Krebsvorbeugende Ernährung

7 Juli, 2017
Mit der richtigen Ernährung lässt sich das Risiko an Krebs zu erkranken deutlich senken.

Die Ernährung ist nicht nur verantwortlich für manche kurzfristigen Erkrankungen wie zum Beispiel Durchfall oder Verstopfung, mit richtiger Ernährung kann man auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich verringern und so die statistische Lebenserwartung deutlich steigern.

Ernährung beugt vor!

Mit der richtigen Ernährung kann nicht nur Kleinigkeiten wie Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und mehr vorgebeugt werden, auch andere, größere Bedrohungen für deine Allgemeingesundheit können durch die richtige Ernährung verhindert werden.

Man denke hierbei nur an alle Folgen falscher Ernährung und Übergewicht: Diabetes, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Gicht, Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, – bis hin zu psychischen Problemen wie depressiver Verstimmung, Depression oder Aggression, die durch Mineralstoffmangel ausgelöst werden können.

Es gibt darüber hinaus wissenschaftlich fundierte Studienergebnisse, die beweisen, dass eine gesunde Ernährung wirklich dafür sorgt, das eigene Krebsrisiko zu senken. Mit unseren heutigen Ratschlägen und Ernährungstipps kannst du es schaffen, dein persönliches Krebsrisiko signifikant zu senken!

GeträankeVerzichte auf Alkohol

Alkohol an sich ist ein Zellgift, das über die Leber abgebaut wird und recht schnell im Gehirn seine bekannte Wirkung entfaltet. Bei Frauen liegt der Grenzwert für reinen Alkohol bei 12g pro Tag.

Ab diesem Wert wirkt sich das Zellgift schädlich aus und kann dabei unter anderem die Leber betreffen. Leberzirrhose, Fettleber oder eine Leberentzündung können die Folgen sein.

Schon ein Glas Wein pro Tag erhöht das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken um satte 25%! Das zeigt: auch eine kleine Menge ist schon zu viel! Schmeckt dir der Wein noch?

Nicht nur Brustkrebs wird von Alkoholkonsum begünstigt, auch die Wahrscheinlichkeit, an anderen Krebsarten zu erkranken, erhöht sich durch (auch moderaten!) Alkohol um ein Vielfaches.

Dazu gehört: Tumore in Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Dickdarm, Mastdarm, Brust und Leber. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher für eine besonders effektive Krebsvorbeugung komplett auf Alkohol zu verzichten.

keine Wurstwaren in der ErnährungVerzichte auf rotes Fleisch

Kürzlich sorgte eine Warnung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für große Empörung, in der vom Verzehr von rotem Fleisch und Fleischprodukten abgeraten wurde. Die WHO begründete ihre Empfehlung mit der nachgewiesenen krebsfördernden Wirkung eines erhöhten Verzehrs von rotem Fleisch.

Insbesondere das Risiko für Dick- und Mastdarmkrebs ist durch den Verzehr von rotem Fleisch und Fleischprodukten deutlich erhöht. Die WHO empfiehlt daher, auf weißes Fleisch aus Fisch und Geflügel umzusteigen oder sich vegetarisch zu ernähren.

Verzichte auf tierische Fette

Gesättigte Fettsäuren, die hauptsächlich in tierischen Produkten zu finden sind (bei Raumtemperatur fest), erhöhen das Risiko für diverse Krebsarten, insbesondere Brustkrebs. Studien legen nahe, dass der Verzehr von solchen Fetten auch das Risiko erhöht, an diesen Krebsarten zu erkranken: Dickdarm, Mastdarm, Lunge, Eierstock, Gebärmutter und Prostata.

Bevorzuge unbedingt pflanzliche Fette mit ausgewogenem Verhältnis der Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren. Achte jedoch auch hier auf die Dosis, da es sich bei Leinsamenöl, Rapsöl oder Distelöl um sehr gesunde Öle handelt, diese jedoch immer noch Fette sind, die sich auf die gesamte Energiezufuhr auswirken und bei übermäßigem Verzehr trotzdem zu Übergewicht und somit zu weitreichenden körperlichen Beschwerden führen können.

Gemüse in die Ernährung einbauenIss viel Obst und Gemüse

Dieser Ratschlag klingt altmodisch und abgedroschen, ist jedoch wissenschaftlich bewiesen: der Verzehr von Obst und Gemüse schützt vor Krebs!

Und das wirklich nach dem Motto „viel hilft viel“. 800g Obst und Gemüse sollten es pro Tag schon sein, davon mindestens die Hälfte roh. Je weniger Obst und Gemüse verarbeitet wird, desto besser, also lieber in einen Apfel beißen statt Apfelsaft trinken!

Erhöhe den Ballaststoffanteil

Ballaststoffe sorgen nicht nur für eine gute Verdauung, ein gutes Stuhlvolumen und eine verminderte Aufnahme von Cholesterin, sie können auch Krebs vorbeugen!

Insbesondere der Schutz vor Darmkrebs ist durch Ballaststoffe hoch, auch vor Magenkrebs können Ballaststoffe vorbeugen. Bevorzuge daher immer Vollkornprodukte, verzehre das (bio!) Obst und Gemüse grundsätzlich mit Schale und iss viel Obst und Gemüse, um den Ballaststoffanteil in deiner Ernährung zu erhöhen und somit Krebs und anderen Gesundheitsbeschwerden sinnvoll vorzubeugen.

 

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