Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis

28 November, 2015
Unabhängig davon, ob die Beschwerden nur manchmal oder regelmäßig auftreten, sind eine gesunde Ernährung, regelmäßige Essgewohnheiten sowie die Vermeidung von Stress sehr wichtig, um Refluxösophagitis vorzubeugen.

Heute möchten wir euch mehr über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis verraten. Diese Verdauungsstörung kommt immer häufiger vor. Dabei kommt es zu Brennen und Unwohlsein im Magen und in der Speiseröhre. Die Symptome der Refluxösophagitis treten meist nach dem Essen oder Trinken auf.

Vielleicht leidest du an dieser Störung, ohne dies zu wissen. In diesem Beitrag erfährst du Wissenswertes über die Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis, wie beispielsweise einige natürliche Hausmittel zur Bekämpfung der Symptome.

Was ist Refluxösophagitis?

Um diese Störung besser zu verstehen, analysieren wir zuerst die Bedeutung der Bezeichnung an sich: „Reflux“ bedeutet Rückfluss, „Ösophagitis“ Speiseröhrenentzündung.

Bei einem gesunden Körper wird der Verdauungsprozess durch die Aktion verschiedener Muskeln und Säuren ermöglicht. Der Schließmuskel, der sich an der Magenöffnung befindet bleibt dabei verschlossen, damit die sauren Verdauungssäfte nicht in die Speiseröhre geraten, wo sie Beschwerden verursachen können.

Wenn der Schließmuskel jedoch nicht korrekt schließt, können der Magensaft und damit auch feste oder flüssige Speisereste in die Speiseröhre zurückfließen.

Das zurückbleibende Gefühl ist ähnlich wie beim Erbrechen: Ein unangenehmer Geschmack, Brennen in der Brust und im Mund oder auch Schluckbeschwerden können die Folge sein.

Wenn dies mehrmals im Monat oder inder Woche vorkommt, leidest du an Refluxösophagitis, die auch als Refluxkrankheit, Speiseröhrenentzündung oder kurz GERD (gastroesophageal reflux disease) bezeichnet wird.

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Wie kommt es zu Refluxösophagitis?

Entstehung und Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis

Die häufigsten Ursachen für die Refluxkrankheit, die (kurz oder etwas länger) nach dem Essen auftritt, sind:

  • Hiatushernie, die auf den oberen Teil des Magens drückt und den Ösophagussphinkter (Schließmuskel) drückt, was den Rückfluss von Magensäure ermöglicht.
  • Verschiedene Medikamente, wie beispielsweise Aspirin, Anticholinergika, Bluthochdruckmedikamente, Bronchodilatoren oder Dopamin. Jedes dieser Arzneimittel hat verschiedene Auswirkungen auf die Speiseröhre und den Magen.
  • Schlechte Essgewohnheiten: unregelmäßige Essenszeiten, sehr scharfe und reizende Nahrungsmittel, eine Ernährung mit viel Fertigprodukten oder Fast Food.
  • Schwangerschaft: Viele Frauen leiden nur während der Schwangerschaft an Refluxbeschwerden, da das Gewicht des Babys auf den Magen drückt und sich so der Ösophagussphinkter leichter öffnet. Sollte dies bei dir der Fall sein, solltest du vorsichtig sein, da die Beschwerden auch nach der Schwangerschaft anhalten könnten.
  • Übergewicht: Ähnlich wie in einer Schwangerschaft üben hier die verspeisten Nahrungsmittel sowie das Bauchfett zu viel Druck aus und bewirken deshalb den Rückfluss der Nahrung in die Speiseröhre.
  • Spannung und Stress sowie Angstzustände, finanzielle Probleme, Druck oder Nervosität können ebenfalls Refluxbeschwerden verursachen. Dabei kommt es zu Magenbeschwerden, Anspannung und einem Ungleichgewicht, das zum Rückfluss der Magensäure oder von Speiseresten führen kann.

Die häufigsten Symptome der Refluxkrankheit sind:

  • Brennen und Schmerzen im Brustbereich (Sodbrennen),
  • Regurgitation (Rückfluss von festen oder flüssigen Nahrungsmitteln in die Speiseröhre),
  • Schluckbeschwerden,
  • Schmerzen, die mit denen eines Herzinfarktes verwechselt werden könnten,
  • Aufstoßen,
  • Völlegefühl nach dem Essen,
  • Übelkeit,
  • Schluckauf,
  • Halsbeschwerden (in Kehlkopf und Rachen),
  • Heiserkeit,
  • das Gefühl, einen Fremdkörper im Hals zu haben,
  • nächtlicher Husten,
  • Bronchokonstriktion (Bronchialverengung),
  • innere Blutungen,
  • Blutarmut.

Natürliche Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis?

Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis

Gesunde Essgewohnheiten sind von größter Wichtigkeit, um diese Krankheit zu lindern. Du solltest auf jeden Fall auf folgende Nahrungsmittel verzichten:

  • Kaffee,
  • Erfrischungsgetränke,
  • Schokolade,
  • Tomatensauce,
  • Alkohol,
  • Essig,
  • tierische Fette (Wurstwaren),
  • starke Gewürze,
  • Senf,
  • Pfeffer,
  • Chili und
  • Milch sowie Milchprodukte.

Auch folgende Empfehlungen solltest du beachten, um die Beschwerden zu lindern:

  • Nach dem Essen keine sportlichen Aktivitäten durchführen (am besten ruhst du dich im Sitzen aus oder machst einen kurzen Spaziergang).
  • Nach dem Essen solltest du dich nicht hinlegen und
  • auch nicht beugen.
  • Trage nach dem Essen keine schweren Lasten und
  • iss nicht zu schnell.
  • Kaue alle Nahrungsmittel gut.
  • Während des Essens solltest du auf Diskussionen und lange Gespräche verzichten.
  • Wenn du zornig oder enttäuscht bist, wartest du besser mit dem Essen.
  • Trinke zum Essen keine gezuckerten Getränke.
  • Hör mit dem Rauchen auf, falls du zu den Rauchern gehörst.
  • Das Abendessen solltest du möglichst früh einnehmen. Achte darauf, abends nur leichte Gerichte zu essen.
  • Du solltest Diät halten, um an Gewicht zu verlieren.
  • Praktiziere Yoga oder Meditation.

Nahrungsmittel, die auch bei Refluxkrankheit erlaubt sind

Du kennst bereits alle verbotenen Nahrungsmittel. Anschließend listen wir Lebensmittel auf, die du in deinen Speiseplan einbauen kannst:

  • Frische Salate,
  • natürliche Säfte,
  • pflanzliche Milch (aus Reis, Hafer, Mandeln oder Hirse),
  • Probiotika (Joghurt oder Kefir),
  • Bienenhonig,
  • Trockenfrüchte (gemahlen),
  • Kräutertees (insbesondere Echte Beinwellwurzel, Raute oder Enzian),
  • Kardamom,
  • Ingwer,
  • Wasser und
  • Basilikum.

Naturheilmittel als Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis

Du weißt, welche Lebensgewohnheiten zu empfehlen sind und auf welche du besser verzichten solltest. Als Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis empfehlen sich folgende Hausmittel:

Apfelessig

Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis: Apfelessig

Mische einen Esslöffel Apfelessig (15 ml) mit einem Glas Wasser (200 ml) und trinke diese Mischung vor dem Essen, um den Magen zu beruhigen und die Verdauung zu fördern. Du kannst diese Mischung auch nach dem Essen trinken, sie hilft sehr schnell.

Natron

Natron hat zahlreiche, sehr interessante Eigenschaften. Wir empfehlen dir, das weiße Pulver als natürliches Antazidum, um Magenschmerzen, Gastritis und Reflux zu lindern. Einfach einen Esslöffel Natron in einem Glas Wasser verrühren und so schnell wie möglich trinken (bevor sich Blasen bilden).

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Aloe-Vera-Saft

Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagitis: Aloe Vera

Du hast noch immer keine Aloe-Vera-Pflanze zu Hause? Auf was wartest du noch? Dieses Naturheilmittel kann zur Behandlung verschiedenster Beschwerden verwendet werden. Aloe Vera ist auch eine der Behandlungsmöglichkeiten von Refluxösophagiti.

Löse das Gel eines Blattes (ungefähr 30 g) in einem halben Glas Wasser (100 ml) auf und trinke die Mischung sobald du unangenehme Symptome verspürst.

  • Schiefke, I., Mössner, J., & Caca, K. (2005). Refluxösophagitis. Internist. https://doi.org/10.1007/s00108-005-1373-1
  • Koop, H. (1990). Konservative Therapie der Refluxösophagitis. Zeitschrift Fur Gastroenterologie. Verhandlungsband.