Wie du Wutanfälle vermeiden kannst

· 23 Februar, 2018
Hast du Probleme damit, deine Wut zu kontrollieren? Sich zu bewegen ist der beste Weg, Endorphine zu generieren und Wutanfälle zu vermeiden. Physische Aktivität hilft, Stress abzubauen.

Ein Stau auf der Autobahn, ein Streit mit deinem Partner, oder ein gestrichener Flug… diese Situationen können so viel Ärger in dir auslösen, dass du am liebsten einfach schreien oder sonst irgendwie die angestaute Aggression abbauen würdest. Doch wie kann man Wutanfälle vermeiden?

Wutanfälle sind ein Problem, das viele Menschen betrifft, vor allem in Großstädten, in denen Stress und Angstzustände an der Tagesordnung sind.

Im heutigen Artikel wollen wir dir Tipps geben, mit denen du Wutanfälle vermeiden oder reduzieren kannst.

Was ist Wut und warum gibt es sie?

Es gibt Tricks, mit denen du Wutanfälle vermeiden kannst.

Wut ist ein Gefühl, das deine Herzfrequenz beschleunigt, den Blutdruck erhöht, und den Adrenalinspiegel im Blut anhebt.

Einige der Hauptsymptome von Ärger sind:

  • Schwitzen
  • Rot anlaufen
  • Anspannen der Muskeln
  • Kurzatmigkeit

Das aggressive Bedürfnis zu schreien, etwas zu schlagen oder zu werfen ist die Reaktion deines Gehirns, wenn es Gefahr oder eine Bedrohung spürt.

Wut kann in verschiedenen Situationen entstehen, meist kommt es dazu jedoch, wenn du mit Dingen konfrontiert wirst, die dir nicht gefallen.

Wenn du frustriert bist oder dich machtlos fühlst, kann dein Geist auf verschiedene Arten reagieren. Manche Menschen weinen, andere sprechen über ihre Gefühle, wieder andere werden wütend.

Wut kommt von alleine und häufig ist es schwierig herauszufinden, was passiert ist.

Es gibt verschiedene Arten von Wut:

1. Instrumentelle Wut

Aggressives Verhalten und Gewalt können auftreten, wenn du nicht dazu in der Lage bist, das zu tun, was du möchtest oder wenn ein Hindernis dich davon abhält, mit etwas weiterzumachen. Dieses Verhalten wird mit einem Problem der Kommunikationsfähigkeit assoziiert.

2. Explosive Wut

Diese tritt auf, wenn eine nervige oder unfaire Situation über einen längeren Zeitraum auftritt. Kleinere tägliche Frustrationen häufen sich an bis es zur Explosion kommt.

Eine Person, die einen schlechten Tag bei der Arbeit hatte, nach Hause kommt und dann vor einem kleineren Problem steht, kann zum Beispiel explosiv wütend werden.

3. Defensiver Zorn

Wenn du wahrnimmst, dass du angegriffen wirst, oder weißt, dass etwas Schwieriges auf dich zukommt, kann Wut als eine Art Schutz wirken. Zum Beispiel kann Wut dich vor Verantwortung oder Problemen, die eine Lösung brauchen, schützen.

Tipps gegen Wutanfälle

Als Erstes musst du dir der Konsequenzen deiner Angewohnheiten und Reaktionen bewusst sein.

Deinen Ärger unter Kontrolle zu haben und deine Impulse zu rationalisieren, kann eine große Hilfe sein, wenn aggressives Verhalten ein Teil deines Lebens ist.

Einige Tipps, die dabei helfen können:

1. Beobachte die Auslöser deiner Wut

Die Auslöser deiner Wutanfälle zu wissen, ist wichtig.

Gibt es Situationen oder Tageszeiten, in denen du häufiger wütend wirst? Bemerkst du dieses Problem normalerweise wenn du dich mit einer bestimmten Person aufhältst?

Wut kann andere Emotionen wie Angst, Trauer und Schmerz verdecken. Denke darüber nach, warum du Wutanfälle bekommst wenn du spät zur Arbeit kommst, wenn du mit deinem Partner sprichst, oder wenn irgendetwas nicht so funktioniert, wie du es möchtest.

2. Sammle negative Emotionen nicht in dir an

Zu den Hauptgründen für Wut zählen Ressentiments. Mit Gefühlen ist es wie mit einem Glas Wasser: irgendwann ist es voll und der letzte Tropfen ist einfach zu viel!

Wenn du Wut tage- oder wochenlang in dir ansammelst, wird das „Glas“ irgendwann überlaufen. Um dies zu vermeiden, ist es besser, sich den Problemen zu stellen, wenn sie kommen.

3. Zähle bis 10 (oder bis 100 wenn nötig)

Zähle bis 10, um Wutanfälle zu vermeiden.

Auch wenn du nicht weißt, wann genau du vor Wut explodierst, kannst du die Symptome und Stadien, die du durchläufst, analysieren. So kannst du versuchen, dich zu beruhigen, bevor der Sturm ausbricht.

Du kannst bis 10 zählen oder bis 100 wenn nötig, um zur Ruhe zu kommen. Schließe die Augen und konzentriere dich auf die Atmung, um einen Wutanfall zu vermeiden. 

Du kannst mit dieser Methode deine Herzfrequenz stabilisieren und Dinge aus einer anderen Perspektive sehen.

4. Bewege dich!

Bewegung ist perfekt, um Endorphine auszuschütten und sich zu beruhigen. Wenn dein Körper in Bewegung ist, werden Atmung und Herzfrequenz ausbalanciert.

Du kannst dir eine Sportart aussuchen, um deine Wutanfälle zu vermeiden. Sowohl körperlich fordernde Sportarten – wie Boxen oder Kickboxen – als auch entspannende Techniken – wie Yoga, Pilates und Tai Chi – eignen sich hervorragend.

5. Ruhe dich aus

Schlafe dich aus, um Wutanfälle zu vermeiden.

Es gibt nichts Besseres, als ein paar Stunden zu schlafen, um zur Ruhe zu kommen. Wenn du einen langen Tag im Büro hattest, stellst du dich am besten unter die Dusche und entspannst dich danach!

So kannst du vermeiden, deine Wut an deiner Familie auszulassen. Am nächsten Morgen sieht alles bereits ganz anders aus.

6. Meditiere, lies oder tanze

Diese entspannenden Aktivitäten werden empfohlen, um Wutanfälle zu vermeiden.

Wahrscheinlich ist es für dich nicht möglich, genau dann zu meditieren, wenn du wütend bist, aber wenn du dir täglich kurz Zeit dafür nimmst, kannst du mit Wut besser umgehen. 

Nutze deine Freizeit, um zu lesen, zu tanzen, mit deinen Kindern oder Haustieren zu spielen, oder andere ausgleichende Aktivitäten durchzuführen. 

7. Vermeide irritierende Situationen (oder Menschen)

Vermeide irritierende Situationen um Wutanfälle zu vermeiden.

Wenn du weißt, dass dein Boss am Montag immer schlecht gelaunt ist, oder dass dein Partner häufig streitet, wenn er unter Stress steht, dann vermeide diese Situationen, um gar keine Wut aufkommen zu lassen. 

Wenn dich der Verkehr auf dem Heimweg verrückt macht, nimm den Bus oder die Bahn. Diese Methoden helfen dir, Situationen oder Menschen zu vermeiden, die dich oft in Rage bringen.