8 Hinweise auf eine Nierenstörung

29 Januar, 2019
Nierenstörungen verursachen im Anfangsstadium meist nur wenige Symptome, doch es gibt Anzeichen, die man beachten sollte, um diese frühzeitig zu entdecken. Dazu gehören beispielsweise Flüssigkeitsretention oder veränderter Harn.

Die Nieren sind dafür zuständig, Schadstoffe aus dem Blut zu filtern, damit diese über den Harn ausgeleitet werden können. Es gibt Hinweise auf eine Nierenstörung, die du kennen solltest.

Schätzungsweise erreichen diese in einem Jahr die Größe einer Faust. Täglich werden 190 Liter Blut verarbeitet, um bis zu zwei Liter Wasser auszuscheiden.

Darüber hinaus spielen die Nieren auch in der Regulierung des Blutdrucks eine bedeutende Rolle. Außerdem produzieren sie verschiedene Hormone, die für unser allgemeines Wohlbefinden sorgen.

Ein Übermaß an Schadstoffen kann jedoch dazu führen, dass die Funktionstüchtigkeit der Nieren beeinträchtigt wird und mit der Zeit eine schwerwiegende Nierenstörung entsteht, was wiederum zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führt.

Besonders besorgniserregend ist, dass es sich meist um „stille Beschwerden“ handelt, das heißt, dass im Anfangsstadium keine Symptome vorhanden sind oder diese mit allgemeinen Beschwerden verwechselt werden.

Es gibt jedoch verschiedene, sehr klare Anzeichen, die helfen können, bei Beschwerden aufmerksam zu werden und die richtigen Maßnahmen einzuleiten. 

Anschließend nennen wir 8 dieser sehr wichtigen Anzeichen für eine Nierenstörung. Erfahre mehr darüber.

1. Veränderte Harngewohnheiten

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Veränderte Harngewohnheiten treten meist dann auf, wenn etwas mit den Nieren nicht in Ordnung ist.

Wer das Bedürfnis hat, ständig auf die Toilette zu gehen, oder wenn die Anzahl der Toilettenbesuche deutlich reduziert ist, ist dies ein Anzeichen dafür, dass die Nieren nicht richtig funktionieren.

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2. Verändeter Harn

Auch Veränderungen von Farbe, Geruch oder Konsistenz des Harns sind wertvolle Hinweise darauf, dass etwas mit den Nieren nicht stimmt.

Wenn die Farbe gelblicher als normal ist, Blut oder unangenehme Gerüche vorhanden sind, solltest du einen Arzt aufsuchen, um eine Diagnose stellen zu lassen.

Meist ist die Ursache dafür zwar eine Harnwegsinfektion, doch es ist ratsam, die notwendigen Untersuchungen durchzuführen, um ernstere Probleme auszuschließen.

3. Flüssigkeitsretention

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Da dieses Organ für die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts zuständig ist, kann eine Störung zur Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe oder einem Ödem führen.

Wenn die Fähigkeit, Flüssigkeiten und Schadstoffe zu filtern reduziert ist, kann es zu Entzündungen und zu Schwellungen im Gesicht, den Beinen und Knöcheln oder auch anderen Körperstellen kommen.

4. Müdigkeit und Erschöpfung

Die Nieren produzieren ein Hormon, das unter dem Namen Erythropoietin bekannt ist und bei der Bildung roter Blutkörperchen mitwirkt.

Diese spielen beim Transport von Sauerstoff zu den Zellen eine bedeutende Rolle.

Deshalb kann eine Nierenstörung dazu führen, dass Blutarmut entsteht und in der Folge Müdigkeit und Erschöpfung.

Wenn die Körperzellen weniger Sauerstoff erhalten, kann dies ein Grund für Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme sein.

5. Rücken- und Nierenschmerzen

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Patienten mit Nierenstörungen, insbesondere ältere Personen, haben oft Schmerzen im unteren Rückenbereich, in der Gegend der Nieren.

Es könnte sich zwar auch um ein Muskelproblem handeln, doch sehr häufig steckt eine Nierenstörung hinter diesen Beschwerden. 

Bei Nierensteinen oder Harnwegsinfektionen kann es ebenfalls zu intensiven Schmeren im Lendenbereich kommen, die sich bis in die Leistengegend auswirken.

6. Seltsamer Geschmack im Mund

Die Ansammlung von Schadstoffen im Blut bei Nierenstörungen kann bewirken, dass sich im Mund ein seltsamer, metallischer Geschmack bildet und es auch zu Mundgeruch kommt.

Manche Patienten verlieren die Lust, Fleisch zu essen oder essen im Allgemeinen weniger als gewöhnlich.

7. Hautbeschwerden

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Viele ignorieren dies zwar, doch eine gesunde Haut hängt ebenfalls von einer korrekten Sauerstoffversorgung und Schadstoffreinigung durch die Nieren ab. 

Wenn die Nieren die Schadstoffe nicht korrekt aus dem Blut filtern, kann es deshalb zu verschiedenen Hautbeschwerden kommen, die sich insbesondere im Gesicht bemerkbar machen. 

Manchmal werden die Hautveränderungen von Juckreiz oder allergischen Symptomben begleitet.

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8. Bluthochdruck – ein Symptom für eine Nierenstörung

Erhöhtem Blutdruck können verschiedene Faktoren zugrunde liegen, wobei die Gesundheit der Arterien und des Herz-Gefäß-Systems gefährdet ist.

In diesen Fällen ist es sehr wichtig zu wissen, dass Flüssigkeitsretentionen auch zu einem erhöhten Blutdruck führen können. 

Sowohl chronische Niereninsuffizienz als auch Glomerulonephritis erhöhen das Risiko für Bluthochdruck.

Dieser kann auch durch eine Verengung der Nierenarterie, die auch als Stenose bezeichnet wird, verursacht werden. Dabei kommt es zur teilweisen Verstopfung der Nierenarterie, die dafür verantwortlich ist, das Blut in die Nieren zu leiten.

Ahnst du, dass mit deinen Nieren etwas nicht in Ordnung ist? Du solltest frühzeitig einen Arzt aufsuchen, um ernste Komplikationen zu verhindern!

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