hat ergeben, dass sich die FODMAP-Diät positiv auf die Menge und Qualität der Probiotika ausgewirkt hat.

Natürlich ist die Untersuchung von neun Patienten nicht besonders aussagekräftig, aber sie hilft durchaus, die Effekte zu verstehen, die man damit erreichen kann. Vergiss nicht, dass du unbedingt auf eine gesunde Ernährung achten musst, wenn du unter einer Krankheit wie Morbus Crohn leidest.

Wenn du diese Ernährungsweise nicht dein ganzes Leben lang befolgen willst, weil sie sehr streng ist, kannst du sie auch eine Woche lang ausprobieren und dann nach und nach Lebensmittel in geringen Mengen integrieren. Dieses Vorgehen kannst du einmal pro Monat wiederholen, um deinem Körper eine Auszeit zu gönnen.

Wichtig ist, dass du konstant bleibst. Die Tatsache, dass du einen Tag lang eine bestimmte Gruppe von Lebensmitteln kontrollierst oder vermeidest, bedeutet nicht, dass du sie danach wahllos in dich hineinstopfen kannst. Die Folgen können dann sogar noch schmerzhafter sein.

3. Mindert die Symptome von chronischer Erschöpfung

Die FODMAP-Diät und ihre Vorteile: Linderung von Erschöpfungssymptomen

Du hast keine Energie, egal wie viel du isst? Es wurde bestätigt, dass die FODMAP-Diät diesen Effekt mindert. Das liegt daran, dass dein Körper keine Lebensmittel mehr aufnimmt, die dazu führen, dass er mehr Energie verbraucht, als er aufnimmt, was vor allem Süßungsmittel betrifft.

Natürlich wirst du weiterhin Zucker zu dir nehmen, da Obst erlaubt ist. Dieser Zucker ist jedoch natürlich und gärt nicht so wie Honig oder synthetischer Zucker.

Vergiss nicht, dass der beste Zucker der ist, der aus der ganzen Frucht kommt. Das liegt daran, dass dieser mit Ballaststoffen kombiniert ist, die einen raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels sowie Gärungsprozesse vermindern.

Erlaubte Lebensmittel bei der FODMAP-Diät

Es gibt jedoch nicht nur Verbote bei der FODMAP-Diät. Lebensmittel, die du ohne Bedenken zu dir nehmen kannst, sind:

  • Fleisch und Fleischprodukte, wenn sie frei von Fructose und Süßungsmitteln sind.
  • Natürliche Öle.
  • Kräuter und natürliche Gewürze.
  • Nüsse und Samen ohne Konservierungsstoffe und Süßungsmittel.
  • Ganze Früchte, nicht nur der Saft: Bananen, Beeren, Orangen, Kiwis, Erdberren, Melonen, Mandarinen und Zitronen.
  • Natürliche Süßstoffe,
  • Vollkorngetreide: Mais, Hafer, Vollkornreis, Quinoa, Hirse und Tapioka.

Vergiss nicht, dass eine Gewichtsabnahme nicht das Ziel aller Diäten ist. Einige sollen dir nur zu einem gesünderen Leben frei von Schmerzen und körperlichen Beschwerden verhelfen.

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