Wie kann man Darmkrebs erkennen und vorbeugen?

16 August, 2014
Vollkornprodukte enthalten wertvolle Ballaststoffe, die den Darm sauber halten. Vergiss nicht, ausreichend Wasser außerhalb der Mahlzeiten zu trinken, um die Wirkung zu unterstützen.

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten unseres Zeitalters. Er tritt im Dickdarm und im Mastdarm auf. Es ist von großer Bedeutung, die Symptome dieser Krankheit zu kennen, damit eine frühzeitige Diagnose gestellt und die geeignete Behandlung durchgeführt werden kann.

Die Darmpflege ist sehr wichtig, damit sich keine Polypen bilden, die auf lange Dauer zu Krebs führen können. Der Bildung von Polypen kann auf natürliche Weise vorgebeugt werden.

Häufige Symptome

  • Wiederkehrende Darmprobleme oder Veränderungen des Stuhlgangs
  • Blut im Stuhl
  • Beschwerden in der Bauchgegend, Schmerzen, Koliken, Blähungen, Völlegefühl
  • Unbegründeter Gewichtsverlust
  • Schwäche
  • Erbrechen

Risikofaktoren

  • Personen über 50 Jahre
  • Menschen in der Familie, die bereits an Darmkrebs erkrankt sind
  • Chronische Darmprobleme
  • Diabetes
  • Eine schlechte Ernährungsweise, mit vielen schädlichen Fetten und wenig Ballaststoffen
  • Rauchen und Alkohol
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht

Ernährung mit Vollkornprodukten

Ballaststoffe halten unseren Darm rein und gesund. Aus diesem Grund sollten wir immer Lebensmittel aus Vollkorn wählen, die so wenig wie möglich verarbeitet wurden.

Ballaststoffe finden wir in folgenden pflanzlichen Produkten:

  • Trockenfrüchte und Nüsse
  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Getreide aus Vollkorn: Brot, Mehl, sonstiges Getreide (Reis, Hirse, Quinoa, Weizen) und Teigwaren

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Wenn wir über unsere Nahrung mehr Ballaststoffe einnehmen, ist es wichtig, gleichzeitig auch mehr Flüssigkeit zu trinken. In den ersten Tagen kann zu Verstopfung kommen, da die Ballaststoffe Flüssigkeit entziehen.

Wir empfehlen Ihnen, täglich zwischen 6 und 10 Gläser Wasser zu trinken. Der tägliche Bedarf an Wasser hängt unter anderen von unserem Alter, von unseren Aktivitäten und auch von der Außentemperatur ab.

Schädliche Lebensmittel

Welche Nahrungsmittel können unserem Darm schaden? Schädlich sind vor allem rotes Fleisch und verarbeitete Fleischwaren.

Fleisch, das vom Körper nicht richtig verdaut wird, verfault im Darm und setzt sich fest. Auf lange Dauer kann der Darm so vergiftet werden. Um unseren Bedarf an Eiweiß zu decken, konsumieren wir statt Fleisch am besten Hähnchen (aus ökologischer Landwirtschaft), Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, etc.  Diese Lebensmittel liefern unserem Körper genügend Energie, ohne dem Darm zu schaden.

Bei Personen, die keine Milch und Milchprodukte vertragen kann es auch zu Darmproblemen kommen. Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie Milchprodukte vertragen oder nicht, können Sie ein einfaches Experiment durchführen: Essen Sie einen Monat lang keine Milch und Milchprodukte mehr. So kann sich der Körper von angesammelten Giftstoffen befreien. Wenn Sie danach wieder Milch und Milchprodukte konsumieren und Darmbeschwerden auftreten, ist es empfehlenswert, den Konsum dieser Produkte einzustellen.

Nötige Vitamine und Mineralien

Kalzium

In einigen Studien wurde festgestellt, dass dieses Mineral das Risiko an Darmkrebs senken kann. Kalzium ist in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Sesam (Sesamsamen, Sesammus, Sesamöl, etc.)
  • Grünes Gemüse (Spinat, Mangold, Brokkoli, etc.)
  • Lachs
  • Sardinen
  • Mandeln (als Trockenfrüchte oder als Getränk)

Vitamin D

Immer wenn wir von Kalzium sprechen, müssen wir auch an Vitamin D denken, denn nur durch dieses Vitamin kann Kalzium aufgenommen werden. Deshalb hilft Vitamin D auch, Darmkrebs vorzubeugen.

Die natürlichste und gesündeste Quelle für Vitamin D ist unsere Sonne. Es ist ratsam, in den frühen Morgenstunden ein bisschen Sonne zu tanken oder kurz bevor die Sonne wieder untergeht.

Vitamin D ist auch in einigen Lebensmitteln enthalten:

  • Lachs
  • Makrele
  • Sardinen
  • Eier

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Wenn wir in einem Gebiet leben, in der die Sonne nicht sehr oft scheint, dann können wir Vitamin D auch als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Folsäure

Folsäure oder Vitamin B9 hilft unserem Körper, neue Zellen zu schaffen. Zudem besitzt sie viele positive Eigenschaften und ist bei einer Schwangerschaft unabdingbar. Folsäure reduziert auch das Darmkrebsrisiko. Sie ist in folgenden Nahrungsmitteln enthalten:

  • Grünes Gemüse (Mangold, Brokkoli, Spinat)
  • Spargel
  • Erbsen
  • Linsen
  • Kichererbsen
  • Erdbeeren
  • Orangen
  • Papaya

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Magnesium

Dieses Mineral wird bei der Behandlung von Darmbeschwerden eingesetzt, zum Beispiel bei Reizdarm. Magnesium hilft außerdem, das Darmkrebsrisiko zu senken. Wir sollten täglich Lebensmittel einnehmen, die reich an Magnesium sind. Darunter finden wir zum Beispiel:

  • Kakao
  • Kürbiskerne
  • Leinsamen
  • Sonnenblumenkerne
  • Mandeln
  • Cashew-Nüsse
  • Paranüsse
  • Weiße Bohnen
  • Erbsen
  • Grünes Gemüse

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Magnesium kann auch über ein Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Wir empfehlen Ihnen die Einnahme über eine Zeitspanne von zwei bis drei Monaten.

Selen

Selenmangel ist einer der Hauptgründe für Darmkrebs. Dies haben verschiedene Studien belegt. Dieses Mineral ist vor allem für Menschen ab 40 Jahren besonders wichtig. Wir können es entweder als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen oder täglich zwei Löffel Bierhefe einnehmen, entweder mit etwas Wasser oder mit etwas Saft vermischt.

Bilder von John Loo, beautifulcataya, Andrea Pokrzywinski und The travelling bum

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