CrossFit: Vorteile und Risiken

6 November, 2019
CrossFit ist eine Fitnesstrainingsmethode. Bei richtiger Durchführung können die dazu gehörigen Übungen viele Vorteile bringen. Doch gibt es auch einige Risiken, über die du Bescheid wissen solltest. Hier erfährst du mehr darüber!

CrossFit ist ein sehr intensives Trainingskonzept, das sich inzwischen über die ganze Welt verbreitet hat. Ursprünglich zielte CrossFit darauf ab, Menschen auf Tätigkeiten mit hohen körperlichen Anforderungen vorzubereiten. Doch heute hat es sich weit in alle Bevölkerungsgruppen verbreitet. Und auch an diese angepasst. Weißt du Bescheid über die Vorteile und Risiken von CrossFit?

Auf der einen Seite ist diese Art des Trainings sehr attraktiv für diejenigen, die folgende Ziele haben: Zum Beispiel für die, die abnehmen wollen, oder ihre Muskelmasse erhöhen und zugleich auch ihre Ausdauer steigern wollen. Doch auf der anderen Seite gibt es einige Nachteile und diese solltest du vor der Durchführung der CrossFit-Übungen berücksichtigen. Im Folgenden findest du ausführlichere Informationen dazu.

Was genau ist eigentlich CrossFit?

Bevor wir uns den Vorteilen und Risiken von CrossFit zuwenden, soll nochmal kurz geklärt werden, um was es sich dabei eigentlich genau handelt.

Und zwar ist CrossFit, wie zu Beginn schon erwähnt, eine Fitnesstrainingsmetode. Diese basiert auf ständig wechselnden Übungen. Dazu zählen sehr verschiedene und funktionale Abläufe, die die Trainierenden in einer bestimmten Zeit ausführen. Dabei sollte die Dauer 50 Minuten nicht überschreiten.

Während des Workouts praktizieren die TeilnehmerInnen eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher Übungen: So gehören beispielsweise Herz-Kreislauf-Übungen dazu. Aber auch Gewichtheben sowie Krafttraining. Außerdem zielt CrossFit auch darauf ab, verschiedene körperliche Fertigkeiten und Fähigkeiten der Personen zu erschließen.

Jedoch ist es dafür notwendig, über eine ausreichende körperliche Kondition zu verfügen. Zudem auch über die nötige Beweglichkeit sowie genügend Gleichgewichtssinn. Darüber hinaus braucht es natürlich auch ein gewisses Durchhaltevermögen.

Zudem ist es wichtig, das man die einzelnen Übungen korrekt ausführt. Denn sonst kann es zu Verletzungen an der Wirbelsäule sowie zu Schäden an Gelenken und anderen Körperteilen kommen.

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Soweit, so gut. Dann wollen wir uns im Folgenden nun die Vorteile und Risiken von CrossFit näher betrachten.

CrossFit: Gewichtheber

Vorteile und Risiken von CrossFit

Obwohl CrossFit heutzutage Millionen von Anhängern auf der ganzen Welt gewonnen hat, steht dieses Trainingskonzept durchaus auch häufiger in der Kritik. Zwar gibt es Studien, die viele der Vorteile dieser Fitnesstrainingsmethode belegen. Doch gleichzeitig haben auch die zahlreichen Fälle von Verletzungen mit zum Teil schwerwiegenden Folgen dafür gesorgt, dass viele CrossFit für gefährlich halten.

Dabei besteht das große Problem vor allem darin: Viele beschließen, mit dieser Art Workout zu beginnen. Aber ohne zuvor ihre körperliche Kondition und ihren gesundheitlichen Zustand untersuchen zu lassen. Auch kommt es mitunter dazu, dass manche der intensiven Trainingseinheiten nicht unter Aufsicht eines erfahrenen Trainers gemacht wurden. Sehen wir uns also die Vorteile und Risiken genauer an.

Die Vorteile dieses Trainigskonzepts

Im Gegensatz zu dem, was viele Menschen denken: CrossFit ist kein exklusives Training für Hochleistungssportler. Tatsächlich verbreitet sich dieses Trainingskonzept heute immer mehr und es können im Grunde wirklich so gut wie alle mitmachen.

Es ist jedoch notwendig zu wissen, wie man es an die körperlichen Fähigkeiten jedes Einzelnen anpasst. Denn natürlich ist das Training für einen Menschen in schlechter körperlicher Verfassung nicht dasselbe wie für diejenigen, die regelmäßig Sport treiben oder an intensive körperliche Tätigkeiten gewöhnt sind.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du vorher deinen Arzt konsultierst und dieser deine körperliche Leistungsfähigkeit beurteilt. Erst dann solltest du mit dem Training beginnen.

Eingedenk des bisher Gesagten und unter Beachtung der richtigen Ausführung der verschiedenen Übungen bietet das CrossFit-Training interessante Vorteile. Wie zum Beispiel:

  • Es kommt zu einer Verbesserung der Atmungs- und Herz-Kreislauf-Funktionen.
  • Die körperliche Ausdauer erhöht sich.
  • Auch verbessert sich die Koordination und der Gleichgewichtssinn.
  • Darüber hinaus kommt es auch zu einer Verbesserung der allgemeinen Stimmung sowie des Selbstwertgefühls.
  • Und das Training trägt dazu bei, die Muskelmasse zu erhöhen.
  • Außerdem hilft es beim Abnehmen (denn es gilt als „Fett verbrennende“ Sportart).
  • Nicht zuletzt fördert es auch soziale Beziehungen. Denn viele Übungen praktiziert man in Gruppen.

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Risiken von CrossFit

Wie wir bereits erwähnt haben, birgt dieses Trainingskonzept aber auch gewisse Gefahren. Das gilt vor allem, wenn keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Also dann, wenn du nicht zuerst deinen aktuellen gesundheitlichen Zustand untersuchen lässt, oder wenn du anstrengende Übungen ohne die notwendige körperliche Ausdauer durchführst. In solchen Fällen bestehen folgende Risiken:

  • Es besteht die Gefahr, Verletzungen von Muskeln, Bändern, Sehnen und Knochen zu erleiden.
  • Auch kann es zu Verletzungen der Wirbelsäule kommen.
  • Manchmal verursacht das Training ein Schwächegefühl und anhaltende Müdigkeit.
  • Außerdem kann eine Folge sein, dass Veränderungen im Herz-Kreislauf-System auftreten. Wie z.B. ein Anstieg des Blutdrucks.
  • Auch kam es zu Fällen von Rhabdomyolyse. Damit bezeichnet man in der Medizin die Auflösung quergestreifter Muskelfasern. Dazu gehören die Skelettmuskulatur sowie Herzmuskulatur und Zwerchfell. Dabei können Inhaltsstoffe der Muskelfasern im Blut freigesetzt werden. Und das kann zu Problemen wie Nierenversagen und Herzrhythmusstörungen führen.
Arzt untersucht die Wirbelsäule einer Frau

Nach einer körperlichen Untersuchung kann der Arzt den Schweregrad und die Lage der Verletzung bestimmen.

Tipps für ein gesundes Training

Damit das CrossFit-Training sicher für dich ist, solltest du einige Ratschläge befolgen. Zuerst ist es wichtig, festzustellen, wie dein gesundheitlicher Zustand ist und ob es irgendwelche möglichen Einschränkungen für dich gibt. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass intensive Bewegung im Krankheitsfall nicht zu empfehlen ist.

Darüber hinaus ist es ebenso sehr wichtig, dass du dich von einem auf diese Disziplin spezialisierten Trainer anleiten lässt. Denn dieser wird in der Lage sein, dir die Übungen in angemessener Weise zu vermitteln. Und so wird das Risiko einer Verletzung verringert. Weitere Empfehlungen sind:

  • Zunächst solltest du mit einem leichten Training beginnen. Dieses sollte an deine körperliche Verfassung angepasst sein.
  • Dann solltest du schrittweise die Intensität der Übungen erhöhen.
  • Auch solltest du dir genug Zeit nehmen, um dich auszuruhen und zu erholen.
  • Achte zudem darauf, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen.
  • Darüber hinaus solltest du dich gesund und ausgewogen ernähren.
  • Außerdem ist es wichtig, dass du dich vor dem Training gut aufwärmst und auch Dehnungsübungen machst.

Bist auch du daran interessiert, diese Sportart auszuüben? Dann ziehe die Vorteile und Risiken in Betracht. Entscheide dann, ob CrossFit das Richtige für dich ist. Vergiss nicht, dich beraten zu lassen, bevor du mit dem Training beginnst.

  • Meyer, J., Morrison, J., & Zuniga, J. (2017). The Benefits and Risks of CrossFit: A Systematic Review. Workplace Health and Safety. https://doi.org/10.1177/2165079916685568
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  • Choi EJ, So WY, Jeong TT. Effects of the CrossFit Exercise Data Analysis on Body Composition and Blood Profiles. Iran J Public Health. 2017;46(9):1292–1294.