Wissenswertes über Olivenöl

· 4 Juni, 2014
Auch wenn Olivenöl zum Kochen verwendet werden kann, wird empfohlen, dieses kalt in Salaten oder kalten Suppen zu essen, denn so bewahrt es alle positiven Eigenschaften.

Olivenöl wird aus der Frucht des Olivenbaums gewonnen. Dieser schöne Baum kann bis zu fünfzehn Meter hoch werden und zeichnet sich durch eine breite Baumkrone und einen kurzen, dicken Stamm aus. Erfahre anschließend mehr über Olivenöl.

Dieser Baum stammt ursprünglich aus Griechenland und Kleinasien. Dort gibt es noch heute eine Vielzahl von wilden Olivenbäumen (Oleaster). Der grau-silberne Stamm und die schmalen grünen Blätter verleihen dem Olivenbaum eine besondere Schönheit.

Wissenswertes über Olivenöl

Olivenöl ist eines der wichtigsten Elemente der gesunden mediterranen Ernährung. Es hat Komponenten, die für die Gesundheit von großem Nutzen sind, sowohl als kulinarische Zutat als auch für die therapeutische Verwendung bei der inneren und äußeren Anwendung.

Olivenöl gilt als Grundnahrungsmittel, und obwohl die Wissenschaft erst vor wenigen Jahrzehnten ihren wertvollen Beitrag zur Gesundheit erkannt hat, wird der Olivenanbau seit über 6000 Jahren angebaut.

Lesetipp: Mediterrane Diät zum Abnehmen

In der Antike haben alte Kulturen wie die Ägypter, Griechen und Römer es schon zum Kochen als auch für medizinische Zwecke verwendet.

In Griechenland wurde es zu einem wertvollen Handelsgut und es wird gesagt, dass die römische Aristokratie das Olivenöl der iberischen Halbinsel sehr schätzte.

Olivenölarten

Oliven

Der Anbau von Oliven erfolgt zu 95% in den Mittelmeerländern.

In Spanien gibt es bis zu 260 Sorten dieses Baums, der weltweit führende Hersteller dieses kostbaren Öls.

Es gibt Tafeloliven, die als Obst, in Vorspeisen, Salaten und anderen Gerichten verwendet werden.

In Spanien sind die bekanntesten Oliven:

  • Manzanilla
  • Gordal
  • Hojiblanca
  • Carrasqueña
  • Cacereña.

Je nach Farbton heben wir drei Typen hervor: grüne, violette und schwarze Oliven. Alle erhalten eine Behandlung, um die Säure zu verlieren.

Das Öl ist der Saft, der aus Oliven gewonnen wird, von denen es viele Sorten gibt, die dann einen unterschiedlichen Geschmack, Geruch und Eigenschaften verleihen.

Verschiedene Arten von Olivenöl

Je nach Art der Gewinnung oder Verarbeitung gibt es verschiedene Arten von Olivenöl. Das am meisten geschätzte und am stärksten nachgefragte Öl ist natives Olivenöl extra (vor allem Bio).

Diese Sorte wird durch kaltes Pressen erhalten, das auf natürliche Weise durch ein mechanisches Brech- und Olivenpressverfahren erreicht wird, bei dem das Öl mit all seinen Eigenschaften extrahiert wird, ohne dass es einer Raffination bedarf.

Die Qualität des Öltyps wird nicht nur durch seinen Geschmack oder seine Textur bestimmt, sondern auch durch seinen Säuregrad.

Und seinen mehr oder weniger hohen Anteil an Antioxidationsmitteln, Vitamin E, Polyphenolen, Beta-Carotin und anderen Komponenten, die einen höheren biologischen Wert ergeben.

Dies wird durch die Reifung und Qualität der Olive sowie die verwendete Technologie oder Maschine beeinflusst.

Verschiedene Arten

  • Extra virgen: Dieses Öl ist von höchster Qualität. Seine Säure darf 0,8 Grad nicht überschreiten. Dieser Wert hängt größtenteils vom Herstellungsprozess ab. Ein hoher Säuregehalt bedeutet eine beschädigte Olive oder einen Fehler bei der Verarbeitung oder Aufbewahrung.
  • Virgen: Es enthält höchstens 2 Grad Säure und ist auch qualitativ hochstehend. Der Herstellungsprozess ist gleich wie beim Extra virgen.
  • Natives Olivenöl: Hier beträgt die Säure mehr als zwei Grad. Deshalb ist dieses Öl für den Konsum nicht geeignet, da es sehr bitter ist. Normalerweise wird es in einem Verfeinerungsprozess weiter verarbeitet, bei dem es an Säure verliert, jedoch auch an Qualität.
  • Raffiniertes: aufgrund des hohen Säuregehalts ist dieses Öl nicht von hoher Qualität. Deshalb wird es erneut prozessiert, damit das raffinierte Olivenöl seine Unreinheiten veliehrt. Dabei gehen aber auch Farbe, Geschmack und natürliches Aroma verloren. Dabei sinkt die Säure auf 0,3 Grad.
  • Olivenöl: eine Mischung aus nativem und aus raffiniertem Öl. Die Säure beträgt bis zu einem Grad. Es enthält einige Eigenschaften des Olivenöls Virgen, allerdings weniger Qualität.
  • Olivenresteröl: Dieses Öl wird aus Olivenresten gewonnen, die schon gepresst oder gemahlen wurden. Es ist nicht verzehrbar. Olivenresteröl wird mit nativem Olivenöl gemischt und man erhält wenig natürliches Öl von geringer Qualität, das weniger als ein Grad Säure enthält.

Wir empfehlen dir, dass du Extra virgen wählst, am besten biologisches. Dieses ist zwar etwas teurer, doch die Investition lohnt sich auf jeden Fall. Man kann dies als eine Investition in die Gesundheit betrachten und gleichzeitig verwöhnt man seinen Gaumen.

Der König der Küche

Oliven

Es verleiht unseren Gerichten ein leckeres Aroma und einen angenehmen, charakteristischen Geschmack. Das Öl kann man roh oder auch erhitzt konsumieren und der Geschmack ist je nach Typ der Olive anders.

Wir raten dir, dass du roh verschiedene Marken ausprobierst, aus verschiedenen Olivenarten. So kannst du die verschiedenen Aromen kennen lernen.

  • Öl in roher Form:
    • für Salate, Gemüse und andere Gerichte.
    • Beim Frühstück auf Toast mit Öl, Salz und Tomaten, als Beilage zu Sandwiches.
    • Bei der Herstellung von Saucen, kalten Suppen und Vorspeisen.
  • Erhitzt:
    • als Würzpastete für Eintöpfe, für Gemüse, Fisch oder Fleisch
    • Als Zutaten für die Herstellung von Brot, Keksen, Keksen, Muffins und Gebäck aller Art.
  • Auch zum Frittieren eignet es sich hervorragend
    • für alle Lebensmittel. Olivenöl zu verwenden ist ein Vorteil, weil sich seine Konsistenz auch bei 200° Grad nicht verändert. Die frittierten Lebensmittel nehmen außerdem sein Aroma an, auch wenn beim Frittieren das Öl einige Eigenschaften verliert.

Beim Frittieren sollte man allerdings darauf achten, dass das Öl nicht so stark erhitzt wird, dass Rauch entsteht. Außerdem sollte das Öl nicht öfters als fünf Mal benutzt werden und dies wenn möglich immer mit den gleichen Lebensmitteln.

Nährwert

Die Bestandteile des Olivenöls sind hauptsächlich Fette (98%). Bei den Fetten ist zu erwähren, dass die Fettsäuren sehr wichtig für die Gesundheit sind. Olivenöl enthält einfach ungesättigte Fettsäuren sowie gesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Lesetipp: 5 Symptome eines Defizits an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

  • Die einfach ungesättigten Fettsäuren sind Ölsäure (75%) und Palmitoleinsäure (1,5%).
  • Die gesättigten Fettsäuren sind Palmitinsäure und Stearinsäure (zwischen 10% und 20%).
  • Die mehrfach ungesättigen Fettsäuren sind Linolsäure (zwischen 3% und 15 %) und Linolensäure (1,5%).

Der Rest im Öl besteht aus Kohlenhydraten, Beta-Carotin (Provitamin A), Sterolen und Tocopherolen (Vitamin E).

Unter den weniger qualitativen Inhaltsstoffen finden wir Polyphenole, die dem Öl das Aroma geben, Beta-Carotin und Chlorophyll, beide für die Farbe verantwortlich und andere volatile Zusatzstoffen, die dem Öl den typischen Geruch verleihen.

Weiter beinhaltet es Antioxidanten, damit das Öl nicht ranzig wird.

Gesunde Eigenschaften

Öl

Ein Löffel extra virgen pro Tag liefert uns 60 Kalorien ohne Cholesterin und beugt so Herz-Gefäss-Krankheiten vor, liefert Antioxidantien und einen Teil der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin E.

Unter den Antioxidantien finden wir Poliphenole, die das Herz schützen. Sie verringern die Aktivität der Freien Radikale und verhindern, dass sich die Platten an den Arterien festsetzen können.

Zudem haben sie eine entzündungshemmende Wirkung. Jeder Löffel Olivenöl enthält 7 Gramm Fett, von dem das meiste ungesättigt ist. Somit ist das Olivenöl eine wertvolle Quelle an gesunden Fettsäuren.

Verschiedene Studien aus dem letzten Jahrhundert haben bewiesen, das Olivenöl Herz-Gefäss-Krankheiten vorbeugen kann.

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 40 Gramm pro Tag. Das entspricht zwei bis drei Esslöffeln Olivenöl.

Unter den verschiedenen positiven Eigenschaften können wir folgende hervorheben:

  • Schützt das Herz. Olivenöl enthält viel Ölsäure (zwischen 60% und 80%). Damit liefert es uns viele für unseren Körper wertvolle, einfach gesättigte Fettsäuren, vor allem für das Kreislaufsystem.
  • Kontrolliert das CholesterinOlivenöl Virgen fördert das gute Cholesterin (HDL), das für die Gesundheit notwendig ist, und hemmt das schlechte Cholesterin (LDL). So werden Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein erhöhter Arteriendruck verhindert. Mit nur einem Teelöffel auf leeren Magen können Sie das Cholesterin und die Triglyzeride regulieren.
  • Senkt den Blutdruck. In Spanien durchgeführte Studien bestätigen, dass das verbrauchte Olivenöl normalerweise den Zellen hilft, die die Blutgefäße auskleiden, wodurch der Blutdruck gesenkt wird.

Knochen und Muskeln

  • Beugt Osteoporose vor. Ein regelmäßiger Konsum hilft, Osteoporose vorzubeugen, da durch Olivenöl die Knochenmasse aufgebaut wird. Durch eine verringerte Knochenmasse sind die Knochen dann eher für Osteoporose anfällig.
  • Mineralisierung der Knochen. Es ist wichtig, dass Olivenöl auch in der Ernährung von Kindern und Erwachsenen enthalten ist. Es hilft, die Knochen der Mineralien in der Ernährung zu ernähren und hilft bei der Aufnahme von Kalzium und Magnesium.

Krebs

  • Schützt vor Hautkrebs. Ein regelmäßiger Konsum hilft, bösartigen Melanomen vorzubeugen, die dann zu Hautkrebs führen.
  • Starkes Antioxidans. Es hat einen hohen Gehalt an phenolischen Antioxidantien wie Vitamin E, die dann als Protektoren gegen zellulären oxidativen Stress fungieren.

Verdauung

  • Fördert die Verdauung. Rohes Olivenöl reduziert die Sekretion von Magensäure und schützt dann den Magen vor Krankheiten, die von übermäßigem Säuregehalt herrühren. Es hilft auch der Gallenblase bei der Bildung von Galle.
  • Bekämpft Verstopfung. Sein gewöhnlicher Konsum ist ein mäßiges Abführmittel und begünstigt dann auch die Aufnahme von Nährstoffen.
  • Hilft, Gewicht zu verlieren. Studien zeigen, dass die Verwendung von Olivenöl gesunde Energie liefert, aber auch ein wichtiges Gefühl der Fülle vermittelt.

Stoffwechsel

  • Hilfe bei Typ-II-Diabetes. Wenn der Konsum von gesättigtem Fett, das zu Fettleibigkeit führt, durch Olivenöl ersetzt wird, das reich an ungesättigten Fettsäuren wie Ölsäure ist, dann vermeiden wir alle Kontraindikationen, die Übergewicht mit sich bringt, wie Typ-II-Diabetes.
  • Verbessert die Stoffwechsel- und kognitiven Funktionen. Durch positive Beeinflussung der Bildung von Zellmembranen sowie auch im Gehirngewebe. Der Konsum von einfach ungesättigten Fetten und die antioxidativen Wirkungen von Polyphenolen stehen in direktem Zusammenhang mit kognitiven Verbesserungen und helfen dann, das Gedächtnis zu erhalten.

Weitere Eigenschaften

Frau

  • Lindert Ohrenschmerzen. Befeuchte ein Wattestäbchen und reibe dann die äußeren Ohrwände sanft mit dem Öl ein.
  • Hilft gegen Schnarchen. Ein Teelöffel Olivenöl vor dem Zubettgehen schmiert den Hals und vermeidet dann die Probleme der Heiserkeit in der Nacht.
  • Haarkonditionierer. Besonders für trockenes Haar wirkt das Olivenöl dann als Feuchtigkeitscreme, einfach mit ein paar Tropfen die Kopfhaut massieren.
  • Gegen Depressionen. Eine fettarme Diät, begleitet von einem moderaten Olivenölkonsum, kann dann depressive Zustände lindern.

Äußere Anwendung von Olivenöl

Hauttyp

Seit Jahrtausenden wird Öl für die äußere Anwendung für Haut und Haare verwendet. Es wird gesagt, dass Galeno schon im 2. Jahrhundert Öl benutzt hat, um es vermischt mit Kerzenwachs als Creme zu verwenden.

Weiter wurde es dank seiner feuchtigkeitsspendenden Wirkung als Balsam bei Massagen verwendet. Eine ähnliche Wirkung hat es auf Haut und Nägel.

Olivenöl kann auch als Abschminkmittel für die Augen, als Hautpflege sowie in Pflegeseifen für den ganzen Körper verwendet werden. Heutzutage sind viele verschiedene Kosmetik- sowie Pflegeprodukte mit Olivenöl auf dem Markt zu finden.

Folgende Produkte können hervorgehoben werden:

  • Handcreme
  • Natürliche Seife
  • Syrische Seife mit Olivenöl sowie Lorbeer
  • Feuchtigkeitsspendende Körpermilch mit Olivenöl und grüner Mandarine
  • Verjüngende Gesichtsfeuchtigkeitscreme
  • Peeling-Seife für Fußcreme sowie Ellbogen
  • Peelingschwamm mit Olivensteinen
  • Badegel
  • Körperöl
  • Deodorant
  • Gesichts-Hydro-Creme
  • Sonnenmilch
  • Lippenbalsam und vieles mehr.

Man kann Kosmetikprodukte mit dem wertvollen Öl selbst herstellen. Dazu wird es mit anderen Ölen, Zitronen, Wachs, Honig oder mit Milchprodukten gemischt.

Bilder von Angel Rodriguez und Santiago

  • Calabriso, N., Scoditti, E., Pellegrino, M., & Annunziata Carluccio, M. (2014). Olive Oil. In The Mediterranean Diet: An Evidence-Based Approach. https://doi.org/10.1016/B978-0-12-407849-9.00013-0
  • Cicerale, S., Conlan, X. A., Sinclair, A. J., & Keast, R. S. J. (2009). Chemistry and health of olive oil phenolics. Critical Reviews in Food Science and Nutrition. https://doi.org/10.1080/10408390701856223