Wie wirkt sich Stress bei Frauen aus?

· 11 März, 2019
Aufgrund der unterschiedlichen Hormone wird Stress von Frauen und Männern auf verschiedene Weise verarbeitet. Frauen sind zwar sensibler, managen Stress jedoch meistens mit intelligenteren Strategien.

Wir alle haben schon einmal stressige Situationen erlebt. Du kennst sicher diese Momente, in denen alles zusammen kommt und wir uns wahnsinnig unter Druck fühlen. Stress bei Frauen hat gesundheitliche Auswirkungen und  beeinflusst unsere Lebensqualität.

In Medien und Zeitschriften wird häufig über Stress geschrieben. Selten jedoch gehen diese Artikel auf die unterschiedlichen Auswirkungen von Stress auf die Geschlechter ein, insbesondere auf Belastung und Synptome bei Frauen.

Frauen ticken psychologisch anders als Männer und auch die Hormone spielen eine große Rolle bei Stress. Außerdem haben  Frauen manchmal größere Verantwortungen (bei der Arbeit aber auch zu Hause) und nicht selten kümmern sich Frauen um die Kinder oder um ältere Menschen.

Der Alltag der Frauen wird also von vielen Faktoren beeinflusst und das kann zu klaren Stresssituationen führen, bei denen der Körper dann verschiedene Veränderungen erlebt, die bei Männern so nicht vorkommen.

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Deshalb möchten wir im Folgenden weiter auf dieses Thema eingehen und dir einige Ratschläge geben, wie du dir Hilfe verschaffen kannst.

Die am meisten vorkommenden Stresssituationen bei Frauen

  • Druck am Arbeitsplatz, zusammen mit den Aufgaben im Haushalt
  • Menopause
  • Pflege von kranken Familienmitgliedern
  • Probleme mit dem Partner, Trennungen sowie Scheidungen

Studien haben gezeigt, dass Frauen im Allgemeinen sensibler auf Stress reagieren als Männer. Trotzdem sind sie dank den Östrogenen resistenter gegenüber Stress.

Professor Karl Pibram von der Universität in Kalifornien sagt aus, dass sich Frauen dem Stress gegenüber logischer und sachlicher verhalten als im Vergleich zu Männern.

Auswirkungen von Stress auf die Gesundheit der Frau

  • Kopfschmerzen, vor allem vor der Menstruation. Hier können starke migräneartige Schmerzen auftreten
  • Krämpfe der Speiseröhre (damit auch Bauchschmerzen und Probleme beim Schlucken).
  • Sodbrennen
  • Haarausfall
  • Übelkeit
  • Schmerzen in der Brust, im Rücken und im Nacken
  • Vermehrtes Bedürfnis, Wasser zu lassen
  • chronische Müdigkeit
  • keine Lust auf Geschlechtsverkehr
  • Veränderungen im Menstruationszyklus (vor allem fehlende, unregelmäßige Blutungen oder völliges Ausbleiben, was als Amenorrhoe bezeichnet wird).
  • Angststörungen
  • Schlaflosigkeit
  • Veränderungen des Immunsystems. Wir neigen eher dazu, an Krankheiten wie Osteoporose, Arthrose, Diabetes Typ II etc. zu erkranken.
  • Verstopfung und Durchfall
  • Hautprobleme: Unsere Haut reagiert sehr sensibel auf Angststörungen und Stress. Deshalb kommt es schnell zu Rötungen, Ekzemen, Schwellungen, Mattheit der Haut etc. All dies ist darauf zurückzuführen, dass die Zellen der Epidermis sofort auf die Stresshormone reagieren.Es kann sogar zu einer Gefäßverengung kommen, oder zu einer vermehrten Körperbehaarung, zu Schweißausbrüchen und Müdigkeit im Gesicht.

Wenn der Stress immer mehr zunimmt und nicht mehr nachlässt, kann es zu komplexen und schwerwiegenden Problemen kommen, die auch zu folgenden Krankheiten führen können:

  • Magersucht oder Bulimie
  • Depressive Psychose
  • Angststörungen

Wie geht man mit dem Stress um?

Der negative Aspekt am Stress ist, dass er uns Jahre unseres Lebens wegnimmt und so kommt es dazu, dass wir schneller altern. Dies beeinflusst unsere Gesundheit in einer negativen Weise.

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Unser Körper füllt sich mit Giftstoffen und von Tag zu Tag ist es schwieriger, unseren Alltag zu bewältigen, wir verlieren dann leicht an Motivation und an Kraft. Deshalb sollten wir die Situation in Angriff nehmen. Wie geht das? Im Folgenden zeigen wir es dir:

  • Identifiziere den Grund für deine Probleme und versuche immer, diese mit Hilfe deiner Familie und deiner Freunden zu lösen. Wenn es nötig ist, ziehe einen Gesundheitsexperten zu Hilfe.
  • Suche Zeit für dich selbst: Auch wenn es nur eine Stunde pro Tag ist, nutze diese Zeit um Spazieren zu gehen, Musik zu hören oder einfach dich selbst zu fühlen.
  • Setze Prioritäten und schaue auf deinen Gemütszustand: Wir müssen uns bewusst sein, was uns wichtig in unserem Leben ist. Unsere Gesundheit ist dabei dann eine tragende Säule. Denke an die Situationen, die dir am meisten Angst verursachen, identifiziere diese und überlege, wie du diese Situationen dann besser in Angriff nehmen kannst.

Welche Lebensmittel können uns helfen, Stresssituationen zu bewältigen?

  • Sehr wichtig sind die Vitamine A, C sowie E, denn sie liefern uns eine große Menge an freien Radikalen. Diese Vitamine sind enthalten in Karotten, Melonen, Brokkoli, Brüsseler Kohl, Spinat, Süßkartoffeln, Tomaten, Trockenfrüchten etc.
  • Vitamin B stärkt unser zentrales Nervensystem und hat eine beruhigende Wirkung. Du findest dieses Vitamin in Bierhefe, Getreide, Avocado, Kohl sowie grünen Bohnen etc.
  • Mineralien sind auch unabdingbar, darunter sind Magnesium, Kalzium sowie Kalium sehr wichtig. Du findest diese Mineralien vor allem in Früchten und Gemüsen. Wir empfehlen aber auch, dass du zusätzlich Magnesium einnimmst, denn es hilft uns, den Stress zu kontrollieren.
  • Matud, M. P. (2004). Gender differences in stress and coping styles. Personality and Individual Differences. https://doi.org/10.1016/j.paid.2004.01.010
  • Aschbacher, K., O’Donovan, A., Wolkowitz, O. M., Dhabhar, F. S., Su, Y., & Epel, E. (2013). Good stress, bad stress and oxidative stress: Insights from anticipatory cortisol reactivity. Psychoneuroendocrinology. https://doi.org/10.1016/j.psyneuen.2013.02.004