5 Dinge über die Angst

Tritt Angst in irrationalen Situationen oder unverhältnismäßig groß auf, so spricht man von Angststörung oder Angsterkrankung, welche behandelt werden sollte.

In diesem Text geht es nicht um die natürliche Angst, die eine Schutzreaktion des Körpers vor realen Gefahren ist, sondern um die psychische Erkrankung der Angststörung oder Angsterkrankung.

Leidest du darunter, so solltest du einen Psychologen aufsuchen und eine Lösung für dein Problem erarbeiten.

Angst ist nicht immer normal!

Angst gehört zum Leben, sie schützt uns und unser Leben. Doch wer an einer Angststörung leidet, erfährt für Außenstehende nicht nachvollziehbare Ängste, die das Leben Betroffener nicht nur durch dazugehörige und mögliche Begleiterscheinungen stark einschränken können.

Man geht davon aus, dass eine Angststörung – nach der Depression – die zweithäufigste psychische Erkrankung ist. Nicht alle Fälle werden überhaupt erkannt oder wenn, erst spät diagnostiziert, sodass man nur schätzen kann, wie viel Prozent aller Deutschen davon betroffen sind.

Umfrageergebnisse und Studien deuten darauf hin, dass 14% aller Deutschen unter einer Angststörung leiden oder litten. Dabei fällt auf, dass Frauen wesentlich häufiger davon betroffen sind als Männer. Eine Angststörung hat viele Gesichter:

  • Panikstörung / Agoraphobie: Betroffene erleiden urplötzlich und unerwartet Panikattacken, beispielsweise in Menschenmengen.
  • Soziale Phobien: Menschen haben Angst vor bestimmten sozialen Situationen, unbekannten Personen oder Alltagssituationen, in denen ihre Leistung gefragt ist.
  • Zwänge: Ständige, irrationale Ängste belasten die Betroffenen („Ist der Herd auch wirklich aus?“) und können zu dauerhaftem Kontrollzwang führen aus Angst vor den Konsequenzen, die in diesem Beispiel ein angeschalteter Herd verursachen könnte.
  • Hypochondrie: Eine bekannte und oft anzutreffende Angststörung bei der Betroffene große Angst vor einer ernsten Krankheit haben und sogar betreffende Symptome entwickeln können.
  • Trauma: Es ist etwas traumatisches passiert, beispielsweise ein Autounfall und der Patient kann das Erlebte nicht verarbeiten und hat dadurch beispielsweise Angst vor Autos.
  • Generalisierte Angststörung: Bei dieser Form herrscht die Angst vor, dass dieses oder jenes passieren könnte. Für Außenstehende ist diese Befürchtung meist völlig irrational, Betroffene nehmen diese Bedrohung durch mögliche schreckliche Ereignisse in der Zukunft jedoch real wahr.

AngstAngst ist eine Krankheit!

Auch, wenn du von einer Angststörung betroffen bist und dir und anderen einreden möchtest, dass diese Gefühle normal seien: gestehe dir selbst ein, dass du krank bist!

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Und es gibt Hilfe in Form von Therapien, die dich von dieser Erkrankung heilen können. Du musst nur den ersten Schritt tun, indem du deine Gefühle als Krankheit anerkennst und dir Hilfe suchst – und helfen lässt.

Begleiterscheinungen verschwinden wieder

Eine solche psychische Störung äußert sich auch in Begleiterscheinungen und Symptomen, die durch die Erkrankung selbst ausgelöst werden, jedoch keine eigene Erkrankung für sich sind:

  • Zittern
  • Verschwommene Sicht
  • Herzrasen / Herzklopfen
  • Schweißausbrüche
  • Hitzewallungen
  • Atemnot, Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühl
  • Kälteschauer / „Frösteln“
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Mundtrockenheit
  • Schluckbeschwerden
  • Taubheitsgefühle
  • Kribbeln an Fingern, Mund oder Lippen und Haut
  • Enge- oder Beklemmungsgefühl im Hals oder in der Brust,
  • Schmerzen in der Brust
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Würgereiz
  • „Sich wie hinter einer Wattewand fühlen“
  • Angst, zu sterben
  • Angst „verrückt zu werden“
  • Erhöhter Blutdruck
  • Kopfschmerzen / Druck im Kopf

Löst du also deine Erkrankung und arbeitest an deiner Angststörung, verschwinden all diese Symptome auch wieder, sie müssen nicht gesondert behandelt werden – auch, wenn du das glaubst!

Mann hat Angst und wird von Freunden ausgelachtAngst verändert Betroffene

Es ist richtig, dass große Angstgefühle im Sinne von einer psychischen Erkrankung den Menschen verändern.

Es kann sein, dass nicht nur dir, sondern auch deiner Familie oder Freunden deine Veränderung auffällt.

Es handelt sich um starke Gefühle mit zum Teil starken körperlichen Reaktionen. Es ist also normal, wenn du dich veränderst.

Es ist aber auch normal und sollte klar sein, dass diese Veränderungen sich wieder zurückbilden, sobald du die Krankheit besiegt hast.

Frau auf einer Bank hat AngstDein Körper leidet

Nicht nur deine Seele leidet unter dieser Störung, auch dein Körper! Durch große Furcht und Episoden von Panik wird der gesamte Organismus, insbesondere das Herz-Kreislaufsystem übermäßig belastet, was der Gesundheit alles andere als zuträglich ist.

Setze dem Leiden ein Ende und lasse dir helfen! Du kannst diese Krankheit besiegen! Erkenne sie und lasse dir helfen und unterwirf dein Leben nicht weiter solchen Gefühlen und Situationen!

Werde frei, indem du dich selbst befreist.

Kategorien: Kuriositäten Tags:
Auch interessant