Was ist eine Metrorrhagie und wie behandelt man sie?

23 April, 2020
Als Metrorrhagie werden Vaginalblutungen bezeichnet, die zwischen den Monatsblutungen auftreten. Wenn es dazu kommt, ist es notwendig, einen Gynäkologen aufzusuchen, um eine rechtzeitige und genaue Diagnose zu erhalten. Erfahre hier, worauf diese Zwischenblutungen zurückzuführen sind.

Wenn außerhalb der Zyklen vaginale Blutungen auftreten, musst du wissen, was eine Metrorrhagie ist und wie man sie behandelt, denn wahrscheinlich ist sie die Ursache.

Vaginale Blutungen zwischen den Monatsblutungen werden als Metrorrhagie bezeichnet. Wenn deine Monatsblutung normalerweise 3-7 Tage andauert und die Pausen zwischen den Monatsblutungen 24-35 Tage betragen, ist eine Metrorrhagie der Blutverlust, der in diesem Intervall auftritt.

Was ist eine Metrorrhagie?

Studien zeigen, dass eine Metrorrhagie bei Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter eine der häufigsten Geschlechtsblutungen und außerdem eine der häufigsten Ursachen für eine Anämie ist. Diese kommt aus der Gebärmutter, sofern keine organischen Pathologien oder eine Schwangerschaft vorliegen. Daher erweist sich die Klärung der Ursache oftmals als kompliziert.

Metrrorhagie
Auftretende Vaginalblutungen zwischen zwei Monatsblutungen, die keine bestimmte Ursache, wie z.B. eine Schwangerschaft zu haben scheinen, bezeichnet man als Metrorrhagie.

Was sind die Ursachen?

Diese Zwischenblutungen können unterschiedliche Ursprünge haben und mit verschiedenen Krankheitsbildern und Problemen zusammenhängen. Dennoch handelt es sich normalerweise um einen Zustand, den man behandeln kann. Einige der Ursachen sind:

  • Endometriumhyperplasie: Diese tritt auf, wenn die Gebärmutterschleimhaut (Schleimhaut, die die Gebärmutter bedeckt) sich extrem vergrößert und eine Blutung produziert. Dies wird normalerweise durch hohe Östrogen- und niedrige Progesteronspiegel verursacht.
  • Zervizitis: Entzündung des Gebärmutterhalses
  • Myome und Polype: Tumore, die im Inneren der Gebärmutter wachsen und Vaginalblutungen verursachen können, jedoch sind sie meistens gutartig.
  • Sexuell übertragbare Krankheiten (STI): z.B. Chlamydia oder Gonorrhö, beide können starke Blutungen zu verursachen.
  • Läsionen an der Scheidenöffnung: Diese können durch Trauma, Geschlechtsverkehr, Infektionen, Genitalwarzen oder Polypen entstehen.
  • Hypothyreose: Einige hormonelle Veränderungen können auch Metrorrhagien auslösen, unter anderem Veränderungen im Zusammenhang mit der Menstruation.
  • Eileiterschwangerschaft: Wenn sich der Embryo außerhalb der Gebärmutter einnistet.
  • Fehlgeburt: Sie wird von Gewebsmaterial und Koliken begleitet.
  • Menopause: Als Auswirkung der vaginalen Trockenheit, verursacht durch den drastischen Rückgang von Östrogenen.
  • Verwendung von Hormonen: Zum Beispiel bei Behandlungen mit Östrogenen. Auch die Einnahme von Antibabypillen oder Spiralen.
  • Missbrauch von blutverdünnenden Medikamenten: Manche Frauen haben auch in dieser Situation Blutungen oder Probleme mit der Gerinnung selbst.

Um eine Metrorrhagie richtig zu diagnostizieren, ist es wichtig, Blutungen aus dem Urin oder dem Rektum auszuschließen. 

Vielleicht interessiert dich auch: Ursachen für vaginale Blutungen außerhalb der Periode

Diagnose: Metrorrhagie

Metrorrhagie
Bei unregelmäßigen Blutungen ist es wichtig, einen Gynäkologen zu konsultieren und sich entsprechenden Untersuchungen zu unterziehen.

Wenn du einen Arzt konsultierst, kann dieser eine Blutanalyse und weitere Tests durchführen, um andere Probleme auszuschließen und eine Diagnose zu stellen. Beispielsweise würde eine Blutanalyse den Hormonspiegel überprüfen, ein Ultraschall die Gebärmutter analysieren und eine Untersuchung des Gebärmutterhalses ermöglichen, sexuell übertragbare Krankheiten ausschließen, und so weiter. 

Die Forschungen zu diesem Thema haben auch betont, dass eine Metrorrhagie mit Adipositas zusammenhängt und um die genauere Diagnose zu stellen, organische Pathologien (u. a. an der Vulva, in der Scheide, im Gebärmutterhals, Myome, Polype, Tumore am Becken) ausgeschlossen werden müssen. 

Lies auch: Training und Menstruationszyklus

Wie behandelt man eine Metrorrhagie?

Die Behandlung einer Metrorrhagie hängt von ihrem Ursprung ab. Das heißt, der Arzt legt die Behandlung fest, nachdem er die Ursache herausgefunden hat. Wenn die Ursache mit der Menopause zusammenhängt, kann der Arzt bestimmte Hormone wie Östrogen oder Progesteron verschreiben. 

Wenn die Metrorrhagie auf den Gebrauch von Verhütungsmitteln oder eine Spirale zurückzuführen ist, kann der Arzt die Methode oder die Pille ändern. 

Eine Operation kann erforderlich sein, wenn zu den Ursachen Polypen, Fehlgeburten, Tumore oder Eileiterschwangerschaften gehören. In der medizinischen Literatur wird auch erwähnt, dass die Behandlung einer Metrorrhagie auf drei Ziele ausgerichtet ist:

  • die Blutung zu stoppen,
  • den Zyklus anzupassen,
  • die Behandlung von Eisenmangel und Anämie.

Es ist empfehlenswert, über die Monatsblutungen Buch zu führen und festgestellte Unregelmäßigkeiten zu notieren, sodass, wenn man einen Speziallisten aufsucht, dieser eventuelle Probleme oder Krankheiten erkennen und frühzeitig behandeln kann.

  • Barón González de Suso, L., Piris Borregas, S., & García Rebollar, C. (2013). Metrorragia persistente en los primeros ciclos menstruales. Pediatria de Atencion Primaria. https://doi.org/10.4321/s1139-76322013000100007
  • Carolina Schulin-zeuthen, D. P., & Carolina Conejero, D. R. (2011). Trastornos Menstruales Y Dismenorrea En La Adolescencia Menstrual Disorders and Dysmenorrhea in Adolescents. Revista Médica Clínica Las Condes. https://doi.org/10.1016/S0716-8640(11)70391-1
  • Fernandéz, M. (2017). El ciclo femenino.
  • Giordano, M. G. (1992). Ciclo menstrual. Femina.
  • Hemorragia uterina anormal: enfoque basado en evidencias. Revisión sistemática. (2007). Revista Med de La Facultad de Medicina.
  • Montejo Rodriguez, R., González Soroo, M. D., Muruzábal Torquemada, J. C., & Martínez Montero, J. (2002). Protocolo diagnóstico de la metrorragia. Medicine – Programa de Formación Médica Continuada Acreditado. https://doi.org/10.1016/s0304-5412(02)70815-9