7 Tipps, um Ihr Gehirn fit zu halten

12 August, 2014
Beim Speichern der Erinnerung formen sich neuronale Verbindungen, die das Gehirn vor frühzeitiger Alterung schützen. Auch körperliche Bewegung, eine gesunde Ernährung sowie die adäquate Kontrolle von Emotionen sind von großer Wichtigkeit.

Unser Gehirn ist nicht nur eine perfekt funktionierende Maschine, die aus Neuronen und Gliazellen besteht, es beinhaltet einen wichtigen Schatz aus Erfahrungen und Erinnerungen, die einen Großteil unserer Persönlichkeit ausmachen. Das Gehirn ist eine faszinierende große Truhe, die jeden Tag mit neuen Dingen befüllt wird und die man laufend herausfordern und „bei Laune“ halten sollte, da sie der Hauptmotor unserer Gesundheit ist.

Um unser Gehirn richtig zu pflegen, sollten wir jeden Tag die passenden Maßnahmen ergreifen, und uns bestimmte Ernährungs- und Verhaltensgewohnheiten aneignen, die dafür sorgen, dass unsere grauen Zellen funktionieren und bestimmte Krankheiten gar nicht oder erst sehr spät auftreten. 

Unser hektischer Lebensstil bringt viele Dinge mit sich, die man vermeiden kann, wie beispielsweise Stress, Bluthochdruck, einen hohen Cholesterinspiegel und Fettleibigkeit. Unter diesen Problemen leidet nicht nur das Nervensystem, auch einfache Kopfschmerzen können durcheinen harten Tag mit viel Stress und Anspannung verursacht werden. Auch diese ersten Anzeichen sollten beachtet werden.

Wir sollten auf die täglichen kleinen Sorgen achten, die unter anderem auch das Gefühl von „es liegt mir auf der Zunge“ mit sich bringen können  und ebenfalls das Unvermögen, sich an die jeweilige Sache zu erinnern. Diese kleinen Beschwerden können wir verbessern, indem wir unsere  „kognitive Reserve“ stärken und uns mentale Strategien ausdenken, die uns durch den Tag helfen. Also, was halten Sie davon, wenn wir diese einmal kurz auflisten?

Wertvolle Tipps für die Gehirnpflege

1.) Auf unsere kognitive Reserve achten

Familie

Alles was wir erlebt haben, auch Dinge, die wir erlitten haben, sind Teil unseres Gedächtnisspeichers. Sie bilden den Grundstein für unsere Erinnerungen und Emotionen, auf diese Weise lernen wir und treffen unsere täglichen Entscheidungen.  Dies nennt sich kognitive Reserve. Wir müssen diese gegen die vorzeitige Alterung schützen und dafür sorgen, dass unser Gehirn gestärkt wird und sich unsere Neuronen weiterhin neu vernetzen und verbinden, denn je mehr solcher Verbindungen wir aufbauen, desto erfolgreicher können wir mögliche Erkrankungen abwehren. Daher ist es wichtig immer wieder zu experimentieren und jeden Tag neue Dinge zu lernen.

 2.) Achten Sie auf Ihre Ernährung

Nueces

Unser Gehirn ist ein Organ, das viel Energie benötigt, nämlich ca. 20% bis 30% der gesamten Kalorien, die wir zu uns nehmen. Trotzdem sollten wir sehr fettige Speisen meiden und auf so weinig wie möglich verarbeitete Lebensmittel zurückgreifen, da wir sonst die Gesundheit unseres Gehirns gefährden könnten. Ernährungswissenschaftler empfehlen die Aufnahme der folgenden Substanzen, die in diesen Lebensmitteln enthalten sind:

  • Tryptophan: Wichtig für die Lernfähigkeit, in Lebensmitteln wie Fisch, Eiern, Trockenfrüchten, Bananen, Ananas und Avocado enthalten.
  • Cholin: Soja und Eier sind sehr reich an diesem essenziellen Nährstoff, der für die Weiterleitung der Nervenimpulse an die Muskeln zuständig ist.
  • L-Glutamin: Zur Bildung von  Gamma-Aminobuttersäure (GABA) im Gehirn. Es hilft uns dabei, gute Laune zu haben und uns besser zu fühlen. Wir finden es in Sesamsamen und Sonnenblumenkernen.
  • Flavonoide: Sind wichtig für die Synapsen der Neuronen, verhindern ihre Alterung und verbessern die Merkfähigkeit. Flavonide finden sich in Bohnen, Schokolade und Rotwein. 
  • Alpha-Liponsäure: Ist essenziell für Neuronen, bekämpft Stress und neutralisiert freie Radikale. Sie ist in grünem Gemüse wie Spinat, Salat, Kohl und Brokkoli enthalten.
  • Vitamin E: Ist wichtig, da es uns dabei hilft unsere Nervenfunktionen zu stärken und die Oxidation der neuronalen Membranen verhindert. Es ist in Curry, Spargel, Avocado, Nüssen, Erdnüssen, Oliven und Olivenöl enthalten.

 3.) Sportliche Betätigung

Sport ist sehr empfehlenswert für die Gehirnaktivität, es gibt Studien, die besagen, das Sport Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson verhindern oder verzögern kann. Es reicht dabei, eine Stunde  am Tag zu Fuß zu gehen, Fahrrad zu fahren, zu schwimmen… jede täglich ausgeführte körperliche Aktivität fördert die Verbindung unserer Neuronen.

 4.) Besseres Stressmanagement

Emotionserziehung

Wissen Sie, was der schlimmste Feind Ihrer Gehirngesundheit ist? Der Stress. Unser hektischer Lebensstil, unsere täglichen Pflichten, der Druck, die Anspannung… füllen uns mit Giftstoffen und blockieren unsere Gehirnfunktion. Unser Gewebe oxidiert und das Gehirn altert früher als nötig. Daher ist es wichtig, die Dinge ruhig anzugehen, hauptsächlich positiv zu denken und andere Sichtweisen anzunehmen, die uns erlauben uns selbst  und unsere körperliche und geistige Gesundheit mehr zu schätzen.

5.) Das soziale Umfeld

Es ist wichtig, ein soziales Netz aus Freunden und Familienmitgliedern zu haben, die um uns herum sind und die für gemeinsame Erfahrungen, Gespräche, Aufmunterungen, Stimulationen, Illusionen und Projekte sorgen. Das Leben wird dadurch reicher und unser Gehirn „ernährt“ sich von diesen Quellen, die dafür sorgen, dass unser Erfahrungsschatz größer wird, und die kognitive Reserve sich festigt. So bleibt Ihr Gehirn länger jung und in Form.

 6. ) Mindestens sieben oder acht Stunden Schlaf

Katzen können uns zeigen wie man schläftD

Schlaf ist eine der wichtigsten Ressourcen für den Körper und für das Gehirn, gerade unser Gehirn benötigt ihn um seine Aufgaben erfüllen zu können, so wie die Organisation von Gedanken und Erfahrungen, deren Speicherung, Katalogisierung und Einordnung … das Gehirn ist nachts sehr aktiv, kann seine Aufgaben tagsüber allerdings nur lösen, wenn es gut ausgeruht ist.

 7. ) Kognitive Stimulation

Abgesehen von der körperlichen Betätigung benötigt das Gehirn auch seine eigenen Aktivitäten und täglichen Herausforderungen, die es jung halten.  Wie wäre es mit einer Partie Schach mit einem Freund oder Familienmitglied? Oder einem Kreuzworträtsel oder einer Runde Sudoku? Oder hätten Sie mehr Lust dazu, ein Tagebuch anzufangen, indem Sie Ihre täglichen Erfahrungen niederschreiben? Es sind die kleinen Handlungen und  Herausforderungen, die unser Gehirn und seine Gesundheit fördern – fangen Sie damit an, es ist ganz einfach!

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