5 Schritte der Vergebung

· 2 November, 2016
Lerne zu vergeben, um dich von negativen Gefühlen zu befreien und deinen Weg zu gehen!

Vergebung ist oft ein schwieriges Unterfangen. Wenn du die Schmerzen zurücklässt, können deine Wunden heilen und deine Seele muss die Last des Schadens nicht mehr ertragen.

Es reicht, den Schmerz einmal zu ertragen, lass ihn zurück. Was bringt es dir, diesen mit dir herumzuschleppen? Denke nicht immer wieder an den dir zugefügten Schmerz und das verursachte Leid, befreie dich davon und blicke nach vorne.

In unserem heutigen Beitrag findest du 5 Möglichkeiten, Vergebung zu schenken, um auf deinem Lebensweg vorwärts zu kommen. Du benötigst dafür Mut, Liebe und Verständnis.

1. Erkenne, dass die fehlende Vergebung dein Leben beeinträchtigt

Akzeptiere und verstehe, dass dir jemand weh getan hat und dass du daran leidest. Entscheide dich für die Vergebung, du hast es dir verdient. Es geht nicht um die Person, die dir den Schaden zugefügt hat, sondern nur um dich selbst.

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Schmerzen verursachen schlechte Laune, Verbitterung und Groll. Du solltest lernen, mit deinen Gefühlen umzugehen, damit die Vergebung ehrlich und echt ist. Nur so kannst du Druck von dir nehmen.

Bewahre die Ruhe, um mit Ärger und Stress besser umgehen zu können. Denke an Dinge, die dir helfen, innere Ruhe zu finden, beispielsweise an eine geliebte Person oder eine aufbauende Landschaft. Ersetze negative Bilder durch positive.

Verleugne die Situation nicht, versuche dich ihr zu stellen. Man kann dich nur verletzen, wenn du dies zulässt. Lasse emotionale Lasten in der Vergangenheit zurück und blicke nach vorne.

2. Möchtest du wirklich weiterhin nicht vergeben?

Darüber nachzudenken ist ein sehr wichtiger Schritt. Analysiere und visualisiere alles gründlich und nimm dann Abschied von deinen negativen Gefühlen, um dich dir selbst zu widmen. 

Vergebung bedeutet nich Vergessen, denn manche Dinge kann und soll man nicht vergessen. Du solltest dich jedoch vergewissern, dass Wut und Groll dein Leben nicht beeinflussen.

Vergebung bedeutet nicht, der anderen Person, sondern dir selbst zu helfen. Dies ist nötig um vorwärts zu gehen. Nur du selbst bist für deine Taten und Entscheidungen verantwortlich. Lass nicht zu, dass dir jemand weh tut und dann Macht über dich ausübt.

Wähle den weniger schmerzlichen Weg. Hürden zu überwinden bedeutet nicht, dieser Person wieder über den Weg laufen oder das Geschehene zu rechtfertigen.

Vergeben bedeutet, der für das Leid verantwortlichen Person die Macht zu ehmen, damit sie dir nicht weiterhin weh tun kann, und Geschehenes in der Vergangenheit zurückzulassen.

3. Drücke deine Gefühle aus

Befreie deine Gefühle und erkläre der Person, was du empfindest. Du musst ihr dabei nicht ins Gesicht schauen, wenn dir das weh tut. Vergiss nicht, dass du alles für dich selbst tust.

Ordne deine Gedanken bevor du mit der Person sprichst, denke darüber nach, was genau du ihr sagen möchtest.

Versuche, nichts für dich zu behalten, bis du Erleichterung verspürst. Sag, warum du dich schlecht fühlst oder schreibe, was du empfindest, egal ob es sich um Groll, Ärger, Trauer usw. handelt.

Kümmere dich nicht so sehr darum, ob du Grenzen überschreitest, sondern versuche, deinen Schmerz auszudrücken.

Du kannst auch eine Brief schreiben, wenn dir dies einfacher fällt, auch wenn du diesen nie abschickst. Der Brief ist für dich, um deine Schmerzen zu bewältigen, du kannst ihn aufbewahren oder verbrennen. Die Entscheidung liegt ganz bei dir.

Du musst dir selbst darüber klar werden, dass du Respekt verdient hast und negative Aspekte der Person, die dir weh getan hat, auch ausdrücken musst.

4. Akzeptiere deine Fehler

Du birgst in dir zerstörerische Emotionen, da du nicht fähig bist, zu vergeben: Demütigung, Ablehnung und Enttäuschung. Akzeptiere diese Gefühle und versuche dich in den Menschen hineinzuversetzen, der dir Leid angetan hat.

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Manchmal verurteilen wir andere und sind uns nicht bewusst, dass wir gleich gehandelt hätten. Einfühlungsvermögen kann dir helfen, doch Bitterkeit zerstört dich nur.

Denke darüber nach, ob es sich tatsächlich lohnt oder ob du der ganzen Sache vielleicht zu viel Aufmerksamkeit und Energie schenkst.

Es ist nicht notwendig, Werte, Meinungen, Ansichtsweisen oder Gefühle zu teilen, du musst sie auch nicht rechtfertigen. Lerne zu verstehen, dass Menschen weitaus mehr als nur ihre Handlungen sind und sich irren können.

5. Überwinde die Situation

Gehe weiter und schaue nicht zurück. Sei dir darüber bewusst, dass Vergebung nicht von heute auf morgen erfolgen kann. Es handelt sich um einen Prozess, der Zeit benötigt. Wie lange das geht ist bei jedem unterschiedlich.

Nur du weisst, wie lange du brauchst, um deinen Weg fortzusetzen und alles, was geschehen ist, zu akzeptieren und zurückzulassen. Halte nicht an negativen Gefühlen fest, befreie dich durch Vergebung und gehe deinen Weg!

  • Kämmerer, A. (2007). Vergeben: Eine Quelle von Wohlbefinden. In Therapieziel Wohlbefinden. Ressourcen aktivieren in der Psychotherapie TT - Forgiving: A source of well-being. https://doi.org/10.1007/978-3-642-13760-0
  • Jackob, N. (2009). Vergessen oder Vergeben? Communicatio Socialis. https://doi.org/10.1128/MCB.24.10.4384