Lerne deinen Geist von negativen Gedanken zu befreien

29 Januar, 2021
Das erste, was wir tun sollten, um uns von negativen Gedanken zu befreien, ist eben diese zu erkennen. Dann müssen sie verwandelt werden, damit sie uns nicht am Wachstum hindern und wir uns durch sie weiterentwickeln können.

Unser innerer Friede ist nicht verhandelbar. Deshalb ist es notwendig, mit unseren Gefühlen zu “haushalten” und den Gedanken, Emotionen und Erinnerungen in unserem Geist einen Platz einzuräumen, die wirklich wichtig für uns sind. Im Gegensatz dazu sollten wir den Dingen, die uns krankmachen, die unseren Geist in seiner Entfaltung stören, ihre Macht nehmen.

Der schlimmste Feind steckt oft in uns selbst, da hat das Sprichwort Recht. Kaum etwas kann uns größeren Schaden zufügen als unsere eigenen Gedanken. Wenn wir immer wieder daran denken, welche Fehler wir gemacht haben, welche Ängste wir erlebt haben und welche Träume wir nicht erfüllen konnten, dann hindern wir uns selbst an unserem persönlichen Wachstum.

Daher möchten wir dir heute einige sehr einfache Strategien vorstellen, wie du dich von negativen, belastenden und beunruhigenden Gedanken befreien kannst. Lies einfach weiter, um mehr darüber zu erfahren!

Wie kannst du deine negativen Gedanken beiseite legen?

Du musst lernen, nach und nach negative Gedanken beiseite zu legen, damit sie dich nicht lähmen und daran hindern, die verschiedenen Momente deines Lebens zu genießen. Es ist nicht immer einfach, aber es ist möglich. Möchtest du einige Strategien kennenlernen, wie dir dies gelingen kann?

1. Lerne, dir dieser negativen Gedanken bewusst zu werden

Gedanken - meditierende Frau
Positive Visualisierung ist eine Form der Meditation, die zu einer guten psychischen Gesundheit beiträgt. Sie wird empfohlen, um negative Gedanken in Krisenzeiten zu reduzieren.

Der menschliche Geist ist so komplex, dass er trotz aller Fortschritte auf dem Gebiet der Psychologie dennoch weitestgehend unverstanden bleibt. Hier, in diesem unentdeckten Raum, leben unsere Gedanken und Erinnerungen und all jene Gefühle, die wir mit ihnen verknüpfen. Es gibt jedoch Zeiten, in denen diese Gedanken deinen inneren Frieden beeinträchtigen und es dir nicht erlauben, klar zu argumentieren oder zu denken.

In derartigen Situationen kannst du Folgendes unternehmen:

  • Nimm dir jeden Tag etwas Zeit für dich. Ruhe dich aus, entspanne dich und beschäftige dich mit deinen Gedanken.
  • Nimm ein weißes Blatt Papier zur Hand und versuche, in wenigen Worten aufzuschreiben, wie du dich fühlst: wütend, beunruhigt, einsam, bedroht, ängstlich…
  • Wenn du all diese Gefühle ans Tageslicht geholt hast, ist der Zeitpunkt gekommen, danach zu fragen, was hinter ihnen steht: Warum bist du wütend? Hat dich jemand verraten? Was macht dir Angst? Hast du Angst vor dem Verlassenwerden?
  • Finde die Antworten auf diese Fragen. Wenn du weißt, was diese Emotionen auslöst, kannst du eine Lösung für deine Probleme erarbeiten.

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2. Befreie deinen Geist von negativen Gedanken

Ein ruhiger Geist ist ein Spiegelbild deiner Gesundheit. Das sollte uns von Beginn an klar sein, denn wenn wir in den Teufelskreis aus dauerhafter Sorge, Wut oder Trauer verfallen, werden wir krank.

Wenn du also feststellst, dass deine negativen Gedanken über längere Zeit andauern, solltest du dich am besten an einen Psychologen wenden. Dieser wird dir dabei helfen, diese Gedanken zu ordnen und auf gesunde Weise mit ihnen umzugehen.

Die kognitive Verhaltenstherapie kann sehr förderlich für deine psychische Gesundheit sein, daher solltest du sie nicht von vorneherein ausschließen!

3. Lerne, zu verzeihen und loszulassen

Die Fähigkeit zu vergeben, ist für unsere Gesundheit und damit für unser Leben nur aus einem einzigen Grund jeden Tag von entscheidender Bedeutung: Sie ermöglicht es, uns von vielen Lasten zu befreien (oder zumindest die Belastung zu reduzieren). Dies kann manchmal große Überwindung kosten, aber sobald du wirklich verziehen hast, Vergangenes gehen lassen kannst, wirst du inneren Frieden finden.

4. Verwandle negative Gedanken in positive

Manchmal haben unsere Gedanken, vor allem sich immer wiederholende Gedanken, ganz klar negative Auswirkungen auf unser Befinden: “Ich kann das nicht”, “Ich schaffe das nicht”, “Ich verdiene das nicht”, “Es ist längst zu spät dafür” oder ähnliche mehr.

Es lohnt sich, wenn du dir die Mühe machst, jeden Gedanken in einen positiven zu verwandeln: “Ich kann das”, “Ich schaffe das”, “Ich verdiene es” und “Es ist nicht zu spät für das, was ich tun möchte”.

5. Lasse zwanghafte Gedanken los und schaffe Raum für neue Hoffnung

Gedanken - Frau am Fenster

Es gibt Situationen, in denen sich unsere inneren Ängste in Obsessionen verwandeln. Denken wir zum Beispiel an die Menschen, die eine krankhafte Eifersucht entwickeln, weil sie glauben, ihr Partner würde sie nicht ausreichend lieben oder gar betrügen. Diese Art der Obsession macht dich nicht nur unsicher und unglücklich, sondern führt auch zur Entstehung immer neuer Ängste.

Wenn du das nicht verändern kannst, was dich stört, solltest du versuchen, die negativen Gedanken auf andere Weise umzuleiten. Zum Beispiel, indem du Aktivitäten unternimmst, die dir Freude bereiten und indem du für dich selber sorgst. Wenn du glücklich bist, kannst du auch andere Menschen glücklich machen.

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6. Manchmal sind Veränderungen der Schlüssel zur Lösung

Stelle dir deinen Geist als einen Raum vor. In bestimmten Momenten schließt du aus irgendeinem Grund alle Fenster in diesem Raum und  verweilst im Dunkeln, ohne das Luft eindringt. 

So wird die Atmosphäre und Stimmung von Tag zu Tag schwerer und du hörst auf zu atmen. Infolgedessen kannst du keine neuen Perspektiven erkennen, keine Hoffnung fassen und auch keinen frischen Lufthauch genießen.

In diesen Zeiten ist es sehr wichtig, den Geist “zu öffnen” und dafür musst du Veränderungen vornehmen. Zuerst einmal musst du diesen Raum wieder in einen Ort verwandeln, an dem Luft und Licht einströmen und frei zirkulieren. Ein Raum, in dem es friedlich ist und der viele Türen und Fenster hat.

Wenn du aus dieser trüben Realität herauskommen möchtest, dann lohnt es sich sehr, Veränderungen vorzunehmen. Einige Tipps und Empfehlungen hierfür sind folgende:

  • Bleibe kritisch, bilde dir deine eigene Meinung zu bestimmten Themen und höre niemals auf damit zu lernen, zu lesen und zu experimentieren.
  • Vermeide es, lange Zeit zuhause zu verbringen. Gehe hinaus an die frische Luft, gehe spazieren, nimm an einem Kurs teil, triff dich mit Freunden.
  • Entdecke die Welt durch neue Ansätze, Gedanken und Empfindungen. Freue dich jeden Tag auf neue Dinge.
  • Der größte Feind des offenen Geistes ist die Routine. Wer Tag für Tag dieselben Abläufe wiederholt, kann nichts Neues entdecken. Sorge dafür, dass jeder Tag etwas Neues birgt.
Gedanken - Frau am Strand

Nur Mut, du kannst das schaffen!

Wie du siehst, ist es nicht gut in Negativität zu leben. Sobald du bemerkst, dass du permanent negative Gedanken hast, musst du etwas dagegen unternehmen und eine Lösung finden.

Der Geist muss frei sein und sich bei geöffneten Fenstern und Türen entwickeln können. So wird die alte, stickige Luft, die Gedanken, die uns krank machen, ganz schnell von einer frischen Brise vertrieben.

Denke daran, dass die Empfehlungen, die wir dir heute gegeben haben, sehr hilfreich sein können. Dennoch können sie natürlich nicht die vielen Vorteile ersetzen, die dir eine Psychotherapie bieten kann, wenn es darum geht, deine negativen Gedanken zu überwinden. Daher solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen, wenn du permanent trübe Gedanken hast, die einfach nicht vergehen wollen. Vergiss nicht, dass du selber für dein Wohlbefinden verantwortlich bist.

  • Pablo Manzano. Temperamento y Personalidad – Libros Ilustrados. SteelBrush, 2014.
  • Gaby Vargas.  Comunícate, cautiva y convence: Aprende a leer a los demás. Impacta positivamente. Aumenta tu potencial. Penguin Random House Grupo Editorial México, 2015.
  • Susan Clonninger. Teorías de la personalidad. Pearson Educación, 2002.