Körpersignale, die man beachten sollte

Bestimmte Körpersignale können auf schwerwiegende Probleme hinweisen, wenn sie über einen längeren Zeitraum vorhanden sind. Dann ist es wichtig, so schnell wie möglich etwas dagegen zu tun.

Der Körper gibt uns ständig Signale, doch oft hören wir nicht darauf oder wissen diese nicht zu interpretieren. Mit der Zeit machen sich die Folgen bemerkbar, deshalb solltest du von Anfang an auf bestimmte Körpersignale hören!

Schmerzen, die du beachten solltest

Oft machen wir uns bei Schmerzen an einer bestimmten Körperstelle keine großen Sorgen und denken, dass diese schon wieder aufhören werden.

Natürlich ist es nicht notwendig, wegen jedem kleinen Wehwehchen sofort zum Arzt zu eilen. Du solltest die Symptome jedoch zumindest beobachten und darauf achten, ob sie sich weiterentwickeln. 

Schmerzen sind ein Verteidigungsmechanismus oder ein Körpersignal, das darauf hinweist, dass etwas nicht in Ordnung ist. Da der Organismus weise ist, sollten diese Hinweise auf jeden Fall beachtet werden.

Zu den wichtigsten Symptomen, die nicht unbeachtet bleiben sollten, zählen folgende:

Schmerzen in der Brust

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Wenn du an Atemnot oder Herzklopfen leidest, könnte dies ein Anzeichen für einen Prä-Infarkt sein. Dabei kommt es zu starkem Unwohlsein, das zu jeder Tageszeit auftreten kann.

Wenn der Schmerz auf der linken Seite auftritt, könnte es sich um einen Herzinfarkt handeln. Rechts könnte eine Angina pectoris die Ursache dafür sein, oder auch eine Lungenembolie oder Asthma.

Beachte die Symptome, denn wenn diese mit dem Herz-Gefäß-System zu tun haben, können sie sich auch im Hals, dem linken Arm, der linken Schulter, oder dem Bauch manifestieren und von Schwindel und Übelkeit begleitet werden.

Lesetipp: Endometriose: stille Krankheit, die das Risiko für Herzinfarkt erhöht

Gelenkschmerzen

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Viele Personen denken, dass altersbedingte oder durch Überlastung und brüske Bewegungen verursachte Gelenkschmerzen normal sind.

Dabei solltest du jedoch beachten, dass auch eine Verletzung dahinter stecken kann. 

Wenn es zu einer Entzündung oder Rötung in diesem Bereich kommt, könnte es sich um rheumatoide Arthritis handeln. Die rechtzeitige Behandlung kann verhindern, dass die Symptome schlimmer werden und die Bewegungsfähigkeit einschränken (insbesondere in den Händen).

Weitere Ursachen für Gelenkschmerzen sind:

  • rheumatisches Fieber
  • Hepatitis
  • Grippe
  • Gicht
  • Osteoarthritis

Lesetipp: 7 Schritte, um besser mit Rheuma zu leben

Intensive Kopfschmerzen

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Migräne kann durch Müdigkeit oder Stress verursacht werden. Viele nehmen in diesem Fall ein Schmerzmittel, gehen schlafen und vergessen die Angelegenheit.

Sei jedoch vorsichtig, denn Kopfschmerzen könnten auch ein Körpersignal sein, das auf ein zerebrales Aneurysma hinweist. 

In diesem Fall kommt es auch zu Übelkeit, Brechreiz, Lärm- oder Lichtempfindlichkeit und zum Sehen einer „Aura“.

Bei einem Aneurysma kommt es zu einer Aussackung einer Schlagader, die das Gehirn mit Blut versorgt.

Wenn das Krankheitsbild schwerwiegend ist, kann es dadurch zu einer Blutung und einem Schlaganfall kommen. Sehr intensive Kopfschmerzen sollten deshalb nicht ignoriert werden.

Akute Schmerzen im unteren Bauchbereich

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Wenn die Schmerzen im rechten unteren Bauchbereich auftreten, könnte es sich um eine Blinddarmentzündung handeln.

Eines der häufigsten Symptome, die dadurch ausgelöst werden, ist eine Art Krampf, der beim Bauchnabel beginnt und sich bis ins Bein ausdehnt. Darüber hinaus kommt es zu Übelkeit, Fieber und Schwellungen im betroffenen Bereich.

Bei Frauen können Schmerzen im unteren Bauchbereich auch ein Anzeichen für eine Zyste an den Eierstöcken sein. Die Beschwerden können sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite auftreten.

Wenn die flüssigkeitsgefüllten Zysten platzen, ist der Schmerz unerträglich. In diesem Fall ist eine schnelle Behandlung sehr wichtig, um zu verhindern, dass das Blut zu den Eierstöcken fließt.

Symptome, die auf Alzheimer hinweisen

Das Gehirn kann uns ebenfalls Hinweise geben, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Nicht nur typische Anzeichen für den kognitiven Verfall sind hier zu beachten. Auch andere Körpersignale können beispielsweise auf die noch unheilbare Alzheimer-Krankheit hinweisen.

Beachte folgende Körpersignale:

Lesetipp: 12-jähriges Mädchen entwickelt App, um sich mit ihrer an Alzheimer erkrankten Oma zu kommunizieren

Häufiges Vergessen

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Der Verlust des Gedächtnisses und Schwierigkeiten, neue Information zu behalten, sind zwei häufig auftretende Symptome für Alzheimer.

Besorgniserregend ist beispielsweise, wenn man sich an wichtige Daten nicht mehr erinnern kann, immer wieder dieselben Fragen stellt oder die gleiche Geschichte mehrmals den gleichen Personen erzählt.

Probleme, sich in bestimmten Situationen zurechtzufinden

Die Unfähigkeit, einem Plan zu folgen oder eine Aufgabe durchzuführen, die das Denken oder Analysieren von Information erfordert, kann ebenfalls auf Alzheimer hinweisen.

Wenn du beispielsweise ein Rezept nicht verstehen und in die Praxis umsetzen oder die Anweisungen des Arztes nicht befolgen kannst, könnte dies ein Hinweis auf eine Alzheimer-Erkrankung sein.

Auch das Ausführen ganz gewöhnlicher Aufgaben kann bei dieser Erkrankung Schwierigkeiten bereiten: Autofahren, sich an Spielregeln erinnern, die Waschmaschine in Betrieb setzen usw.

Orientierungslosigkeit

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Nicht zu wissen, welcher Tag ist, wo man sich gerade befindet oder wohin man gehen möchte, sind ebenfalls typische Anzeichen für ein degeneratives Leiden.

Wenn man sich ständig Fragen wie „Was wollte ich in der Küche eigentlich?, Was habe ich im Zimmer gesucht?“ stellt, sollte man die Ursachen auf jeden Fall herausfinden.

Sich in der Stadt oder in der U-Bahn verlieren, nicht wissen, wohin man geht und was man eigentlich wollte, den Weg nach Hause oder die Bushaltestelle nicht finden… all diese Signale sollten beachtet und schnellstmöglich ärztlich untersucht werden.

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