Wie man Ohrenentzündungen vorbeugt

· 1 März, 2015
Wärme kann helfen, die Infektion zu lindern. Wenn eine Otitis nicht korrekt behandelt wird, kann dies zu einem Gehörverlust führen oder auch Schwindel und andere Beschwerden verursachen.

Es gibt zahlreiche Gründe für Ohrenentzündungen. Fast jeder hat schon einmal daran gelitten, es handelt sich nämlich um ein sehr häufiges Problem.

Ohrenentzündungen können entstehen, wenn beim Schwimmen oder Baden Wasser ins Ohr gerät, wenn sich eine Backenzahnentzündung ausweitet oder Insekten ins Ohr gelangen.

Nachfolgend erfährst du, wie man Ohrenentzündungen vorbeugen kann.

Was man über Ohrenentzündungen wissen sollte

Ohrenentzündungen sind schwerwiegendender, wenn innere Teile des Ohrs erkranken und weniger gravierend, wenn nur äußere Teile betroffen sind.

Wenn eine Ohrenentzündung nicht richtig geheilt wird, kann es zum teilweisen oder kompletten Verlust der Hörfähigkeit kommen, ebenfalls können bei gewissen Aktivitäten Schwindel und Unwohlsein entstehen.

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  • Äußere Ohrenentzündung: Diese zeichnet sich durch Flüssigkeitsbildung, Schmerzen, Rötungen, sowie vorübergehenden Hörverlust aus. Eine äußere Ohrenentzündung wird meist durch Bakterien und seltener durch Viren oder Pilze verursacht.
  • Mittelohrentzündung: Eine Mittelohrentzündung tritt sehr häufig bei Kindern auf. Die Symptome sind Fieber, Schmerzen, Reizbarkeit, der teilweise Verlust der Hörfähigkeit sowie Appetitlosigkeit. Sie tritt auf, wenn der Mittelohrraum mit Flüssigkeit sowie Schleim verstopft wird. Manche Menschen sind dafür anfällig, eine Mittelohrentzündung kann dann23 oft sogar chronisch werden.
  • Innenohrentzündung: Eine Innenohrentzündung kann zu Übelkeit, Schwindel, Erbrechen sowie Verlust des Gleichgewichts führen. Sie entsteht, wenn der innerste Teil des Ohres entzündet ist und ist auch als Labyrinthitis bekannt. Die Innenohrentzündung ist selten, wird jedoch von intensiven Symptomen begleitet.

Ohrenreinigen

Beliebte Hausmittel bei Ohrenentzündungen

  • Fülle eine Wärmflasche mit heißem Wasser, decke sie dann mit einem Tuch ab und lege sie auf das schmerzende Ohr. Die Wärme ist ein wirksames Schmerzmittel und fördert die Durchblutung an dieser Stelle. So wird die Infektion dann gelindert.
  • Wasche und hacke drei große Aprikosen. Mache sie in einer Pfanne warm und lege sie als Umschlag auf das schmerzende Ohr.
  • Hacke eine Handvoll Basilikumblätter mit derselben Menge Bananenblätter. Erwärme die Mischung leicht (lauwarm) und gebe sie als Umschlag auf das schmerzende Ohr.
  • Eine Zwiebel klein schneiden und dann kurz in einem Tuch in der Mirkowelle erhitzen. Danach als Kompesse auf das schmerzende Ohr legen.
  • Einen Esslöffel natives Olivenöl mit einer gepressten Knoblauchzehe kurz erwärmen. Diese Paste danach abkühlen lassen und mit etwas Watte auf die Ohrenöffnung legen.
  • Erwärme zwei Esslöffel Reis und gebe sie dann in einen Stoffbeutel oder wickle sie in ein Tuch. Danach mit einem Handtuch auf das Ohr legen.
  • Sieben Tropfen Olivenöl sowie den Inhalt einer Vitamin E-Kapsel in ein trockenes, verschließbares Glasgefäß geben. Danach mit zwei gepressten Knoblauchzehen gut vermengen. Das Glas verschließen und kurz im Wasserbad aufwärmen. Das Öl filtern und ein paar Tropfen ins Ohr geben sobald es nur noch lauwarm ist. Dieses Heilmittel eignet sich dann nicht bei einem gerissenen Trommelfell oder Eiter im Ohr.
  • Zwei Esslöffel Wermut zehn Minuten lang in etwas Wasser kochen und danach das Ohr so halten, dass der Dampf eindringen kann.

Weitere Hausmittel

  • Zwei Esslöffel Sumpfweinraute in eine halbe Tasse kochendes Wasser geben. Abkühlen lassen und damit etwas Watte befeuchten, die dann in das Ohr gelegt wird.
  • Presse eine Zitrone und befeuchte etwas Watte mit dem Saft. Diese vor der Nachtruhe ins Ohr legen (sanft, nicht zu weit nach innen) und zehn Minuten wirken lassen. Dieses Hausmittel ist besonders dann geeignet, wenn der Schmerz durch zu viel Ohrenschmalz verursacht wird.
  • Zehn Kamillenblüten mit vier Esslöffeln Olivenöl zerstoßen und zwei Tage ziehen lassen. Dieses Hausmittel ist besonders empfehlenswert, wenn die Schmerzen durch eine zu hohe Produktion von Cerumen verursacht werden.

Lesetipp: 9 Tipps für eine schnelle und sichere Ohrreinigung

  • Zwei Esslöffel Mandelöl aufwärmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Gebe zwei Tropfen davon ins Ohr und decke dieses dann mit Watte ab.
  • Eine handvoll Oreganoblätter in einer halben Tasse Wasser kurz (ca. 3 Minuten) aufwärmen und danach etwas abkühlen lassen. Absieben und in eine Tropfflasche füllen. Drei Tropfen in das schmerzende Ohr geben (nicht bei gerissenem Trommelfell).

Hausmittel

  • Grille eine Kartoffel und wickle sie dann in ein Tuch. Lege dieses so heiß wie möglich auf das Ohr.
  • Eine halbe Tasse Wasser mit einer Handvoll grobkörnigem Salz kochen. Tauche ein Tuch in das Salzwasser und lege es dann auf das Ohr.
  • Reibe einen Rettich und erhitze ihn dann. Streiche den Rettich auf ein dünnes Tuch und lege dieses dann auf dein Ohr, bis die Kompresse kalt ist.
  • Gebe drei Tropfen Aloe Vera Gel in den Gehörgang und lege den Kopf dann für einige Minuten auf die Seite. Dieses Hausmittel solltest du nicht anwenden, wenn dein Trommelfell gerissen ist.
  • Eine Handvoll Mangoldblätter zerstoßen und den entstehenden Saft dann in eine Tropfflasche füllen. Davon vier Tropfen in das Ohr träufeln.

 Tipps, um Ohrenschmerzen- und entzündungen vorzubeugen

  • Verzichte bei der Ohrenreinigung auf Wattestäbchen!
  • Halsentzündungen sofort behandeln.
  • Das Immunsystem stärken.
  • Kopfhörer nicht mit anderen Personen teilen.
  • Schwimmbäder mit zu viel Chlor im Wasser meiden.
  • Keine Fremdgegenstände in das Ohr einführen.
  • In Seitenlage schlafen, um die Drainage zu erleichtern.
  • Benmalek, Y., Yahia, O. A., Belkebir, A., & Fardeau, M. L. (2013). Anti-microbial and anti-oxidant activities of illicium verum, Crataegus oxyacantha ssp monogyna and Allium cepa red and white varieties. Bioengineered. https://doi.org/10.4161/bioe.24435
  • Vogler, B. K., & Ernst, E. (1999). Aloe vera: A systematic review of its clinical effectiveness. British Journal of General Practice. https://doi.org/10.1080/10408690490424694