Shampoo selbstgemacht

· 19 März, 2019
Wenn du mit dem Shampoo aus Essig und Natron beginnst, wird dein Haar anfangs vielleicht etwas fetter sein und es können auch Schuppen entstehen. Sobald du dich jedoch daran gewöhnst, wird dein Haar wieder gesund glänzen.

Alle persönlichen Hygieneartikel beinhalten Chemikalien, die nicht immer gesund für unseren Körper, Haare, Nägel usw. sind. Shampoo kann man selbst machen.

Viele der schädlichen Stoffe werden durch die Poren aufgenommen und gelangen ins Blut. Wenn du gute, natürliche Alternativen suchst, lies diesen Artikel. Du wirst erfahren, wie du selbst Shampoo herstellen kannst.

Natürliches Shampoo mit Essig und Natron

Organische Shampoos werden aus natürlichen und pflanzlichen Mitteln hergestellt und mit ätherischen Ölen parfumiert. Diese können jedoch relativ teuer sein. Du kannst die Rezepte unserer Vorfahren verwenden, um dein Haar Tag für Tag auf gesunde Weise zu reinigen. ç

Du kannst z.B. Apfelessig und Natron verwenden, um deine Haare zu waschen und optimale Resultate zu erzielen.

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Wenn dir der Geruch nach Essig zu stark ist, kannst du diesen mit ätherischen Ölen überdecken. Je nach Bedarf kannst du z.B. Teebaumöl (bei Schuppen), Rosmarin (bei Haarausfall) oder Lavendelöl (um die Kopfhaut zu entspannen) verwenden.

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Mische einen Löffel Natron mit einer Tasse lauwarmem Wasser bis sich das Pulver gut auflöst. Fülle diese Flüssigkeit in eine Flasche (du kannst z.B. eine leere Shampooflasche verwenden).

Wenn du fettige Haare hast, kannst du etwas mehr Natron verwenden. Bereite in einer anderen Flasche die Mischung einer Tasse Essig mit Wasser zu. Dies ist der Conditioner. Bei trockenem Haar kannst du überdies ein bisschen mehr Essig verwenden.

Befeuchte deine Haare mit Wasser und verwende die Natronlösung mit sanften Massagen, um deine Haare zu reinigen. Danach mit lauwarmem Wasser spülen.

Es kann sein, dass sich deine Haare etwas rau anfühlen, doch mache dir keine Sorgen, das Essigwasser wird den pH-Wert wieder ausgleichen. Verwende anschließend die Essigspülung und spüle mit Wasser nach.

In den ersten Tagen muss sich das Haar erst an diese neue Methode gewöhnen und eine eigene Schutzschicht aufbauen. Deshalb kann es sich in der ersten Zeit etwas fettig anfühlen oder es können auch Schuppen entstehen. Doch hast du Geduld, nach kurzer Zeit wird dein Haar gesund glänzen.

Shampoo mit Aloe Vera

Aloe Vera beruhigt und schützt die Haut. Deshalb wird sie in diesem Shampoo als Ausgangsbasis verwendet. Du benötigst nur vier Zutaten: 5 ml Glyzerin, 1 Löffel Aloe-Vera-Gel, 60 ml Flüssigseife und 1 ml Pflanzenöl.

Alle Zutaten sind im Reformhaus erhältlich. Das Aloe-Gel kannst du direkt der Pflanze entnehmen. Schneide ein Blatt auf und teile es länglich in zwei Hälften.

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Du kannst auch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls dazufügen, um dem Shampoo ein gutes Aroma zu verleihen und bestimmte Probleme wie Haarausfall, Schuppen, Trockenheit usw. zu behandeln.

Mische alle Zutaten gut mit einem Löffel oder dem Mixer. Danach kannst du je nach Wunsch und Bedarf ein ätherisches Öl unterrühren. Das Ergebnis ist ein Shampoo mit 120 ml.

Fülle dieses in eine Plastik- oder Glasflasche, du kannst dafür einen Trichter verwenden. Wichtig ist, dass die Flasche einen Deckel hat. Du kannst dieses Shampoo täglich für deine Haare verwenden, für die Kopfhaut ist jedoch normalerweise jeden zweiten Tag empfehlenswert.

Vor der Verwendung das Shampoo schütteln, damit sich die Zutaten erneut mischen.

Selbstgemachtes Shampoo mit Kamille

Du hast Kamille vielleicht schon einmal als Haarspülung verwendet.

Für das Rezept benötigst du: 1 Liter Natriumlaurylethersulfat, 1 Tasse purifiziertes Wasser, 20 Gramm Kamillenblüten (oder 4 Teebeutel), 1/4 Löffel Olivenöl, 1/4 Löffel Ethylalkohol, 1 Kristallbehälter mit einer Kapazität von 2,5 Liter, Trichter, eine Plastikflasche mit einer Kapazität von 1 Liter.

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Erhitze das Wasser in einem Topf, sobald es kocht gib die Kamillenblüten dazu und schalte den Herd ab. Lasse den Aufguss fünf Minuten lang ziehen. Gib den Ethylalkohol und das Öl dazu. Schalte auf niedrige Temperatur und rühre um, bis sich alles gut vermischt.

Gib das Natriumsulfat in die Schüssel und fülle dann die Mischung mit Kamille und Alkohol dazu. Rühre danach gut um, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht. Fülle diese anschließend mithilfe des Trichters in die Flasche.

Dieses hausgemachte Kamillenshampoo kann an einem kühlen Ort im Bad 6 Monate lang aufbewahrt werden. Du wirst dir dabei im Vergleich mit herkömmlichem Shampoo 25% sparen und gleichzeitig verwendest du weniger giftige Produkte.

Selbstgemachtes Shampoo mit Honig

Für dieses Shampoo benötigst du natürliche, flüssige Olivenseife, puren Bienenhonig und Wasser. Mische eine halbe Tasse Seife mit einer halben Tasse Wasser und 1 Tasse Honig in einer Flasche mit Schraubverschluss.

Schüttle die Flüssigkeit, bis sie sich gut vermischt. Wasche dir die Haare wie gewöhnlich und lasse das Shampoo dann 10 Minuten lang wirken. Danach ausspülen.

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Eine Variante dieses Rezepts: 1/4 Tasse Honig, 2 Löffel Wasser, 2 Löffel flüssige Olivenseife, 1 großes Ei, 1 Löffel Hammamelis, 1 Teelöffel Rosenwasser und 1 Löffel Weizenkeime. Mische alle Zutaten in einer Flasche mit Deckel. Wie gewöhnliches Shampoo verwenden.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Kim, Jun Seita, Pete

  • Burlando, B., & Cornara, L. (2013). Honey in dermatology and skin care: A review. Journal of Cosmetic Dermatology. https://doi.org/10.1111/jocd.12058
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