Beipackzettel verstehen

9 Februar, 2020
In der Dosierungsanleitung von Medikamenten-Beipackzetteln wird die jeweilige Dosierung entsprechend des Behandlungsziels angegeben. Auch wenn du das Gefühl hast, du müsstest deine Dosis erhöhen oder verringern, solltest du dies nicht eigenmächtig tun, sondern immer deinen Arzt konsultieren.

Der Medikamenten-Beipackzettel ist die Gebrauchsinformation, die allen Arzneien beigelegt wird. Sie richtet sich an den Patienten und enthält alle Informationen über die Eigenschaften des Medikaments.

Es empfiehlt sich, den Beipackzettel zusammen mit der Arznei aufzubewahren. So kannst du im Zweifelsfall immer alles nachlesen. Ziel dieser Gebrauchsinformation ist die Aufklärung über die richtige Verwendung des Medikaments. Damit können die Behandlungsziele eingehalten werden.

Welche Informationen beinhaltet ein Beipackzettel?

Medikamente, Tabletten, Pillen - Beipackzettel lesen

Auf dem Beipackzettel sind alle wichtigen Informationen zur medizinischen Behandlung aufgeführt: Anwendungsgebiete, Dosierung, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Gegenanzeichen, Nebenwirkungen oder Behandlung unter bestimmen Umständen.

Außerdem sind alle Inhaltsstoffe aufgeschlüsselt sowie die genauen Angaben zur Einnahme, Verwendung und Lagerung.

Besonders wird im Beipackzettel auf die Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sowie Gegenanzeichen eingegangen. Zusätzlich ist eine Zusammenfassung der klinischen Daten, der pharmazeutischen Eigenschaften und der präklinischen Daten zur allgemeinen Sicherheit aufgeführt.

1. Beschreibung der Zusammensetzung im Beipackzettel

Im ersten Absatz eines Beipackzettels erscheinen die Informationen über die Wirkstoffe und sonstigen Bestandteile. Es werden die Substanzen mit ihrem Namen und der anteiligen Menge und Form benannt.

Die Wirkstoffe eines Medikaments haben, wie der Name schon sagt, therapeutische Wirkung, während die pharmazeutischen Hilfsstoffe nur als Träger dienen. Sie müssen aufgeführt werden. Denn bei manchen Menschen können sie Allergien oder Intoleranzen hervorrufen.

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2. Um welches Medikament handelt es sich und wofür wird es angewendet?

In diesem Teil stehen die Informationen über die Darreichungsform und das Erscheinungsbild des Medikaments.

Es wird auch erklärt, zu welcher Medikamentengruppe der Wirkstoff gehört; und in welcher Art und Weise er seinen Wirkstoff im Organismus entfaltet. Ferner sind die Krankheiten, für die es getestet und zugelassen wurde, aufgeführt.

3. Was man wissen muss, bevor man das Medikament einnimmt

frei verkäufliche Medikamente -Beipackzettel lesen

Nicht jeder kann jedes Medikament einfach so einnehmen. Deshalb ist es möglicherweise nötig, gewisse Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Es ist auch wichtig, die Dosierung je nach Fall anzupassen.

In diesem Abschnitt des Beipackzettels findest du eine Reihe von Prädispositionen oder Umständen, die berücksichtigt werden müssen, bevor man das Medikament einnimmt. Entsprechend werden folgende Punkte aufgeführt:

  • Dieses Medikament darf nicht eingenommen werden, wenn… Hier findest du die Umstände, unter denen man das Medikament nicht nehmen darf.
  • Vorsichtsmaßnahmen: Hier werden Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Einnahme des Medikaments aufgeführt.
  • Einnahme mit Nahrungsmitteln und Alkohol: In diesem Abschnitt erklärt der Beipackzettel, ob das Medikament zu den Mahlzeiten oder dazwischen eingenommen werden soll. Du erfährst auch, ob während der Behandlung auf Alkohol verzichtet werden muss.
  • Schwangerschaft: Hier stehen die entsprechenden Empfehlungen bezüglich einer Einnahme während der Schwangerschaft.
  • Stillzeit: Während der Stillzeit einzuhaltende Vorsichtsmaßnahmen sind hier erläutert.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen: Mögliche Beeinträchtigungen der Fahrtüchtigkeit oder beim Bedienen von Maschinen sind hier aufgeführt.
  • Einnahme zusammen mit anderen Medikamenten: Wechselwirkungen, die im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Einnehmen verschiedener Medikamente stehen, können eine verstärkte oder verringerte Wirkung eines der Medikamente zur Folge haben.

4. Dosierung

In diesem Teil des Beipackzettels ist die Dosierung je nach Behandlung aufgeführt. Auch wenn du das Gefühl hast, du müsstest deine Dosis erhöhen oder verringern: du solltest dies nicht eigenmächtig tun. Konsultiere immer deinen Arzt!

Es gibt Medikamente, bei denen die Dosierung je nach Person unterschiedlich ausfallen muss. So nehmen zum Beispiel Kinder oder Senioren oder auch Menschen mit Nieren- oder Leberproblemen eine geringere Dosis ein.

Dieser Abschnitt des Beipackzettels gibt Auskunft darüber, wie das Medikament einzunehmen ist. Du erfährst auch, was passiert, wenn du eine überhöhte Dosis genommen hast oder eine vergessen hast.

5. Beschreibung der Nebenwirkungen im Beipackzettel

Arzt verschreibt Antibiotikum - Beipackzettel lesen

Alle Medikamente können auf irgendeine Art und Weise Nebenwirkungen oder Gegenanzeichen provozieren. Dieser Abschnitt des Beipackzettels klärt über nicht gewünschte Reaktionen innerhalb unseres Organismus auf. Diese können bei der Einnahme des Medikamentes auftreten.

Normalerweise kann man davon ausgehen, dass keine Nebenwirkungen spürbar sind. Wenn doch, dann keine schwerwiegenden. In jedem Fall ist es jedoch angeraten, bei Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen den Arzt zu konsultieren.

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6. Aufbewahrung

Hier erfährst du, wie lange und wo du das Medikament aufbewahren kannst. Es ist wichtig, diesbezüglich die Feuchtigkeits- und Temperaturempfehlungen einzuhalten.

Abschließende Bemerkung zum Thema Beipackzettel

Es ist immer wichtig, den Beipackzettel aufmerksam zu lesen. Denn alle benötigten Informationen sind hier aufgeführt. Aber denk auch daran, im Zweifelsfall deinen Arzt oder Apotheker zu konsultieren. Und vor allem nimm Abstand davon, Eigendiagnosen zu stellen und dich selbst zu behandeln.

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