Richtige Ernährung bei Endometriose

18 Februar, 2015
Bei diesem Leiden empfiehlt es sich, den Konsum von prozessierten Lebensmitteln, die künstliche Zusatzstoffe enthalten, zu reduzieren. Auch auf Nahrungsmittel mit Gluten sollte verzichtet werden. Iss viel Obst und Gemüse!

Endometriose ist eine eher unbekannte Krankheit, an der jedoch viele Frauen leiden – oft ohne Diagnose der Erkrankung. Das Unwissen über dieses Leiden führt zu Unverständnis und zu wenig Unterstützung für die betroffenen Frauen. In diesem Beitrag erfährst du Wissenswertes über Endometriose, die unter anderem zu Unfruchtbarkeit und starken Menstruationsschmerzen führen kann. Wir empfehlen auch bestimmte Nahrungsmittel, die hilfreich sein können.

Was ist Endometriose?

Die Gebärmutterschleimhaut, auch Endometrium genannt, erneuert sich jeden Monat bei der Menstruation. Bei Endometriose befindet sich das Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle, meist an den inneren Genitalorganen, den Eierstöcken und Eileitern, der Blase oder im Darm. Die häufigsten Symptome dieser Krankheit sind:

  • Unfruchtbarkeit
  • Schmerzen vor oder während der Menstruation und/oder bei Geschlechtsverkehr
  • Unregelmäßige Menstruation
  • Chronische Erschöpfung
  • Emotionale Probleme

Die Ursache dieser Erkrankung ist noch unzureichend erforscht, der Auslöser könnte jedoch eine Störung des Immunsystems sein. Auch genetische Faktoren können dabei eine Rolle spielen. 

Nicht zu empfehlende Nahrungsmittel

Viele Frauen spüren große Erleichterung, wenn sie im täglichen Ernährungsplan auf verschiedene Nahrungsmittel verzichten. Nicht empfohlen werden:

  • Rotes Fleisch und Wurstwaren
  • Hydrogenierte und Transfette (beispielsweise in industriellen Backwaren usw.)
  • Koffein
  • Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel
  • Alkoholische Getränke

Im Allgemeinen sollten prozessierte Nahrungsmittel und Fertiggerichte mit künstlichen Zutaten so gut wie möglich vermieden werden.

zucker

Ist Gluten bei Endometriose schädlich?

Verschiedene Fachärzte haben festgestellt, dass Frauen mit Endometriose häufig an einer Glutenunverträglichkeit leiden. Deshalb wird empfohlen, Gluten zu meiden. Bei einer strikten Diät über einen längeren Zeitraum kann oft eine deutliche Verbesserung erzielt werden. Gluten ist in folgenden Getreidesorten enthalten:

  • Weizen
  • Gerste
  • Roggen
  • Hafer
  • Dinkel
  • Triticale
  • Emmer
  • Kamut
  • Bulgur

Nahrungsmittel aus Mehlen dieser Getreidesorten (Brot, Gebäck, Pasta, Couscous, fermentierte Getränke, Paniertes, manche Wurstwaren, Käsesorten oder Pasteten, manche Süßigkeiten usw.) sollten deshalb gemieden werden.

vollkornbrot

Deshalb sollte genau auf die Inhaltsstoffe der verschiedenen Produkte geachtet werden, denn es kann sehr überraschend sein, wo diese Getreidesorten überall zu finden sind. Am besten immer auf die Bezeichnung „ohne Gluten“ achten. Es werden immer mehr Spezialprodukte angeboten. Die Ernährungsumstellung ist nicht einfach, doch wir empfehlen folgende vorteilhafte Nahrungsmittel, die kein Gluten enthalten und die genannten Getreidesorten ersetzen können: 

  • Reis
  • Mais
  • Buchweizen (es handelt sich nicht um eine Weizenart)
  • Tapioka
  • Hülsenfrüchte
  • Früchte
  • Gemüse
  • Trockenfrüchte (sicherstellen, dass kein Mehl beigefügt wurde)
  • Eier
  • Fleisch
  • Fisch
  • Milch und Milchprodukte (bei Käse aufpassen!)

Empfehlenswerte Nahrungsmittel

Es gibt verschiedene Nahrungsmittel, die bei Endometriose vorteilhaft sind und deshalb in den täglichen Speiseplan aufgenommen werden sollten:

  • Grünes Blattgemüse wie Spinat, Feldsalat, Mangold usw.
  • Kreuzblütler wie Kohl, Brokkoli, Kohlrabi usw.
  • Gemahlener Leinsamen oder Leinsamenöl aus erster Kaltpressung
  • Hülsenfrüchte
  • Trockenfrüchte und Samen
  • Grüntee

salat

Empfohlene Nahrungsergänzungsmittel

Zusätzlich zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung werden folgende Nahrungsergänzungsmittel empfohlen:

  • Magnesium: Dieses Mineral verbessert die Allgemeingesundheit.
  • Traubenkernextrakt: Die enthaltenen Antioxidantien bringen zahlreiche gesundheitliche Vorteile.
  • Mönchspfeffer: Dieser sollte mindestens 3 Monate lang eingenommen werden, da es einer längeren Behandlung bedarf, um von den gesundheitsfördernden Eigenschaften zu profitieren.
  • Dong Quai: Diese asiatische Pflanze wirkt ausgezeichnet bei verschiedenen Frauenbeschwerden.
  • Löwenzahn: Diese Heilpflanze wirkt reinigend und stützt so Leber- und Nierenfunktionen. Löwenzahn kann als Tee oder als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Wir empfehlen auf jeden Fall, zuerst einen Facharzt zu konsultieren und sich von diesem beraten zu lassen. Auch wenn die beschriebenen Heilmittel natürlich sind, kann es zu Nebenwirkungen kommen. Frauen mit Endometriose sollten sich insbesondere während der Schwangerschaft regelmäßigen Kontrolluntersuchungen unterziehen.

 

 

Bilder zur Verfügung gestellt von Uwe Hermann, chiot´s run y asdfawey

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