Nimm den Gedanken, die dich beunruhigen, die Macht

· 27 Januar, 2016
Das Erste, was wir tun sollten, um uns von negativen Gedanken zu befreien, ist eben diese zu erkennen. Dann müssen sie verwandelt werden, damit sie uns nicht am Wachstum hindern und wir uns an ihnen weiterentwickeln können

Unser innerer Friede ist nicht verhandelbar. Deshalb ist es notwendig, mit unseren Gefühlen zu „haushalten“ und den Gedanken, Emotionen und Erinnerungen in unserem Geist einen Platz einzuräumen, die wirklich wichtig für uns sind.

Im Gegensatz dazu sollten wir den Dingen, die uns krankmachen, die unseren Geist in seiner Entfaltung stören, ihre Macht nehmen.

Der schlimmste Feind steckt oft in uns selbst, da hat das Sprichwort recht. Kaum etwas kann uns größeren Schaden zufügen als unsere eigenen Gedanken.

Wenn wir immer wieder daran denken, welche Fehler wir gemacht haben, welche Ängste wir erlebt haben und welche Träume wir nicht erfüllen konnten, dann hindern wir uns selbst an unserem persönlichen Wachstum.

Wir sollten mit leichtem Gepäck durch unser Leben schreiten. Je weniger Last du in deinem Geist und in deinem Herz trägst, umso besser kannst du vorankommen. All das, was negative Gefühle in dir auslöst, Wut, Zorn, Groll, Neid, das macht dich zu deinem eigenen Gefangenen.

Wir möchten dir deshalb heute drei Möglichkeiten vorstellen, wie du dich von belastenden, beunruhigenden Gedanken befreien kannst.

Und auch wenn deine Gedanken deine Angelegenheit sind, kommt doch positive Energie von außen niemals ungelegen – Positive Energie benötigt – Spender gesucht

Lernen, sich beunruhigender Gedanken bewusst zu werden

Gedanken sind die Last der Welt

Der menschliche Geist ist so komplex, dass er trotz aller Fortschritte auf dem Gebiet der Psychologie dennoch weitestgehend unverstanden bleibt. Hier, in diesem unentdeckten Raum, leben unsere Gedanken und Erinnerungen und all jene Gefühle, die wir mit ihnen verknüpfen.

Manchmal haben diese Verknüpfungen keinerlei Entsprechung in der Realität, z.B. wenn jemand die gesamte Schuld auf sich lädt, weil er von seinem Partner verlassen wurde.

Wir müssen lernen, einzuschätzen, welche Gefühle mit welchen Gedanken verknüpft sind. Es ist notwendig, zu erkennen, ob die bestehenden Verbindungen unser inneres Gleichgewicht stören. Versuch dazu, diesen Ratschlägen zu folgen:

  • Nimm dir jeden Tag etwas Zeit für dich. Ruhe dich aus, entspanne dich und beschäftige dich mit deinen Gedanken.
  • Nimm ein weißes Blatt Papier zur Hand und versuche, in wenigen Worten aufzuschreiben, wie du dich fühlst: wütend, beunruhigt, einsam, bedroht, ängstlich…
  • Wenn du all diese Gefühle ans Tageslicht geholt hast, ist der Zeitpunkt gekommen, danach zu fragen, was hinter ihnen steht: Warum bist du wütend? Hat dich jemand verraten? Was macht dir Angst? Hast du Angst vor dem Verlassenwerden?
  • Finde die Antworten auf diese Fragen. Erst dann kannst du eine Lösung für deine Probleme erarbeiten.

Der Geist soll frei von negativen Gedanken sein

Blumen in Gedanken

Ein ruhiger Geist ist Synonym von Gesundheit. Das sollte uns von Beginn an klar sein, denn wenn wir in den Teufelskreis aus dauerhafter Sorge, Wut oder Trauer verfallen, werden wir krank.

Lerne, zu verzeihen und gehen zu lassen

Die Fähigkeit, zu vergeben, ist für unsere Gesundheit und damit für unser Leben wichtig, denn sie ermöglicht uns die Freiheit. Wir wissen, dass es Überwindung kostet, aber sobald du wirklich verziehen hast, Vergangenes gehen lassen kannst, wirst du inneren Frieden finden.

Verwandle negative Gedanken in positive um

Manchmal haben unsere Gedanken, vor allem sich immer wiederholende Gedanken, ganz klar negative Auswirkungen auf unser Befinden. Ich kann nicht, ich schaffe das nicht, ich verdiene das nicht, es ist zu spät…

Es ist nicht leicht, dieses Empfinden in etwas Positives umzuwandeln. Versuche dennoch, dir immer wieder zu sagen: Ich kann das, ich schaffe das, ich verdiene es. Es ist nie zu spät.

Mach der Hoffnung Platz, lass Obsessionen los

Es gibt Situationen, in denen sich unsere inneren Ängste in Obsessionen verwandeln. Denken wir zum Beispiel an die Menschen, die eine krankhafte Eifersucht entwickeln, weil sie glauben, ihr Partner würde sie nicht ausreichend lieben.

Diese Art von Obsessionen, von Besessenheit, führt zur Entwicklung immer neuer Ängste, mit denen wir nur unglücklich werden können. Auch unseren Mitmenschen fügen wir so Schaden zu.

Versuchen wir doch, die Energie, die wir auf diese Obsessionen verwenden, auf etwas anderes zu fokussieren: auf unser eigenes Glück, auf unser eigenes Wohlbefinden. Wenn du einmal glücklich bist, dann kannst du auch Menschen in deinem Umfeld glücklich machen.

In anderen Kulturen beschäftigt man sich zum Teil viel intensiver mit dem, was in unserem Geist geschieht – Dalai Lama: die zehn Energiediebe

Manchmal sind Veränderungen der Schlüssel zur Lösung

Blase mit Gedanken

Stell dir deinen Geist als ein Zimmer vor. In einem bestimmten Moment schließen wir alle Fenster und Vorhänge, lassen kein Licht herein und keine frische Luft. Tag für Tag wird es dann stickiger und in dieser Luft können wir nur krank werden. Es ist uns auch nicht möglich, Dinge in einem neuen Blickwinkel zu betrachten, denn uns fehlt das Licht.

Es ist notwendig, den Geist „zu öffnen“ und um die Dunkelheit und die stickige Luft aus ihm zu vertreiben, müssen Änderungen stattfinden. Räumen wir um, bauen wir um – unser Geist soll ein Lichtpalast voller Fenster und Türen sein.

Wenn dir ein Vorwärtskommen nicht möglich ist, weil du dich selbst an deiner Weiterentwicklung hinderst oder vielleicht von anderen gehemmt wirst, dann arbeite aktiv an Veränderungen in deinem Leben:

  • Der größte Feind des offenen Geistes ist die Routine. Wer Tag ein, Tag aus dieselben Abläufe wiederholt, kann nichts Neues entdecken. Sorg dafür, dass jeder Tag etwas Neues birgt.
  • Geh aus, lerne neue Leute kennen. Lass zu, dass sich die Welt dir öffnet und du wirst merken, wie sich neue Gedanken und Gefühle in deinem Kopf ausbreiten.
  • Vermeide es, lange Zeit zuhause zu verbringen. Geh hinaus an die frische Luft, geh spazieren, nimm an einem Kurs teil, triff dich mit Freunden.
  • Lerne, zu hoffen.
  • Sei kritisch, dir selbst und anderen gegenüber. Reflektiere, bevor du eine Meinung äußerst und hör nie auf, zu lernen. Lies, probiere aus.

Der Geist muss frei sein und sich bei geöffneten Fenstern und Türen entwickeln können. So wird die alte, stickige Luft, die Gedanken, die uns krank machen, ganz schnell von einer frischen Brise vertrieben. Das ist sowohl für deine geistige als auch für deine körperliche Gesundheit unabdingbar.