Mit Hafer gegen Ängstlichkeit und depressive Verstimmung – mit Rezept

Negative Stimmungsschwankungen und Ängstlichkeit können auch durch unausgewogene Ernährung entstehen.

Ist es nicht auffällig, dass man oft besonders traurig, missmutig und ängstlich ist, wenn man versucht, etwas abzunehmen, besonders auf seine Figur achtet und anders isst, als sonst? Könnte da ein Zusammenhang bestehen zwischen Ernährung und Gefühlslage? Durchaus! Wir zeigen dir, was zum Beispiel Hafer für dich tun kann!

Miese Laune durch miese Ernährung

Du leidest an einer Depression oder depressiven Verstimmung? Viele Menschen mit depressiven Verstimmungen leiden an Mineralstoffmangel. Meist fehlen Magnesium und Kalium. Vorbeugend solltest du dich ausgewogen ernähren, Diäten sind während dieser dunklen Phase deines Lebens absolut tabu! Es gibt einige Studien, die darauf hindeuten, dass eine Ernährung, die nicht alle nötigen Vitamine und Mineralien beinhaltet, zu Depression führt. Eine falsche Ernährung mit Fertigprodukten, Fast-Food, Tiefkühlkost, Dosengerichten und ihren Verwandten kann zu Mangelerscheinungen führen, die wir nicht als solche wahrnehmen. Ganz heimlich, still und leise schleicht sich durch unsere „moderne“ Ernährung ein Nährstoffmangel ein. Erst, wenn es zu spät ist, wird an den Symptomen „herumgedoktert“, nicht an der Ursache etwas geändert!

Depression-500x325Wichtige Nährstoffe für die Psyche

Magnesium

Magnesium wirkt auf die Synapsen der Nervenzellen ähnlich wie andere, verschreibungspflichtige Antidepressiva und wird in vielen Fällen sogar von Ärzten zur unterstützenden Behandlung bei depressiven Verstimmungen empfohlen. Auch wer unter Stress steht, hat einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Manche Antibabypillen haben auch als Nebenwirkung, dass dein Magnesiumbedarf sich erhöht, leider wissen das aber nicht viele. Es gibt also viele Gründe für Magnesiummangel, nicht nur Sport! Achte also darauf, reichlich Lebensmittel mit hohem Magnesiumgehalt zu essen. Das sind zum Beispiel Nüsse und Vollkornprodukte. Ein Müsli aus Haferflocken mit Nüssen sorgt zum Beispiel schon beim Frühstück für eine gute Portion Magnesium.

Kalium

Kalium brauchst du für eine richtige Reizübertragung der Muskeln (Muskelkrämpfe treten auch bei Kaliummangel, nicht nur bei Magnesiummangel auf!), es ist wichtig für eine optimale Reizleitung des Herzens und kann somit Herzrhythmusstörungen vorbeugen. Das richtige Zusammenspiel aller Nervensynapsen wird ebenfalls von Kalium mitgesteuert und steht im Verdacht, bei Mangel durch falsche Reizübertragung Depression zu verstärken oder mit auszulösen. Besonders viel Kalium steckt in frischem Obst und Gemüse, zum Beispiel Melonen oder Gurken.

Haferflocken (2)Kohlenhydrate

In Getreideprodukten stecken viele komplexe Kohlenhydrate, aus denen dein Körper selbst das Glückshormon Serotonin herstellen kann. Stelle deinem Körper also genug „Serotoninbausteine“ zur Verfügung! Achte darauf, möglichst Vollkornprodukte zu essen.

Depression durch gestörte Darmflora?

In Tierversuchen fand man heraus, dass die Darmflora sogar Stimmungen beeinflussen kann. Inwieweit das auf den Menschen übertragen werden kann, ist noch nicht ganz klar. Erste Ergebnisse sprechen aber stark dafür, dass auch beim Menschen eine gestörte Darmflora zu z.B. Depression führen kann. Ballaststoffe unterstützen eine gesunde Darmflora.

Hafer2Und was kann Hafer für dich tun?

Hafer ist eine wertvolle Kohlenhydratquelle. Und unser Körper kann aus komplexen Kohlenhydraten wie z.B. aus Haferflocken das Glückshormon Serotonin herstellen – gerade bei einer Diät rutscht die Laune leicht in den Keller, weil durch Mangelernährung auch unser (Glücks-)Hormonhaushalt durcheinander gerät.

Haferflocken sind auch reich an Ballaststoffen. Ballaststoffe sind die unverdaulichen Bestandteile unserer Nahrung. Sie sorgen unter anderem für eine gesunde Darmflora, die für eine gesunde Psyche ebenfalls wichtig ist.

Haferflocken enthalten viel Magnesium. Wer Haferflocken wählt, schützt sich durch den erhöhten Magnesiumgehalt noch effektiv vor negativen Effekten durch Stress und vor negativen Auswirkungen auf die Psyche durch Magnesiummangel!

Hafer enthält viel Vitamin B1, das auch Thiamin genannt wird. Vitamin B1 wird auch als „Nervenvitamin“ bezeichnet, es beschleunigt die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen und erhält das Nerven- und Herzmuskelgewebe.

Du siehst: in Hafer steckt so einiges, was dein Körper braucht, um deine Psyche stabil (und positiv) zu halten! Um den Kaliumbedarf zu decken, kombiniere dein Haferfrühstück doch mit kaliumreichem Obst, zum Beispiel Melone!

HaferRezept mit Hafer und Melone

  • 60 g Haferflocken (Kleinblatt oder Schmelzflocken)
  • 1/8 Honigmelone
  • 150 ml Wasser oder Milch (gerne Hafermilch, aber auch andere tierische oder pflanzliche Milchsorten sind o.k.)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Messerspitze Vanille

Lasse die Haferflocken in Milch über Nacht einweichen. Falls Du Schmelzflocken hast, ist das nicht nötig und du kannst sofort loslegen: die Melone in Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten in einen Standmixer/Blender geben. Zu einer homogenen Masse mischen, eventuell nach Geschmack mit Honig süßen. Eiskalt als Frühstücksgetränk genießen oder als erfrischender Abendimbiss!

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