Petersilie: gesund und lecker! 2 Rezepte

Petersilie kann noch so viel mehr als nur Salate und Suppe würzen!

Petersilie ist nicht nur ein leckeres Gewürz, sondern auch ein traditionelles Naturheilmittel.

In manchen Ländern spielt die Petersilie sogar Hauptrollen in leckeren Gerichten, von denen wir dir am Ende des Artikels zwei interessante Rezepte verraten möchten.

Petersilie: Heil- und Küchenkraut!

Bei uns kommt die Petersilie meist einfach nur zum Würzen oder auch als dekoratives Element auf den Teller, in den Salat oder über die Suppe oder Kartoffeln gestreut.

Petersilie kann jedoch so viel mehr und darf auch gerne eine Hauptrolle in Rezepten spielen! Außerdem ist Petersilie sehr gesund.

Auch wenn man der schlichten Petersilie (egal ob kraus oder glatt) es zunächst nicht zutraut: sie enthält sehr viel Vitamin C!

Mit 160mg Vitamin C in 100g Blattgrün ist das etwa genauso viel wie in Zitrusfrüchten enthalten ist!

Leider ist das Vitamin nicht sehr hitzestabil, weswegen du den vollen Vitamingehalt nur erhältst, wenn du Petersilie frisch von der Pflanze roh isst, zum Beispiel in Salaten.

Tipp: Petersilie zerkocht schnell und verliert beim Kochen das Aroma. Streue daher die gehackten Blätter erst beim Servieren auf die Gerichte!

Kaufe daher am besten frische Petersilie im Topf und kultiviere sie auf der Fensterbank. Oder kaufe das Kraut tiefgekühlt, um so von den Vitaminen profitieren zu können.

Abgepackte „frische“ Petersilie lagert viele Tage in Plastik und verliert dadurch einen Großteil der Vitamine!

Naturheilmittel

Das in Blättern, Samen und Wurzeln enthaltene ätherische Öl wirkt stark harntreibend, weil es anregend auf die Nieren wirkt.

In zu hoher Konzentration wirkt der Stoff jedoch auf manche Muskulatur kontrahierend, was bei Menstruationsblutungen Krämpfe fördern kann. Petersiliensaft ist an solchen „Tagen“ also als kritisch anzusehen.

Das altdeutsche Sprichwort „Petersilie hilft dem Manne aufs Pferd, den Frauen unter die Erd!“ bezieht sich auf zwei Dinge.

Laut Volksglauben soll das Küchengewürz aphrodisierende Wirkung auf Männer haben. Aufgrund ihrer kontrahierenden Wirkung auf die Muskulatur der Gebärmutter kann bei zu hohem Konsum von Petersilie im schlimmsten Fall eine Fehlgeburt oder starker Blutverlust bei Menstruation auftreten.

Nicht unkritisch im Altertum und daher das Ende des Sprichwortes „hilft den Frauen unter die Erde“.

Die Volksmedizin beschreibt Petersilie oder ihre Bestandteile als wirksam bei sehr vielen Leiden wie zum Beispiel

  • Harngrieß,
  • Nieren- und Blasensteinen,
  • Milz- und Leberleiden,
  • Gelbsucht,
  • Kreislaufstörungen,
  • Wassersucht,
  • Verdauungs- und Blasenschwäche,
  • Brustschmerzen,
  • „Verschleimung“ von Brust, Magen und Nieren,
  • Blähungen,
  • Fieber,
  • Uterusleiden,
  • geschwollener Schilddrüse,
  • chronischem Husten und
  • mangelnder Menstruation,
  • Saft gegen Juckreiz von Mückenstichen.

Diese Anwendungsgebiete beruhen auf Überlieferung und sind natürlich nicht alle wissenschaftlich erforscht. Probiere es aus!

Bund PetersilieRezepte

Wie wäre es denn, die Petersilie Mal eine Hauptrolle in der Küche spielen zu lassen? Ein Hauptgericht, das das Kraut ganz zum Star des Gerichtes macht? Wir haben zwei Ideen für dich:

Petersilien-Pesto zu Nudeln

Damit peppst du jedes Nudelgericht sofort auf. Einfach Nudeln deiner Wahl kochen und mit dem Pesto vermischt servieren. Schon fertig! Du brauchst nur:

  • 1 dicken Bund Petersilie
  • 2 Zehen frischen Knoblauch
  • 80g Nüsse nach Wahl (Pinienkerne, Mandeln oder Haselnüsse)
  • 65g Parmesan
  • 150ml kalt gepresstes Olivenöl
  • Pfeffer und Salz

Die Zubereitung geht ganz schnell und einfach: Fülle einfach alle Zutaten in einen Mixer und püriere sie zu einer homogenen Sauce. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und genießen!

gesunde PetersiliePetersilien-Minz-Salat

Im Mittelmeerraum, aber auch im Kaukasus und Orient wird viel mit frischer Minze gekocht. Vielleicht gefällt dir ja dieses Rezept als frische Beilage zu Grillfleisch? Du brauchst:

  • 3 Bund Petersilie
  • 1 Bund Minze
  • 6 große Tomaten
  • 1 Salatgurke
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Chilischote
  • Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Pfeffer, Salz

Für den Salat darfst du die Blätter der beiden Kräuter nur grob hacken.

Vermische die beiden Kräuter und stelle sie beiseite. Schneide den Rest des Gemüses klein und rühre eine Sauce aus Olivenöl, Zitronensaft, Pfeffer und Salz an.

Mische dann Gurken, Frühlingszwiebeln und Tomaten und fülle sie in eine Salatschüssel oder richte auf Tellern an.

Häufe dann die Kräutermischung locker darüber und begieße alles mit der Sauce. Dekoriere mit in feine Ringe geschnittenen Chilischoten.