Wie kann man das Anschwellen der Fußknöchel verhindern?

· 9 Oktober, 2014
Der tägliche Konsum von 2 Litern Wasser (im Sommer 3) hilft bei der Ausscheidung von Schadstoffen und beugt gegen Flüssigkeitsretentionen vor.

Es gibt viele Gründe für das Anschwellen der Fußknöchel und auch einfache Behandlungsmöglichkeiten. Ödeme (medizinischer Fachausdruck für diese Beschwerde) entstehen durch eine schlechte Durchblutung, Flüssigkeitsansammlungen, ungeeignete Haltung, Schwangerschaft, etc. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr über dieses Problem.

Wie kommt es zum Anschwellen der Fußknöchel?

Nach einem anstrengenden Tag, nach langem Sitzen vor dem Computer oder nach einer langen Reise, kann es zum Anschwellen der Fußknöchel kommen. Wenn die Füße nicht bewegt werden, ziehen sich die Muskeln und die Klappen an den Beinen zusammen und können sich nicht mehr entspannen. So kommt es zu Durchblutungsstörungen.

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Dieses Problem taucht häufig bei Meschen mit Übergewicht oder bei älteren Personen auf, deren Herz nicht die nötige Kraft hat, das Blut schneller zu pumpen. Somit kommt es zu Bluthochdruck und das Blut sammelt sich in den Füßen an. Die Venen schließen nicht korrekt oder überdehnen sich und können mehr Flüssigkeit enthalten.

Andere Faktoren, die zu einer Anschwellung der Fußknöchel führen können:

  • Rauchen
  • Cholesterin
  • Übergewicht
  • Gicht
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Nierenprobleme 
  • Schwangerschaft
  • Die Einnahme von Verhütungsmitteln
  • Einige Medikamente

Neben diesen Hauptursachen überprüfen Ärzte meist auch andere mögliche Auslöser:

  • Mangelfunktion verschiedener Organe, wie zum Beispiel Darm oder Nieren
  • Ernährung mit vielen ungesättigten Fetten und Transfettsäuren
  • Schwache Venen, die keinen angemessenen Blutfluss zulassen
  • Verstopfung in den Lymphdrüsen
  • Unterernährung
  • Depressionen oder andere emotionale Ursachen

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Wie kann man das Anschwellen der Fußknöchel verhindern?

  • Bewegen Sie Ihre Beine jede Stunde: Wenn Sie wegen Ihrer Arbeit den ganzen Tag über an einem Schreibtisch sitzen müssen, dann sollten Sie einmal in der Stunde aufstehen und eine kleine Runde zu Fuß im Büro machen. Auf diese Weise wird die Durchblutung in den Beinen und Füssen angeregt. Wenn Sie viel reisen und deshalb oft auf einem unbequemen Sitz ausharren müssen, dann stehen Sie auch von Zeit zu Zeit auf, gehen Sie auf die Toilette, dehnen Sie Ihre Beine etc. Auch tägliche Spaziergänge sind von Vorteil, denn so kann Blutgerinnsel in den Beinen vorgebeugt werden.
  • Gewicht verlieren: Wenn Sie einige Kilos zu viel haben, dann ist das noch kein Problem. Aber wenn Sie an starkem Übergewicht leiden, kann dies Ihre Gesundheit auf ernste Weise beeinflussen. Sie sollten deshalb mit einer Diät anfangen, damit Sie etwas abnehmen. Übergewicht kann die Beine zu fest beanspruchen und auch für das Anschwellen der Füße verantwortlich sein. Wenn Sie abnehmen, gehen auch die Schwellungen in den Beinen und Füßen zurück und es sammeln sich weniger Flüssigkeiten an.

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  • Konsumieren Sie nur kleine Mengen an Salz: Viel Salz in unseren täglichen Speisen kann zu Gewebeproblemen bei Fußknöcheln und Beinen führen. Wenn Sie den Salzkonsum einschränken, wird auch weniger Flüssigkeit angesammelt. Dies bedeutet, keine Dosenprodukte oder verarbeitete Speisen zu konsumieren, denn diese enthalten normalerweise viel Salz. Wählen Sie am besten Meersalz oder Salz mit einem geringen Sodiumanteil.
  • Wechseln Sie Ihre Medikamente: Einige Medikamente können als Nebenwirkung zu Entzündungen an den Fußknöcheln, Füßen und Beinen führen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob das bei Medikamenten, die Sie einnehmen, der Fall sein kann und wechseln Sie auf Medikamente ohne diese Nebenwirkung.. Wenn Sie Medikamente in der Apotheke kaufen, überprüfen Sie in der Packungsbeilage, ob Nebenwirkungen aufgelistet sind.
  • Treiben Sie Sport: Dies erlaubt Ihnen, Ihre Durchblutung zu verbessern. Gute Sportarten für die Blutzirkulation sind zum Beispiel Fahrrad fahren, Spazieren oder Schwimmen. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie mindestens dreimal pro Woche Sport treiben. Eine Einheit sollte zu Beginn mindestens 20 Minuten dauern.
  • Schlafen Sie mit hochgelagerten Beinen: Wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen und es sich von dem Fernseher gemütlich machen, dann lagern Sie Ihre Füße hoch, am besten mit Hilfe von Kissen. Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Beine für einige Minuten auch an die Wand oder an einen Pfeiler lehnen. Dies ermöglicht Ihnen, dass das Blut nach unten fließt und sich nicht in den Fußknöcheln ansammelt. Vielleicht werden Sie anfangs ein Kitzeln verspüren. Wenn Sie dabei Schmerzen haben, nehmen Sie die Füße wieder von der Wand und versuchen es nach einigen Minuten noch einmal.

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  • Trinken Sie viel Wasser über den ganzen Tag verteilt: Auf diese Weise können Sie die Einlagerung von Flüssigkeiten verhindern. Im Winter sollten es 2 Liter sein, im Sommer empfehlen wir sogar 3 Liter. Fragen Sie einen Experten, denn er kann Ihnen sagen, wie viel Wasser Ihr Körper braucht. Dies hängt nämlich unter anderen auch vom Alter ab.
  • Tragen Sie bequeme Schuhe: Ihre Schuhe sollten weder zu eng noch zu breit sein und wenn möglich Schnürsenkel haben, denn so können Sie sie fester oder weniger fest binden. Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine Zeit barfuß zu verbringen (zum Beispiel während Ihrer Mittagspause), dann sollten Sie diese Zeit auch nutzen.
  • Baden Sie Ihre Füße in kaltem Wasser: Nehmen Sie einen Behälter und füllen Sie diesen mit kaltem Wasser. Nun baden Sie Ihre Füße darin, bis das Wasser Ihre Knöchel erreicht. Lassen Sie die Füße einige Minuten in dieser Position und Sie werden sehen, wie die Anschwellungen abklingen werden.
  • Benutzen Sie orthopädische Mittel: Wenn Sie an einer chronischen Entzündung leiden, werden Ihnen die Ärzte orthopädische Mittel verschreiben. Meist wird das eine Art Stiefel sein, der sich anpasst und den Druck auf die Füße und Fußknöchel reguliert. Die Blutgefäße können sich so ausdehnen und das Herz erhält die richtige Menge an Blut.
  • Trinken Sie harntreibende Getränke: Tees aus harntreibenden Kräutern helfen, angesammelte Giftstoffe über den Urin auszuscheiden. Zu den besonders empfehlenswerten Tees zählen Schachtelhalm- und Traubentee. Auch eine harntreibende Diät ist eine gute Option.

Bilder von Caesandra Seawell, Wanderyng Eyre, Andy2 Boyz, Sue Rabeaux, Elfboy, Sanar