Alles über Gallengangatresie

24 März, 2021
Die Gallengangatresie verursacht Leberschäden und beeinträchtigt verschiedene Prozesse, die den Körper so funktionieren lassen, wie er es sollte.

Die Gallengangatresie ist ein chronisches und fortschreitendes Leberproblem. Sie macht sich kurz nach der Geburt bemerkbar. Die Gallengänge werden blockiert und die Galle kann die Leber nicht verlassen. Dadurch wird die Leber geschädigt, wodurch verschiedene lebenswichtige Körperfunktionen beeinträchtigt werden.

Wenn diese Erkrankung nicht behandelt wird, kann sie lebensbedrohlich sein. Erfahre alles über die Gallengangatresie in diesem Artikel!

Was verursacht eine Gallengangatresie?

Gallengangatresie

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Die Ursache der Gallengangatresie ist nicht genau bekannt. Viele Experten glauben, dass Kinder bereits mit einer Gallengangatresie geboren werden. Das würde bedeuten, dass die Veränderung der Gallengänge während der Schwangerschaft auftritt.

Andere sind hingegen der Meinung, dass die Krankheit erst nach der Geburt durch den Kontakt mit toxischen oder infektiösen Substanzen entsteht. Damit, ob die Mutter während der Schwangerschaft Medikamente eingenommen hat oder an Krankheiten litt, soll sie nicht zusammenhängen.

Ob es einen genetischen Hintergrund gibt, weiß man derzeit nicht. Im Allgemeinen ist es eher unwahrscheinlich, dass die Krankheit mehr als einmal innerhalb einer Familie vorkommt.

Alles über Gallengangatresie: die Symptome

Babys, die von dieser Krankheit betroffen sind, scheinen bei der Geburt oft gesund zu sein. Die Symptome der Krankheit entwickeln sich in den ersten zwei Lebenswochen bis -monaten. Die Symptome der Gallengangatresie können auch anderen Krankheiten oder Störungen ähneln.

Einige der möglichen Symptome sind:

  • Gelbsucht. Gelbfärbung der Haut und der Augen. Sie tritt aufgrund hoher und unregelmäßiger Bilirubinwerte im Blut auf, die auf Entzündungen, andere Leberzellanomalien oder Gallenwegsobstruktionen zurückgeführt werden können.
  • Dunkler Urin und blasser Stuhl.
  • Aufgedunsener Bauch und Gewichtsverlust.

Alles über Gallengangatresie: die Diagnose

Gallengangatresie

Wie oft sollte prinzipiell eine Blutuntersuchung durchgeführt werden?

Um die Krankheit diagnostizieren zu können, veranlassen Ärzte verschiedene Tests und Blutuntersuchungen.

Blutuntersuchungen

Bluttests messen die folgenden Parameter:

  • Leberenzyme. Erhöhte Leberenzymwerte können Ärzte auf eine Leberschädigung oder -verletzung aufmerksam machen. In diesem Fall gehen die Enzyme ins Blut über.
  • Bilirubin. Das von der Leber produzierte Bilirubin wird in die Galle ausgeschieden. Hohe Bilirubinwerte deuten oft auf eine Behinderung des Gallenflusses oder einen Fehler bei der Verarbeitung von Gallenflüssigkeit in der Leber hin.
  • Albumin und Gesamtprotein. Unterdurchschnittliche Werte werden mit chronischen Lebererkrankungen in Verbindung gebracht.
  • Gerinnungstests. Prothrombinzeit (PT) und partielle Thromboplastinzeit (PTT) messen die Zeit, die das Blut zur Gerinnung benötigt. Eine Schädigung der Leberzellen und eine Blockierung der Gallenwege können den Blutgerinnungsprozess stören.
  • Blutkultur. Es wird geprüft, ob eine durch Bakterien verursachte Blutinfektion vorliegt, die die Leber befallen kann.

Diagnostische Bildgebung

Folgende bildgebende Tests werden von Ärzten üblicherweise durchgeführt:

  • Abdomen-Ultraschall. Ein diagnostisches Bildgebungsverfahren, das hochfrequente Schallwellen nutzt. Mediziner können Ultraschalluntersuchungen durchführen, um Bilder von Leber, Gallenblase und Gallengängen zu erhalten.
  • Hepatobiliärer Scan (HIDA). Dafür injiziert man ein radioaktives Isotop in die Vene. Wenn das Isotop von der Leber in den Darm gelangt, öffnen sich die Gallengänge. So kann der Arzt bestätigen, dass keine Gallengangatresie vorliegt.
  • Leberbiopsie. Hierbei entnimmt der Arzt eine Probe des Lebergewebes. Dieses wird anschließend untersucht, um eine Gallengangatresie von anderen Leberproblemen zu unterscheiden.
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