Warum Honig so unglaublich gesund ist

· 13 April, 2015
Auch wenn Honig in Zukunft konventionelle Antibiotika ersetzen könnte, da dieser keine negativen Nebenwirkungen zur Folge hat, wird dieses Bienenprodukt für Diabetiker und Pollenallergiker sowie für kleine Kinder nicht empfohlen.

In verschiedenen Beiträgen haben wir die Vorzüge des Honigs gepriesen und auch Schönheitsmittel vorgestellt. Heute möchten wir dir die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie näherbringen, in der untersucht wurde, warum Honig das beste natürliche Antibiotikum ist.

Es hat sich sogar herausgestellt, dass Bienenhonig zur Behandlung von Infektionen besser als manche konventionelle Antibiotika wirkt.

Warum Honig das beste natürliche Antibiotikum ist

Er enthält 13 Milchsäurebakterien (BAL), die gegen verschiedene Bakterienarten wirken. Dies hat Tobias Olofsson, Professor der Unviersität von Lund und Autor einer in der Zeitschrift International Wound Journal veröffentlichten Studie herausgefunden.

Das Forscherteam von Olofsson hat für die Studie 42 Krankheisterreger von Wunden der 22 Studienteilnehmer mit den 13 Milchsäurebakterien des Honigs behandelt. Damit wurden ähnliche Wirkungen wie bei konventionellen Antibiotika verzeichnet.

Der Honig wurde zusätzlich zur Behandlung von verletzten Pferden verwendet, deren Wunden nicht heilten. Auch hier waren die Ergebnisse positiv. Olofsson weist jedoch darauf hin, dass es sich um frischen und reinen Bienenhonig handeln muss, um diese Resultate zu erziele. 

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Die in Supermärkten erhältlichen Sorten enthalten keine lebendigen Milchsäurebakterien und deshalb hat dieser nicht dieselbe Wirkung.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich um ein für die Medizin sehr wichtiges Ergebnis handelt.

Da Bienenhonig in Zukunft eine alternative Behandlungsmöglichkeit zu konventionellen Antibiotika – die bekanntlicherweise Nebenwirkungen zur Folge haben – sein könnte.

Welche anderen Eigenschaften hat Honig?

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Er enthält nicht nur wertvolle Milchsäurebakterien (BAL) sondern ebenfalls Probiotika und Antioxidantien.

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Dieses köstliche Bienenprodukt zeichnet sich außerdem durch Vitamin A, Vitamin B2, B3, B5 und Vitamin C sowie zahlreiche Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, Kupfer, Jod und Zink aus. Er wir deshalb für folgende Anwendungen verwendet:

  • Gegen schädliche Organismen wie Salmonellen oder E.coli. Zusätzlich wirkt Honig verdauungsfördernd.
  • Zur Stärkung des Immunsystems und gegen Infektionen der Atemwege wie Grippe oder Erkältungen.
  • Seit dem Altertum wird dieses Bienenprodukt zur Behandlung von Wunden, Vorsorge gegen Infektionen und für eine bessere Wundheilung verwendet.
  • Er wird ebenfalls für die Hautpflege verwendet, da damit Infektionen verhindert und Bakterien bekämpft werden können.

Noch mehr Wissenswertes über Honig

  • Er ist für Diabetiker nicht empfehlenswert, da dieser in kurzer Zeit sehr viel Zucker liefert, was für die Betroffenen schlecht ist. Diabetiker sollten ihn deshalb nur begrenzt verzehren.
  • Kinder unter einem Jahr sollten auch keinen essen, da sie noch nicht fähig sind, diesen richtig zu prozessieren.
  • Wer eine Pollenallergie hat, kann allergisch reagieren.
  • 100 ml Bienenhonig enthalten 325 Kalorien. Deshalb wird Honig am Morgen oder bei sportlichen Aktivitäten empfohlen.

Anwendung für therapeutische Zwecke

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  • Im Fall von Wunden oder Verbrennungen wird Honig direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen. Mindestens 3 Mal täglich wechseln.
  • Stillende Mütter können etwas auf die Brustwarze auftragen, um Infektionen zu verhindern.
  • Bei Hautreizungen kann er als Basis für eine Massage verwendet werden.
  • Um den Organismus innerlich zu desinfizieren kannst du einen oder zwei Löffel Honig, ein Glas lauwarmes Wasser und Zitronensaft mischen.
  • Um Sodbrennen zu verhindern, kannst du eine Mischung aus einem Löffel Honig, zwei Löffeln Apfelessig und einem Glas Wasser trinken.
  • Gegen Atemwegsinfektionen, Halsbeschwerden, Grippe oder Erkältungen ist die Kombination mit Zitronen- oder Orangensaft sehr empfehlenswert. Am besten ein heißes Getränk damit zubereiten und vor dem Schlafengehen trinken.
  • Olofsson, T. C., Butler, È., Markowicz, P., Lindholm, C., Larsson, L., & Vásquez, A. (2016). Lactic acid bacterial symbionts in honeybees - an unknown key to honey’s antimicrobial and therapeutic activities. International Wound Journal. https://doi.org/10.1111/iwj.12345
  • Jull, A. B., Cullum, N., Dumville, J. C., Westby, M. J., Deshpande, S., & Walker, N. (2015). Honey as a topical treatment for wounds. Cochrane Database of Systematic Reviews. https://doi.org/10.1002/14651858.CD005083.pub4