6 Tipps für bessere Nerven

18 August, 2014
Sonnenlicht liefert nicht nur wertvolles Vitamin D, das wichtig für die Kalziumaufnahme in den Knochen ist, es reguliert auch das Nervensystem.

Das Nervensystem ist eines der wichtigsten und komplexesten Systeme in unserem Organismus. Es sorgt dafür, dass wir auf innere und äußere Reize reagieren (durch unsere Sinne) und diesen mit verschiedenen körperlichen Reaktionen antworten.

Das Nervensystem steuert die wichtigsten Vitalfunktionen (Atmung, Herzschlag, Hunger, Durst, Haltung) sowie unsere Emotionen (Freude, Traurigkeit), deshalb sind starke Nerven für eine gute Lebensqualität wichtig.

Drei sehr vorteilhafte Nahrungsmittel

Es gibt Nahrungsmittel, die unser Nervensystem positiv beeinflussen:

  • Bierhefe: Dank der vielen Vitamine aus der B-Gruppe stärkt Bierhefe das Nervensystem und kann damit Depressionen, Nervosität, Stress, Apathie und Appetitmangel beseitigen. Wir können Bierhefe als Pulver mit Saft und Joghurt, oder in Tablettenform einnehmen, falls Ihnen der leicht bittere Geschmack nicht zusagt.
  • Haferflocken: Dieses köstliche Getreide wirkt ausgleichend auf das Nervensystem, beruhigt und reduziert Nervosität, sowie Schlaflosigkeit auch bei Kindern. Zudem fördern sie die kognitive Entwicklung. Interessanterweise beruhigt das Getreide die Nerven, obwohl es gleichzeitig Energie liefert. Wir können es gekocht, süß , herzhaft, mit Milch und Zimt oder auch in Gemüsecremesuppen essen. Auch Hafermilch schmeckt gut.

Haferflocken

  • Bei Pollen handelt es sich um ein sogenanntes Superfood. Er gleicht den PH-Wert des Blutes aus und unterstützt durch das enthaltene Vitamin B die Funktion des Nervensystems. Nehmen Sie jeden Morgen einen Teelöffel Pollen mit ein wenig Wasser, Saft oder Joghurt.

Magnesium

Störungen des Nervensystems wie Schlaflosigkeit, Nervosität, Hyperaktivität, Unruhe und Panikattacken können auch ein Symptom von Magnesiummangel sein.

In diesen Fällen wird empfohlen, mehr von den hier genannten Nahrungsmitteln zu essen, und zwar täglich:

  • Kakao: Die reine schwarze Schokolade enthält fast 500 mg Magnesium pro 100g
  • Dunkelgrünes Blattgemüse: Grünkohl, Kopfsalat, Spinat
  • Früchte: Bananen, Aprikosen, Avocado, Pfirsich, Pflaume
  • Nüsse: Mandeln, Cashew-Nüsse, Haselnüsse, Walnüsse
  • Hülsenfrüchte: Erbsen, Linsen
  • Samen
  • Getreide: Brauner Reis, Hirse, Hafer
  • Kürbis
Schokolade
Schokolade ist eine wunderbare Magnesiumquelle und enthält 146 mg Magnesium pro 100 g

Sie können auch ein Magnesiumpräparat zu sich nehmen. In diesem Fall nehmen Sie insgesamt ca. 3 g pro Tag ein, am besten in Tablettenform und auf den Tag verteilt, damit der Körper das Mineral gut absorbieren kann. Die korrekte Dosis ist also 1 g pro Hauptmahlzeit.

Heilpflanzen

Folgende Pflanzen wirken beruhigend und stimulieren das Nervensystem. Sie können diese als Aufguss oder als Extrakt zu sich nehmen, oder die entsprechenden ätherischen Ölen als Raumduft oder zur Verwöhnung Ihrer Haut benutzen:

  • Melisse
  • Ginkgo Biloba
  • Hypericum (Johanniskraut)
  • Basilikum
  • Lavendel
  • Passionsblume

Sonnenlicht

Sonnenlicht ist ein wunderbarer Regulierer des Nervensystems und versorgt uns schnell mit Vitamin D. Um von diesen Vorzügen profitieren zu können, sollten Sie die Sonne täglich zehn bis fünfzehn Minuten auf sich wirken lassen, am besten bei Sonnenauf- oder -untergang.

Barfuß in der Natur laufen

Für das Nervensystem ist es sehr gesund, wenn wir barfuß auf nasser Erde, auf Gras mit Tau, am Sandstrand, im Fluss oder am Meer spazieren, und dies für mindestens eine halbe Stunde am Tag. Diese Methode stimuliert unser Nervensystem auf natürliche Weise. Außerdem hilft sie, die elektromagnetische Belastung, die durch den Einsatz von elektronischen Geräten entsteht, zu minimieren. Probieren Sie es ruhig einmal aus, Sie werden sich schon am ersten Tag wohl dabei fühlen.

Wassertherapie

Wasser unterschiedlicher Temperatur hilft uns dabei, unser Nervensystem in Einklag zu bringen. Wir können verschiedene Wassertherapien ausprobieren:

  • Kalte, feuchte Abreibungen: Hierfür nehmen Sie ein gut ausgewrungenes Handtuch, das nicht zu trocken sein darf. Reiben Sie in Richtung Hand – Oberarm, Fuß – Leiste, Oberkörper. Führen Sie die Abreibungen schnell durch und ziehen Sie sich danach warm an, so dass die Wärme auch anhält.
  • Wechselbäder für die Arme: Legen Sie die Arme abwechselnd in heißes und kaltes Wasser. Das letzte Bad sollte kalt sein. Insgesamt sollten die Wechselbäder ca. knapp 30 Sekunden lang durchgeführt werden.
  • Generell ist es immer empfehlenswert, die Dusche mit kaltem Wasser abzuschließen. Den Kopf sparen wir dabei aus.
  • Auch Bäder mit Magnesiumsulfat (ca. 100 g pro Bad) können sehr entspannend und vitalsierend sein.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von  MGF/Lady Disdain y John Loo

Auch interessant