Behandlungen für vaskuläre Läsionen

Vaskuläre Läsionen auf der Haut stellen für Spezialisten eine Herausforderung dar. Einige dieser Veränderungen treten an sichtbaren Stellen auf, was für den Patienten unangenehm ist. Hier erfährst du, wie sie behandelt werden.
Behandlungen für vaskuläre Läsionen

Letzte Aktualisierung: 26. September 2021

Heutzutage ist die Lasertechnologie der Goldstandard für die Behandlung von Gefäßläsionen. Früher waren Verfahren wie die Sklerotherapie, bei der eine Lösung in das betroffene Blutgefäß gespritzt wird, die Behandlung der Wahl für vaskuläre Läsionen.

Die Sklerotherapie erfordert mehr Nachsorge als eine Laserbehandlung. Willst du mehr darüber erfahren? Im Folgenden sprechen wir über die Vorteile der Laserbehandlung bei verschiedenen Hautkrankheiten.

Vaskuläre Läsionen: Wie kommt es dazu?

Fast jeder hat irgendeine Art von Flecken auf seiner Haut. Diese Läsionen können entweder vaskulär oder pigmentiert sein. Sie werden durch die Ansammlung von Blutgefäßen verursacht, die wiederum durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden, wie zum Beispiel:

  • Sonnenschäden
  • Hautalterung
  • Die Einnahme von Medikamenten
  • Schwangerschaft
  • Angeborene Ursachen
Vaskuläre Läsionen - Eine Frau mit Besenreisern.
Sonnenschäden und Alterung sind Faktoren, die das Auftreten von vaskulären Läsionen beeinflussen.

Vaskuläre Läsionen: Wie funktioniert die Laserbehandlung?

Gefäßlaser haben Patienten geholfen, ihre Lebensqualität zu verbessern, da es sich um nicht-ablative und ambulante Behandlungen handelt.

Die Lasertechnologie basiert auf dem Prinzip der präzisen Erhitzung und des anschließenden Verschlusses von Blutgefäßen. Die Umwandlung der Energie, die die Absorption des vom Laser ausgestrahlten Lichts verursacht hat, erzeugt diese Wärme.

Die Laserbehandlung hilft, vaskuläre Läsionen präzise und sicher zu behandeln, indem sie reduziert oder beseitigt werden, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Allerdings kann es mehrere Monate dauern, bis die Läsion vollständig entfernt ist. Dies hängt von der Größe und dem Ausmaß der Gefäßerkrankung sowie von der Anzahl der behandelten Blutgefäße ab.

Vaskuläre Läsionen, die behandelbar sind

  • Feuermale
  • Teleangiektasien
  • Hämangiome
  • Erythema
  • Zivilisationsbedingte Poikilodermie
  • Venöse Seen
  • Rubinroter Naevus

Vaskuläre Läsionen, Krampfadern oder Besenreiser, die vor allem an den unteren Gliedmaßen auftreten, sind bei Erwachsenen keine Seltenheit. Insbesondere Frauen konsultieren oft einen Arzt, um sich diese aus ästhetischen Gründen entfernen zu lassen.

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Die wichtigsten Vorteile der Laserbehandlung

  • Zunächst einmal handelt es sich um eine nicht-chirurgische, minimal-invasive Behandlung. Das heißt, es ist kein direkter Kontakt mit dem zu behandelnden Bereich erforderlich.
  • Außerdem ist die Behandlung sehr schnell, denn die Sitzungen dauern nur 30 Minuten.
  • Sie ist sicher und bei diesem häufig auftretenden ästhetischen Problem sehr effektiv.
  • Die Patientin/der Patient kann ihren/seinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen und sogar Kosmetikprodukte verwenden.
  • Der Patient muss keine Kompressionsverbände an der behandelten Stelle anlegen.
  • Das ganze Bein oder der ganze Körper kann in einer Sitzung behandelt werden.
  • Das Risiko einer Hypopigmentierung ist gering, da das Melanin nur wenig beeinflusst wird.

Gibt es Nebenwirkungen?

Obwohl es in der Regel keine Komplikationen gibt, sind die häufigsten Nebenwirkungen Verbrennungen ersten und zweiten Grades, die nach etwa ein bis zwei Wochen verschwinden, ohne Narben zu hinterlassen.

Bei der Entfernung hämosiderotischer Pigmentierungen sind mehrere Sitzungen erforderlich, daher dauert diese Behandlung länger.

Nach der Sitzung können aufgrund des Eingriffs Ödeme oder Erytheme auf der Haut auftreten. Beide verschwinden innerhalb kurzer Zeit.

Vaskuläre Läsionen-Behandlung
Die beliebteste Behandlung für vaskuläre Läsionen ist der Laser. Er ist innovativ und hinterlässt kaum unerwünschte Folgeschäden.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Während des Eingriffs kann der Patient ein leichtes Unbehagen verspüren. Wenn der Arzt oder die Ärztin auf den zu behandelnden Bereich ein lokales Anästhetikum aufträgt, lässt sich dies aber relativ gut verhindern.

Empfehlungen für die Zeit nach der Behandlung

  • Zunächst einmal sollten die Patienten 3 bis 4 Wochen mit der Behandlung warten, wenn sie in den letzten Tagen der Sonne ausgesetzt waren.
  • Am besten trägst du keine zu enge Kleidung.
  • Verzichte auf sehr heiße Duschen, Schwimmbäder, Dampfbäder oder Saunabesuche und treibe in den Stunden vor dem Eingriff keinen Sport. Dadurch wird eine Gefäßerweiterung verhindert.
  • Halte dich nicht in der Sonne auf. Wenn du es doch tust, solltest du einen hohen Lichtschutzfaktor verwenden, bis der Bereich der behandelten Läsion seine normale Farbe wiedererlangt hat. Experten raten auch davon ab, die behandelte Haut im ersten Sommer nach der Behandlung ohne ausreichenden Lichtschutz der Sonne auszusetzen.

Es ist anzumerken, dass es sich nicht um eine dauerhafte Behandlung handelt, denn wenn du schlechte Gewohnheiten pflegst, eine genetische Veranlagung hast oder einen sitzenden Lebensstil führst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du neue Gefäßläsionen bekommst.

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