Wissenswertes über Herzrhythmusstörungen

20 Juli, 2020
Herzrhythmusstörungen sind ein relativ häufiges Leiden. In unserem heutigen Artikel geht es um verschiedene Fakten, die nicht jedem bekannt sind.

Sehr viele Menschen leiden an Herzrhythmusstörungen, deshalb haben wir bereits verschiedene Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Doch heute konzentrieren wir uns vor allem auf eher unbekannte Aspekte dieser Krankheit.

Bei Herzrhythmusstörungen ist die normale Frequenz aus verschiedenen Ursachen gestört. Das Herz kann zu schnell (Tachykardie), zu langsam (Bradykardie) oder unregelmäßig (Arrhythmie) schlagen.

Wir betrachten anschließend unterschiedliche Aspekte, die jeder kennen sollte. Dies ist deshalb besonders wichtig, da über 50 Prozent der Bevölkerung an diesen Störungen leidet. 

Wissenswertes über Herzrhythmusstörungen

Elektrophysiologische Untersuchung (EPU): eine effiziente Herzkatheteruntersuchung

Wissenswertes über Herzrhythmusstörungen
Diese Technik ermöglicht es, die elektrische Herzaktivität und Kontraktilität zu untersuchen.

Die elektrophysiologische Untersuchung ermöglicht eine präzise Diagnose der Herzrhythmusstörungen. Damit können die Art und der Mechanismus der Störungen definiert werden. Auch der Schweregrad und der genaue Ursprung des Problems sowie dadurch ausgelöste Beschwerden können im Rahmen dieser Untersuchung ermittelt werden. 

Es handelt sich um eine sehr wichtige Untersuchung, die es auch möglich macht, die Behandlung anzupassen, damit sie über die Zeit effizient wirkt und Beschwerden lindert. Diese Technik, die unter örtlicher Betäubung zur Anwendung kommt, erzielt ausgezeichnete Resultate.

Das Risiko für einen plötzlichen Tod durch Arrhythmien ist erhöht

Herzrhythmusstörungen können den plötzlichen Tod zur Folge haben. Vor allem Kammerflimmern und ventrikuläre Tachykardie stellen eine erhöhte Gefahr dar. Diese Art von Störungen werden deshalb als gefährlich eingestuft, da das Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand groß ist. Die Behandlung muss deshalb schnellstmöglich mit einer ventrikulären Defibrillation erfolgen.

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Nicht alle Herzrhythmusstörungen sind gleich gefährlich

Nicht alle Herzrhythmusstörungen sind gleich gefährlich
Zwar gibt es sehr ernste Situationen, doch in vielen Fällen sind die Störungen harmlos und erfordern nur die regelmäßige Überwachung und/oder eine entsprechende Behandlung.

Wie bereits erwähnt, besteht bei bestimmten Herzrhythmusstörungen die Gefahr eines Herzstillstands, doch dies bedeutet noch lange nicht, dass alle Veränderungen des Herzrhythmus gefährlich sind. Mit der elektrophysiologischen Untersuchung stellt der Arzt fest, welche Maßnahmen erforderlich sind, um das Leben des Patienten zu schützen. Oft sind die Rhythmusstörungen harmlos und normal. Die meisten leiden irgendwann im Leben daran. Allerdings kann nur ein Kardiologe nach einer ausführlichen Untersuchung entscheiden, ob und welche Maßnahmen erforderlich sind.

  • Extrasystolen oder Extraschläge: Diese Bezeichnungen beziehen sich auf zusätzliche Herzschläge, die außerhalb des physiologischen Rhythmus auftreten. Meist ist die Situation nicht schwerwiegend, doch sie muss überwacht werden. Die Behandlung erfolgt in vielen Fällen durch eine Ernährungsumstellung und gesunde Lebensgewohnheiten.
  • Sinusbradykardie oder gesteuerte Bradykardie: Der Herzrhythmus verlangsamt sich, ist unregelmäßig und kann kurz innehalten. Nicht immer ist eine Behandlung nötig. Wenn das Problem jedoch schlimmer wird, kann ein Herzschrittmacher erforderlich sein.
  • Ventrikuläre Fibrillation (VF) oder Kammerflimmern: Diese Herzkrankheit haben wir bereits erwähnt. Sie kann das Leben des Patienten gefährden und zu einem plötzlichen Herzstillstand führen.

Es gibt viele andere Arten von Arrhythmien, wie Herzblock oder supraventrikuläre paroxysmale Tachykardie. Die verschiedenen Arten haben unterschiedliche Auswirkungen, manche sind harmlos, andere gefährlich. Deshalb ist auch die Behandlung unterschiedlich, manchmal ist die regelmäßige Kontrolle ausreichend, in anderen Fällen sind spezifische Therapien lebensrettend.

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Unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten

Die Wahl der Therapie hängt vom Schweregrad und der Art der Störung ab. Wie bereits erwähnt, sind in manchen Fällen regelmäßige Kontrolluntersuchungen ausreichend. Darüber hinaus ist es wichtig, schädliche Gewohnheiten, wie Rauchen oder den Konsum von Alkohol, abzulegen. Außerdem ist auch eine Ernährungsumstellung in vielen Fällen grundlegend.

Oft ist die Behandlung mit Arzneimitteln nötig. Je nach dem gesundheitlichen Zustand des Patienten und der Art der Störung kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz.

Eine weitere Therapieform ist die Hochfrequenzablation (auch Radiofrequenzablation oder Thermoablation), die häufig nach der elektrophysiologischen Untersuchung zum Einsatz kommt. Diese Methode dient der lokalen Zerstörung von Gewebe, das die Herzrhythmusstörungen verursacht. Damit erzielen Ärzte in vielen Fällen ausgezeichnete Resultate.

Wir hoffen, dass die Erklärungen dieses Artikels hilfreich für dich sind. Herzrhythmusstörungen werden weiterhin von Wissenschaftlern untersucht, um neue Methoden und Technologien zu entwickeln, die Patienten helfen können. Wir werden also im Rahmen dieses Themas sicher noch öfters über neue Möglichkeiten und Studien berichten.

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