Wissenswertes über Darmpolypen

· 5 April, 2015
Polypen zeigen anfangs meist keine Symptome und sind nicht schmerzhaft, deshalb werden sie meist bei Untersuchungen anderer Beschwerden bemerkt.

Darmpolypen sind meist gutartig, trotzdem müssen sie die notwendige Beachtung erhalten, da sie sonst langfristig zu Krebs ausarten könnten. Deshalb werden sie normalerweise durch eine Koloskopie beseitigt.

Doch welche Symptome sind bei Darmpolypen zu spüren? Nachfolgend erfährst du mehr über dieses Thema.

1. Was sind Darmpolypen?

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Bei Darmpolypen handelt es sich in den meisten Fällen um nichts Schlimmes, trotzdem müssen sie vorbeugend entfernt werden. Dabei handelt es sich um Schleimhautvorwölbungen an den Darmwänden

Diese können rund oder auch eher flach sein. Im Darm werden alle überflüssigen Reststoffe zu Stuhl verarbeitet, um diesen danach auszuscheiden.

Deshalb handelt es sich um einen für Bakterien und Entzündungen sensiblen Bereich und auch Darmpolypen sind keine Seltenheit. Man muss also nicht sofort an das Schlimmste denken.

Wie bereits erwähnt, sind die meisten Polypen gutartig. Man muss sie jedoch durch eine Koloskopie entfernen lassen, um Schlimmeres zu vermeiden.

Wenn die Darmpolypen eher flach sind, ist die Gefahr, dass sich Krebs entwickelt größer. Doch auch hier solltest du nicht gleich in Panik geraten, denn es gibt gute Behandlungen und meistens sind auch diese Polypen gutartig.

Lies auch: 7 Anzeichen für Darmkrebs

2. Wer ist mehr gefährdet, an Darmpolypen zu leiden?

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Manche Personen haben ein größeres Risiko für Darmpolypen. Die Faktoren, die wir anschließend erwähnen sind rein orientativ und auf keinen Fall entscheidend, das sollte nicht vergessen werden.

Es kann auch zu Darmpolypen kommen, wenn keiner dieser Risikofaktoren zutrifft. Sprich am besten mit deinem Arzt über dieses Thema.

  • ein Alter von über 50 Jahren
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • genetische Vorbelastung
  • Alkoholkonsum
  • ein seßhaftes Leben führen und fettreiche Ernährung

Welche Symptome treten auf?

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Die meisten Darmpolypen verursachen keine Symptome, insbesondere im Anfangsstadium ist meist nichts davon zu spüren. Sie bereiten keine Schmerzen, sind anfangs noch klein und beeinflussen auch die Funktionsfähigkeit des Darms nicht.

Wenn sie jedoch wachsen können sie in Kontakt mit dem Stuhl kommen, was zu Blutungen führen kann. Dies sind die ersten Hinweise auf Beschwerden. Man sollte deshalb folgende Symptome berücksichtigen:

  • sehr dunkler Stuhl
  • Blut im Mastdarm (beim Reinigen nach der Entleerung bemerkbar)
  • Brennen oder Schmerzen bei der Entleerung
  • Brennen im Inneren nach scharfen oder stark gewürzten Speisen.

Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass bei vielen bei Untersuchungen anderer Beschwerden Darmpolypen zufällig entdeckt werden.

Wenn der Arzt die Anzahl und Frequenz untersuchen möchte, muss eine Koloskopie durchgeführt werden. Diese Untersuchung ist zwar unangenehm, jedoch sehr effizient.

Normalerweise werden die entdeckten Polypen entfernt, damit sich diese mit der Zeit nicht zu Krebs entwickeln. Die Resultate sind sehr gut und beeinflussen das Leben der Betroffenen nicht.

Unser Lesetipp: Darmgesunde Ernährung

Kann man gegen Darmpolypen Vorsorge leisten?

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Darmpolypen kann man nicht zu 100% vorgebeugen. Es gibt keine Methode oder Nahrungsergänzungsmittel, die das Entstehen verhindern könnten.

Gesunde Lebensgewohnheiten und eine darmschonende und verdauungsfördernde Ernährung können jedoch einen kleinen Beitrag leisten. Berücksichtige folgende Ratschläge:

  • Achte auf dein Gewicht, insbesondere bei Fettleibigkeit.
  • Schlechte Gewohnheiten – wie beispielsweise Rauchen – ablegen.
  • Jeden Tag einen grünen Apfel essen.
  • Haferflocken versorgen den Organismus täglich mit den für einen gesunden Darm notwendigen Ballaststoffen.
  • Vor dem Frühstück auf leeren Magen empfiehlt sich ein Glass Wasser mit Zitronensaft oder ein Löffel Olivenöl mit ein paar Tropfen Zitronensaft.
  • Auch Tee mit Aloe Vera und Zitrone ist sehr zu empfehlen.
  • Achte auf ausreichend Gemüse in deiner Ernährung: rote Beete, Brokkoli, Artischocken usw.
  • Probiotika, die die Darmflora pflegen, sind ebenfalls ratsam.
  • Ein Löffel Minzöl drei Mal in der Woche vor dem Mittagessen pflegt und reinigt den Darm von innen.
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