Neue Hoffnungen: „Schwachpunkt“ der aggressivsten Art von Lungenkrebs gefunden

· 12 Oktober, 2016
Diese Methode befindet sich zwar noch im Experimentierstadium, klingt jedoch vielversprechend: Wenn der Zugang des Onkogens zu den Proteinen, die diesem als Nahrung dienen, blockiert wird, könnte die Behandlung helfen, das Fortschreiten von Lungenkrebs zu stoppen.

Allein das Wort „Lungenkrebs“ ist furchterregend, denn wir alle kennen jemanden in unserer Familie oder im Freundeskreis, der daran leidet oder den Kampf gegen diese Krankheit bereits verloren hat.

Dieses Thema ist komplex und dramatisch. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Lungenkrebs als eine der häufigsten Todesursachen.

Noch bis vor wenigen Jahren waren mehr Männer von dieser Krankheit betroffen, doch in letzter Zeit wird Lungenkrebs auch immer häufiger bei Frauen diagnostiziert.

Zwar ist der ursächliche Übeltäter meist Tabak, doch man sollte nicht vergessen, dass auch ein kleiner Bevölkerungsanteil daran erkranken kann, der ein gesundes Leben führt.

Das Ziel der Wissenschaft ist auf diesem Gebiet klar und entschlossen: Es ist notwendig, ein Medikament zu finden, das das Fortschreiten von Lungenkrebs stoppen kann.

Zweifellos werden mehr Investitionen auf diesem Forschungsgebiet benötigt. Darüber hinaus muss sich die Bevölerkung definitiv über die schädlichen Auswirkungen des Rauchens bewusst werden und ausreichend Unterstützung erhalten, um diese Gewohnheit endlich abzulegen.

Vor Kurzem war in verschiedenen Medien, wie beispielsweise in ScienceDaily eine hoffnungsreiche Nachricht zu lesen: Der „Schwachpunkt“ der genetischen Struktur, die die aggressivste Form von Lungenkrebs verursacht, konnte entdeckt werden.

Anschließend erfährst du mehr darüber.

Lungenkrebs und sein „Schwachpunkt“

Die Forschungsarbeit wurde vom Health System der University of Virgina durchgeführt, die Perspektiven sorgen, wie bereits erwähnt, für neue Hoffnung.

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Auch wenn dieses Forschungsprojekt viel verspricht, wird es noch ein Weilchen dauern, bis ein entsprechendes Medikament zur Verfügung steht. Es handelt sich um eine neuartige Behandlung, mit der die aggresivste Art von Lungenkrebs bekämpft werden kann.

Nachfolgend erfährst du mehr über die einzelnen Schritte dieses vielversprechenden Fortschritts:

Mikrozytischer Lungenkrebs

Diese Art von Tumor macht rund 15% aller Lungenkrebsfälle aus, es handelt sich jedoch um den Tödlichsten.

  • Dieser Lungenkrebs verbreitet sich sehr schnell und sobald die Metastasierung beginnt, ist es sehr schwierig das Leiden zu behandeln.
  • Onkologen weisen darauf hin, dass Patienten mit mikrozytischem Lungenkrebs eine durchschnittliche Lebensdauer von 5 Jahren haben.
  • Dieser Krebs kommt fast ausschließlich bei regelmäßigen Rauchern oder früheren Rauchern vor.
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Der Direktor dieser wissenschaftlichen Studie ist Kwon Park von der Abteilung für Mikrobiologie, Immunologie und Krebs der Universität von Virginia.

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Das Ziel seines Forscherteams ist es, das Fortschreiten von Lungenkrebs zu stoppen. Bei diesem Projekt war der Ausgangspunkt eine vorhergehende Forschung über die Mutationen eines Onkogens bei der Metastasierung.

Was von Anfang an klar war ist die Schwierigkeit, ein Arzneimittel zu entwickeln, mit dem diese Art von Gen, das die Krankheit auslösen kann, „kontrolliert“ werden kann.

Doch wie wäre es, wenn man statt die Gene zu kontrollieren, ihren „Schwachpunkt“ finden könnte? Genau das haben Dr. Park und sein Team erreicht.

  • Diese Art von Lungenkrebs weist in seiner Struktur eine „schwache Grenze“ auf, der Schlüssel liegt in den Proteinen.
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Diese Onkogene arbeiten sehr schnell

Ein Onkogen ist ein abartiges Gen, das sich selbst verändert hat, um einen Tumor auszulösen. Die Wissenschaftler haben im Labor festgestellt, dass dieses Gen, das für unzählige Todesfälle verantwortlich ist, sehr schnell arbeitet.

Es benötigt viel Eiweiß, um zu funktionieren. Das Gen selbst reguliert und verarbeitet die Proteine, damit jede Zelle sich mit noch größerer Geschwindigkeit teilen und so zur Metastasierung führen kann.

Auf diese Art dienen Proteine diesem Gen als „Treibstoff“, wodurch der Tumor entsteht. Die Frage war deshalb, was man tun kann, damit das Onkogen nicht so schnell auf die Proteine zugreifen kann.

Genau hier liegt der Schlüssel. Dr. Park und sein Team haben dieses Forschungsprojekt noch nicht abgeschlossen. Sie versuchen, die Proteinaktivität zu stoppen, die diese Krebsart stark macht. Es konnten im Labor bereits ausgezeichnete Resultate erzielt werden.

Hoffnung für die Zukunft

Wie anfangs erwähnt, ist diese Nachricht vielversprechend, doch wir müssen uns noch in Geduld üben, denn ein Arzneimittel befindet sich im experimentellen Stadium.

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Das Wissenschaftlerteam von Dr. Park hat ein Medikament entwickelt, das das Fortschriten dieses Tumors hemmt und es ist ein Projekt geplant, um die Behandlung in den Vereinigten Staaten an Patienten zu erproben.

Gleichzeitig wurden in Kanada und Australien ähnliche Varianten dieses Arzneimittels entwickelt. Die Idee dabei ist zu beobachten, welche Resultate die unterschiedlichen Behandlungen erzielen.

Es bleibt zu hoffen, dass es in Kürze ein wirksames Arzneimittel geben wird, das für alle Patienten weltweit zur Verfügung steht. Früher oder später, wird dies möglich sein.

Die Wissenschaftler werden eine wirksame Behandlung gegen Krebs finden: Für jede Art werden unterschiedliche Arzneimittel zur Verfügung stehen, es ist nur eine Frage der Zeit.