11 Anzeichen für Krebs – Vorsorge und Früherkennung sind von größter Wichtigkeit

· 24 Januar, 2016
Vorsorge ist im Kampf gegen Krebs ausschlaggebend. Es gibt eindeutige Anzeichen für eine Krebserkrankung, die wir alle kennen, doch auch andere Symptome, denen Beachtung geschenkt werden sollte.

Auch wenn es viele verschiedene Arten von Krebs gibt und nicht alle in den unterschiedlichen Phasen dieselben Symptome aufweisen, gibt es allgemeine Anzeichen, die einen Hinweis auf eine Erkrankung geben können.

Jede Person reagiert anders und weist unterschiedliche Beschwerden auf, auch das ist klar. Manchmal sind bereits vor der Entwicklung eines Tumors Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes oder Fibromyalgie, vorhanden, die es sehr schwierig machen, die Symptome zu unterscheiden und diese auf eine oder eine andere Krankheit zurückzuführen.

Doch eines sollte jedem bewusst sein: Krebsvorsorge kann Leben retten, deshalb solltest du regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Hausartzt, beim Gynäkologen oder beim Urologen in Anspruch nehmen. 

Jeder kennt sich selbst am besten und weiß, wie der eigene Körper normalerweise funktioniert. Wenn also etwas „nicht gut läuft“, sollte dies nicht einfach als unwichtig abgetan, sondern genauer analysiert werden.

Bei den kleinsten Zweifeln oder Beschwerden, solltest du ohne jegliche Bedenken einen Arzt aufsuchen, um sicher zu gehen und Risiken auszuschließen. In diesem Beitrag findest du 11 Anzeichen, die auf Krebs hindeuten könnten. Wir laden dich ein, diese kennenzulernen.

Vorbemerkungen

Arzt in der Krebsvorsorge

Die anschließend erwähnten Symptome können auch auf andere Krankheiten hinweisen, die nichts mit Krebs zu tun haben. Wenn diese Gesundheitsprobleme jedoch anhalten, ist es wichtig, die Ursachen herauszufinden.

Es geht darum, sich darüber bewusst zu werden, dass etwas nicht richtig funktioniert. Wenn du beispielsweise grundlos und plötzlich viel Gewicht verlierst, wenn ein Leberfleck auftaucht oder sich ein bereits vorhandener verändert, dann sollte eine ärztliche Untersuchung die Ursachen dafür aufklären.

Wenn sich Husten über einen längeren Zeitraum festsetzt und du rauchst, solltest du ebenfalls einen Arztbesuch veranlassen.

Auch wenn diese Symptome meist auf gewöhnliche Krankheiten zurückzuführen sind, solltest du diese nicht vernachlässigen. Deine Gesundheit und die deiner Familie steht auf dem Spiel.

Weitere Tipps findest du hier: Wie kann man Darmkrebs erkennen und vorbeugen

1. Anhaltender, lokalisierter Schmerz

Verschiedene Beschwerden können sehr häfig auftreten: Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, schmerzende Knochen… Doch wie kann man „normale“ Schmerzen von jenen, die auf eine Krebserkrankung hinweisen könnten, unterscheiden?

Da wir selbst den Unterschied nicht feststellen können, müssen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Wenn der Schmerz kontinuierlich und lokalisiert auftritt: beispielsweise Hüftschmerzen, Schmerzen in einem bestimmten Bauchbereich oder einer Stelle am Kopf oder an der Brust…,
  • wenn der Schmerz große Müdigkeit verursacht oder
  • wenn es zu einem grundlosen Gewichtsverlust kommt,

solltest du auf jeden Fall einen Arzt konsultieren, um die Ursachen dafür herauszufinden.

2. Unerklärlicher Gewichtsverlust

Wie bereits anfangs erwähnt, ist es nicht normal plötzlich und grundlos an Gewicht zu verlieren. Deshalb ist es wichtig, folgende Fragen zu beantworten:

  • Hast du keinen Appetit?
  • Leidest du an einer beschwerlichen Verdauung?
  • Leidest du an manchen Tagen an Verstopfung und an anderen an Durchfall?
  • Fühlst du dich sehr erschöpft?

Konsultiere deinen Arzt, um ernsthaftere Probleme auszuschließen. Mache dir nicht vorzeitig Sorgen, es muss noch lange keine schlimme Erkrankung sein.

3. Fieber

Fieber und Krebs

Fieber ist immer eine Reaktion des Körpers, um auf Probleme hinzuweisen. Dabei handelt es sich nämlich um einen Schutzmechanismus, der auf eine Infektion oder andere Veränderungen im Körper aufmerksam macht.

Wenn du in der Nacht Fieber hast und stark schwitzt, könnte dies ein Anzeichen für ein Lymphom sein. Es könnte jedoch auch durch andere Beschwerden verursacht werden; eine Schilddrüsenstörung könnte beispielsweise der Auslöser dafür sein.

4. Extreme Müdigkeit

Extreme Müdigkeit kann beispielsweise durch eine Anämie, Wechseljahrbeschwerden oder auch durch Fibromyalgie verursacht werden. Du solltest dir auch hier nicht vorzeitig zu viele Sorgen machen.

Wenn es dir jedoch jeden Tag schwer fällt, den normalen Rhythmus des Alltags zu bewältigen, solltest du einen Arzt aufsuchen. Meist handelt es sich um weniger ernsthafte Ursachen, doch es ist wichtig, sich darüber Klarheit zu verschaffen.

5. Vorsicht bei Hautveränderungen

Hautflecken und Krebs

Wir weisen immer wieder darauf hin, dass Leberflecken, Muttermale, Pigmentflecken und andere Hautveränderungen beobachtet werden müssen. Vergiss nicht die „ABCD“-Regel anzuwenden und ärztliche Kontrolluntersuchungen durchzuführen:

  • A (Asymmetrie): Der Leberfleck sollte symmetrisch sein. Wenn du feststellst, dass dies nicht der Fall ist, solltest du einen Hautarzt aufsuchen.
  • B (Begrenzung): Die Ränder von harmlosen Muttermalen und Pigmentflecken sind normalerweise scharf begrenzt und regelmäßig.
  • C (Colour/Farbe): Beobachte die Farbe des Leberflecks, die regelmäßig und nicht abgestuft sein sollte.
  • D (Durchmesser): Der Durchmesser der Hautveränderung sollte nie mehr als 6 mm betragen.

Zusätzlich zu diesen Daten solltest du beobachten, ob Juckreiz auftritt oder ein Haar aus dem Leberfleck wächst. Konsultiere einen Facharzt, um sicher zu gehen, dass keine Gefahr besteht!

Hier erfährst du mehr über dieses Thema: Gefährliche Muttermale erkennen

6. Wunden, die nicht heilen

Kleine Wunden, die nicht heilen, können manchmal auf Hautkrebs hinweisen. Man kratzt sich und blutet, dann bildet sich eine Kruste, diese fällt ab und man blutet erneut.

Du solltest also auch kleine Hautwunden und Wunden im Genitalbereich beobachten.

7. Weiße Flecken im Mund

Weiße Flecken im Mund können auf einen Tumor in diesem Bereich hinweisen, meist ist dies bei Pfeifenrauchern der Fall. Es können jedoch auch andere Gründe dahinterstecken.

Wenn du rauchst und Flecken in deinem Mund feststellst, solltest du auf jeden Fall einen Arzt konsultieren, um sicher zu gehen.

8. Plötzliche Blutungen

Bei Krebserkrankungen kommen plötzliche Blutungen häufig vor. Wenn du beispielsweise außerhalb der Menstruation blutest, wenn es beim Husten zu Blutungen kommt oder Blut aus der Brustwarze austritt, solltest du sofort einen Arzt aufsuchen.

Wenn Blut im Harn vorhanden ist, könnte es sich auch um ein Nierenproblem handeln. Doch auch in diesem Fall ist eine ärztliche Untersuchung ausschlaggebend, um Klarheit zu schaffen.

9. Knoten

Wie allgemein bekannt, können Knoten in der Brust auf einen Tumor hinweisen. Doch Knoten in anderen Körperbereichen werden nicht immer ausreichend beachtet und oft als unwichtig abgetan:

  • Wenn du beispielsweise einen kleinen Knoten am Schlüsselbein feststellst, könnte dieser auf ein Lymphom hinweisen.
  • Auch Knoten in den Achselhöhlen oder in der Leistengegend sollten beachtet werden.
  • Beobachte jegliche Veränderungen an Armen und Beinen, insbesondere wenn diese nicht auf einen Stoß oder Schag zurückzuführen sind.

10. Probleme beim Schlucken

Dies könnte ein Hinweis auf Speiseröhren- oder Rachenkrebs sein. Wenn Probleme beim Schlucken wiederholt vorkommen, solltest du eine ärztliche Untersuchung durchführen lassen. Manchmal kann es sich um eine einfache Entzündung handeln, doch es ist wichtig, Klarheit zu verschaffen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Wir empfehlen dir, auch diesen Artikel zu lesen: Wissenswertes über Brustkrebs

11. Vorsicht bei anhaltendem Husten

nächtlicher Husten und Krebs

Anhaltender Husten kann durch verschiedenste Krankheiten verursacht werden: Es könnte sich um eine Allergie, eine Erkältung oder eine Reaktion auf eine umweltverschmutzte Atmoshphäre handeln.

Wenn der Husten jedoch wirklich länger als normal vorhanden ist, wenn du eine Stimmveränderung feststellen kannst, wenn du Beschwerden beim Schlucken verspürst und du dir Sorgen machst, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, insbesondere dann, wenn du zu den Rauchern gehörst.