Colon – Gesunde Nahrungsmittel zur Darmpflege

Das Colon oder auch Grimmdarm, befindet sich am Ende des Verdauungssystems und ist u.a. für die Ausscheidung der verdauten Lebensmittel zuständig hat aber auch große Auswirkungen auf unser Immunsystem.

Um Darmkrankheiten (kolorektales Karzinom, Polypen, Colitis, Divertikulitis, Reizdarm…) und deren Folgeerscheinungen zu vermeiden, stellen wir Ihnen gesunde und empfehlenswerte Nahrungsmittel vor.

Ballaststoffreiche Lebensmittel

Auf der Suche nach für den Darm gesunden Lebensmitteln denken wir als erstes an Ballaststoffe. Dabei ist nicht nur wichtig, raffinierte Produkte zu vermeiden, wir sollten auch Lebensmittel wählen, die natürliche statt nachträglich zugesetzter Ballaststoffe beinhalten. Vollkornbrot wird heutzutage zum Beispiel nicht mit Vollkornmehl hergestellt sondern mit Weißmehl, welchem danach Kleie zugesetzt wird. Deshalb sollten wir immer Lebensmittel wählen, die natürliche Ballaststoffe enthalten und so wenig wie möglich prozessiert sind.

Ballaststoffe in pflanzlichen Nahrungsmitteln:

  • frische Früchte und Trockenobst
  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Trockenfrüchte
  • Vollkorn: Brot, Korn (Reis, Hirse, Quinoa, Weizen) und Nudeln

Brot

Wasser

Wenn wir mehr Ballaststoffe aufnehmen, ist es wichtig auch den Wasserkonsum zwischen den Mahlzeiten zu erhöhen, da es sonst in den ersten Tagen wegen Flüssigkeitsmangel zu Verstopfung kommen könnte.

Wir sollten täglich mindestens 6 bis 10 Gläser Wasser trinken. Die benötigte Wassermenge hängt auch von unserem Alter ab und ob wir großen physischen Anstrengungen oder hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Auch manche Nierenkrankheiten oder Herzinsuffizienz können den Wasserhaushalt beeinflussen. In diesem Fall raten wir Ihnen ärztlichen Rat zu suchen.

Kalzium

In einigen Studien wurde festgestellt, dass Kalzium das Risiko für Darmkrebs reduzieren kann. Auch hier sind Lebensmittel mit natürlichem Kalzium und nicht künstlich angereicherte Produkte zu empfehlen. Wir können Kalzium in folgenden Nahrungsmitteln finden:

  • Sesam (Samen, in Tahin, Öl oder Gomasio…)
  • grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold, Brokkoli…)
  • Lachs
  • Sardinen
  • Mandeln (ganz oder als Getränk)

Vitamin D

Immer wenn wir von Kalzium sprechen beziehen wir uns gleichzeitig auf Vitamin D, da dieses unentbehrlich für eine korrekte Aufnahme von Kalzium ist. Außerdem kann damit auch Vorsorge gegen Darmkrebs geleistet werden.

Sonnenbad
Bei einem Sonnenbad produziert der Körper Vitamin D, deshalb wird dieses oft auch als Sonnenvitamin bezeichnet. Am besten genießen wir die Sonne kurz am frühen Morgen oder am späten Nachmittag.

Es gibt auch einige Nahrungsmittel, die Vitamin D enthalten:

  • Lachs
  • Makrele
  • Sardinen
  • Eier

Sollten Sie in einer Gegend leben, in der es ganzjährig nur wenig Sonnenschein gibt, können Sie sich überlegen, zeitweise Vitamin-D-Perlen einzunehmen.

Folsäure

Folsäure oder Vitamin B9 hilft dem Organismus u.a. neue Zellen zu bilden, sie ist während der Schwangerschaft besonders wichtig und trägt auch dazu bei, das Darmkrebsrisiko zu reduzieren. Folsäure ist in folgenden Nahrungsmitteln zu finden:

  • grünes Blattgemüse (Mangold, Brokkoli, Spinat)
  • Spargel
  • Erbsen
  • Linsen
  • Kichererbsen
  • Erdbeeren
  • Orangen
  • Papaya

Magnesium

Dieses Mineral wird vor allem bei der Behandlung von Verdauungsproblemen verwendet um die Darmtätigkeit zu regulieren, bei Reizdarm und auch um das Darmkrebsrisiko zu verringern. Wir sollten täglich Lebensmittel mit Magnesium zu uns nehmen:

  • Kakao
  • Kürbiskerne
  • Leinsamen
  • Sonnenblumenkerne
  • Mandeln
  • Cashewnüsse
  • Paranüsse
  • Weiße Bohnen
  • Erbsen
  • grünes Blattgemüse

Wir können auch zwei bis drei Monate lang ein Magnesiumpräparat einnehmen.

Nuesse

Vorsicht mit rotem und prozessiertem Fleisch

Auf manche Lebensmittel sollten wir besser verzichten, da sie Darmfäulnis erzeugen und uns langfristig vergiften können. Das trifft auf rotes und prozessiertes Fleisch zu. Entscheiden Sie sich lieber für biologisches Geflügelfleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte etc. Diese Nahrungsmittel versorgen uns mit den nötigen Proteinen und Energie.

Vorsicht mit Milchprodukten

Wenn Sie an Reizdarm leiden, sollten Sie nicht nur rotes Fleisch sondern auch alle Milchprodukte meiden. Sie können dies einen Monat lang ausprobieren und dann Milchprodukte wieder auf Ihren Speiseplan setzen. Wenn Sie diese nicht gut vertragen, wird Ihr Darm sofort reagieren.

Wir können in dieser Zeit auch pflanzliche Getränke zu uns nehmen.

Kuzu reguliert die Darmtätigkeit

Kuzu oder Kuzdu ist ein aus einer Wurzel hergestelltes Pulver, welches regenerierende und regulierende Eigenschaften hat und Erstaunliches für unseren Darm leisten kann. Wie verwenden wir Kuzu? Ein Löffel gemahlener Kuzu wird in einem Glas kalten Wasser aufgelöst, wobei darauf geachtet werden sollte, keinen Metall- sondern einen Holz- oder Porzellanlöffel zu verwenden. Danach erhitzen wir die Flüssigkeit langsam in einem Topf unter ständigem Umrühren. Nach ca. 2 Minuten ist der Kuzu-Brei fertig und muss nur noch abkühlen. Essen Sie Kuzu ein bis zweimal täglich zwischen den Mahlzeiten bis eine Besserung eintritt.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von chiot’s run und steffenz

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