7 Anzeichen für ein Gebärmutterfibrom

· 9 Januar, 2018
Zwar sind Fibrome meist ungefährlich, doch du solltest bei diesen Anzeichen trotzdem einen Arzt aufsuchen!

Ein Gebärmutterfibrom ist eine gutartige Wucherung des Bindegewebes, das sich oft innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutterwand entwickelt, jedoch auch an anderen Stellen entstehen kann.

Diese Wucherungen sind meist gutartig, das Risiko für eine Krebserkrankung ist jedoch bei einem Gebärmutterfibrom erhöht. Du solltest dich auf jeden Fall von einem Frauenarzt untersuchen lassen, wenn die im Anschluss genannten Anzeichen auftreten. 

Was ist ein Gebärmutterfibrom?

Oft sind die Wucherungen sehr klein und viele Frauen sind sich gar nicht bewusst, dass sie daran leiden, da keine Beschwerden entstehen.

Wenn das Fibrom jedoch größer wird, können verschiedene Probleme auftreten. Zu Anzeichen für ein Fibrom kommt es meist, wenn

  • sich mehrere Fibrome gleichzeitig im Organismus entwickelt haben oder
  • sich das Fibrom in einem besonders empfindlichen Bereich befindet.

Je größer die Wucherung, desto stärker die Symptome.

Du solltest folgende Anzeichen beachten, um gegebenenfalls ein Gebärmutterfibrom zu erkennen und dich ärztlich untersuchen zu lassen:

1. Beschwerden mit der Blase

Gebärmutterfibrom und Blase

Beim ersten Auftreten dieser Symptome muss kein Zusammenhang mit einem Gebärmutterfibrom bestehen.

Wenn sich ein Fibrom in der Außenwand des Uterus in der Nähe der Blase bildet, kann es auf die Blase drücken und diese einengen. In der Folge kommt es häufiger zu Harndrang.

Das Gebärmutterfibrom kann jedoch auch zur Folge haben, dass trotz voller Blase keine normale Harnentleerung stattfinden kann. Dies führt zu Unwohlsein und kann gefährlich werden.

Wenn du häufig auf die Toilette musst und die Blase trotzdem nicht ausreichend entleeren kannst, solltest du dich untersuchen lassen.

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2. Rektaler Druck

Ein Gebärmutterfibrom kann auch Druck auf den Darm ausüben und zu Beschwerden führen. Bei Druck auf das Rektum hat man ständig das Gefühl eines vollen Magens. 

Die Nahrung kann im Darm nicht richtig bewegt und nicht richtig ausgeschieden werden. Dies kann auch zu Hämorrhoiden führen.

Auch andere Krankheiten könnten sich dahinter verstecken. Lasse dich von deinem Frauenarzt untersuchen, um dir Klarheit zu verschaffen, insbesondere dann, wenn auch andere Familienmitglieder an Fibromen leiden.

3. Unwohlsein oder Beckenschmerzen

Schmerzen bei Gebärmutterfibrom

Ein besonders großes Gebärmutterfibrom führt häufig zu Beschwerden oder Schmerzen im Beckenbereich. 

  • Für manche Frauen ist dies sehr unangenehm. Vor allem dann wenn sie sich bücken oder hinlegen können die Schmerzen intensiv sein.
  • Bei anderen Frauen äußert sich das Gebärmutterfibrom durch ein Schweregefühl oder ein Völlegefühl.
  • Selten kommt es zu akuten, sehr intensiven Schmerzen im Beckenbereich. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Fibrom sehr groß wird.

Fibrome können auch zu Infektionen des Blutes oder des umliegenden Gewebes und zu Fieber führen.

4. Rückenschmerzen

Auch Rückenschmerzen können auf ein Gebärmutterfibrom hinweisen. Wenn sich das Fibrom in der Uteruswand entwickelt und sich nach außen vergrößert, kann es auf die Nerven im Rückenmark Druck ausüben und die Muskeln im Rücken schädigen.

Aufgrund des Drucks können schwere Schäden im Rücken entstehen, die alltägliche Tätigkeiten einschränken können. Zusätzlich können die Beschwerden auch zusammen mit den oben bereits genannten Symptomen auftreten.

5. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr durch Gebärmutterfibrom

Manche Frauen leiden an Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, dies hängt von der Größe und der Lage des Gebärmutterfibroms ab. 

Es kann bei sexuellen Beziehungen zu starkem Unwohlsein oder Schmerzen kommen, die von der Stellung abhängen und zu bestimmten Zeiten intensiver sein können.

In diesem Fall solltest du mit deinem Partner darüber spechen, damit er sich keine unnötigen Sorgen macht.

6. Starke Menstruationsblutung

Eines der häufigsten Warnsignale für Fibrome ist eine verstärkte Menstruationsblutung. In kurzer Zeit nimmt der Blutfluss stark zu und führt zu großem Unwohlsein.

Es kommt nicht nur zu einem großen Blutverlust, sondern auch zu Schmerzen oder Krämpfen, die nur schwer zu behandeln sind.

Wenn deine Monatsblutung stark zunimmt oder plötzlich Schmerzen verursacht, solltest du schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Frauen, die unter starken Menstruationsblutungen leiden, neigen in der Regel zu Anämie. Dabei wird man schnell müde, fühlt sich schwach und leidet oft unter Kopfschmerzen.

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7. Verlängerte Monatsblutungen oder Schmierblutungen zwischendurch

Die Monatsblutung ist oft nicht nur stärker, sondern hält auch länger an, wenn ein Gebärmutterfibrom vorhanden ist. Die Blutungen können länger als 7 Tage anhalten, es kann auch zu Schmierblutungen zwischen der Menstruation kommen. Oft machen sich dabei auch Krämpfe und starke Schmerzen bemerkbar.

All diese Symptome können auf ein Gebärmutterfibrom hinweisen.

Du solltest mindestens einmal im Jahr eine Kontrolluntersuchung von einem Gynäkologen durchführen lassen. Wenn du jedoch Symptome verspürst, solltest du gleich zum Arzt gehen, um dir Klarheit zu verschaffen.

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