Menopause: Die besten Tees zur Erleichterung der Symptome

· 9 Oktober, 2015
Falls du Medikamente einnimmst, um die Symptome der Menopause zu kontrollieren, lass dich vor der Einnahme dieser Tees von deinem Arzt beraten!

Jede Frau weiß, dass die Menopause ein natürlicher Lebensabschnitt ist, doch keine von uns scheint wirklich darauf vorbereitet zu sein. Die Symptome werden oft mit anderen Ursachen begründet und beispielsweise auf Müdikgeit oder Schlaflosigkeit zurückgeführt.

Bei manchen Frauen tritt sie früher, bei anderen später ein, wobei die Hormone vor der Menopause einen natürlichen Schutz vor bestimmten Krankheiten bilden.

Zwischen dem fünfundvierzigsten und fünfzigsten Lebensjahr zeigen sich meist die ersten Symptome: Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Angst, die unser tägliches Leben aus dem Gleichgewicht bringen.

Ärztliche Unterstützung kann dabei eine große Hilfe sein. Zusätzlich empfehlen wir natürliche Tees, die helfen können, die Symptome der Wechseljahre zu lindern.

1. Johanniskraut

Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist ein natürliches, vielverbreitetes Heilmittel gegen die Menopause. Es hilft insbesondere bei Stimmungsschwankungen, wie Traurigkeit sowie Reizbarkeit.

  • Die interne Anwendung hilft bei Ängsten, Verdauungsproblemen, Reizdarm sowie Kapillar-Zerbrechlichkeit.
  • Dieses Kraut kann in Form von Tee eingenommen sowie auch äußerlich aufgetragen werden. Es enthält überdies wertvolle ätherische Öle.
  • Johanniskraut ist reich an Gerbstoffen mit antiseptischer Wirkung und enthält überdies auch viele Vitamine.
  • Es enthält auch Hypericin, ein Stoff mit antidepressiven Eigenschaften, der bei leichter Depression sowie Abgeschlagenheit zu besserer Laune verhilft. 

Bei schwerwiegenderen emotionalen Problemen (einer mittleren oder schweren Depression) hat Johanniskraut keinen Nutzen.

  • Man kann 3 ml Johanniskrautöl täglich einnehmen.
  • Du kannst auch Tee mit 5 Gramm getrockneten Johanniskrautblättern zubereiten und diesen dann zusammen mit einem Glas Wasser (200 ml) trinken.
  • Falls du Schlafmittel, Antidepressiva sowie Antazida einnimmst, empfehlen wir diesen Tee nicht zu trinken (oder zumindest nicht regelmäßig).

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2. Lakritze

Lakritze

Lakritze (Süßholz) enthält Glycyrrhizin, ein Wirkstoff, der dabei hilft den Östrogenspiegel zu regulieren sowie gleichzeitig Wechseljahrbeschwerden zu lindern.

  • Die Lakritze (oder Süßholz) ist reich an Magnesium, Vitamin C, Flavonoiden sowie Beta-Karotinen. Sie ist sehr effizient bei der Behandlung von Müdigkeit, Stimmungsschwankungen sowie leichter Depression.
  • Dank der wertvollen Inhaltsstoffe funktioniert Süßholz wie natürliches Östrogen und kann deshalb für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt sorgen.
  • Um gute Ergebnisse zu erzielen, empfehlen wir täglich 3 Gramm Süßholzpulver in Form von Tee zusammen mit einem Glas Wasser zu trinken – am besten dann sobald die ersten Symptome auftreten.

3. Tee aus Passionsblume und Baldrian

Tees

  • Die Passionsblume (Passiflora incarnata) ist eine weitverbreitete Pflanze zur Behandlung von Angstzuständen sowie Schlaflosigkeit. Ihre Wirkungsweise ist Medikamenten ähnlich, die Benzodiazepin (Beruhigungsmittel) enthalten.
  • Sie erhöht die Leistungsfähigkeit, regelt den Schlafzyklus und wirkt überdies beruhigend auf die Muskeln.
  • Wenn Passionsblume und Baldrian kombiniert werden, kann damit eine bessere Behandlung erzielt und ein erholsamer Schlaf gefördert werden.

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  • Die Kombination aus beiden Pflanzen hilft gegen Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein sowie Ängste. Außerdem kann damit auch  der Herzrhythmus stabilisiert werden.
  • Du kannst einen Tee aus Baldrian und Passionsblume eine Stunde vor dem Schlafengehen trinken. Bring 200 ml Wasser (ein Glas) zusammen mit 2 Gramm Baldrian sowie 2 Gramm Passionsblume zum Kochen. Süße das Ganze mit einem Löffel Honig (25 ml).

Wenn du bereits Medikamente zu dir nimmst die Benzodiazepin enthalten, ist dieser Tee nicht empfehlenswert.

4.  Tees gegen nächtliches Schwitzen während der Menopause

1. Lindenblütentee

  • Lindenblütentee ist sehr effektiv zur Behandlung von Hitzewallungen sowie nächtlichen Schweißausbrüchen in den Wechseljahren.
  • Bring 200 ml Wasser (ein Glas) zum Kochen und gib dann 10 Gramm Lindenblüten hinzu, diese kannst du in jedem Naturkostladen und Reformhaus finden. Lass den Tee 10 Minuten ziehen und süße dann mit einem Löffel Honig (25 g).
  • Trinke diesen Tee dann eine Stunde vor dem Schlafengehen

2. Salbeitee

Salbeitee

  • Bekannt als „Pflanze für die Gesundheit der Frau“, ist Salbeitee täglich zu empfehlen, Wechseljahrbeschwerden (wie nächtliche Schweißausbrüche) zu bekämpfen.
  • Dieser Tee ist sehr wirksam: 20 Gramm Salbeiblätter mit 1 Liter heißem Wasser überbrühen und dann 20 Minuten ziehen lassen. Danach mit Honig süßen und mit dem Saft einer halben Limette verfeinern. Trinke diesen Tee dann nach den Mahlzeiten, 3 aufeinanderfolgende Tage. Mache danach eine Woche Pause und wiederhole danach diese Behandlung.

3. Zaubernusstee

  • Die Zaubernuss (Hamamelis) ist eine weitere sehr gesunde Pflanze, die zu einem erholsamen Schlaf verhilft und Hitzewallungen und Schweißausbrüche vermeiden kann
  • Trinke diesen Tee eine Stunde vor dem Schlafengehen. Überbrühe 10 Gramm der getrockneten Blätter mit 200 ml kochendem Wasser (ein Glas). Danach mit Honig süßen. Damit wirst du besser schlafen und dich in der Nacht erholen können.
  • Greeson, J. M., Sanford, B., & Monti, D. A. (2001). St. John’s wort (Hypericum perforatum): A review of the current pharmacological, toxicological, and clinical literature. Psychopharmacology. https://doi.org/10.1007/s002130000625
  • Nanavati, B., & Damle, M. (2014). Glycyrrhiza glabra (Liquorice) -a potent medicinal herb. International Journal of Herbal Medicine IJHM.