Knoblauch und Honig: ein Duo für die Gesundheit?

· 7 Juni, 2016
Knoblauch und Honig sind beides Naturheilmittel, denen eine vielfältige Wirkung nachgesagt wird

Knoblauch und Honig: beides lecker, aber auch gesund? Und wie kann man beides miteinander kombinieren? Schmeckt das? Und wenn ja, wozu ist es gut?

Erfahre alles Wissenswerte über Knoblauch und Honig und lerne kennen, wie du beides anwenden kannst!

Knoblauch: nur gegen Vampire?

Viele Einsatzzwecke von Knoblauch sind wissenschaftlich nicht belegt – wie zum Beispiel die Wirksamkeit gegen Vampire. Nichtsdestotrotz kannst du die Hausmittel auf Basis von Knoblauch ausprobieren!

In Australien fand eine Studie statt, bei der Patienten mit Bluthochdruck zusätzlich zu ihren Blutdruck senkenden Medikamenten dann noch Knoblauch essen mussten.

Das Ergebnis dieser Studie war, dass sich der Blutdruck zusätzlich um durchschnittliche 10mm Hg senkte.

Eine weitere Studie wurde noch nicht unter wissenschaftlichen Bedingungen durchgeführt, jedoch kann eine solche zusätzliche Senkung des Blutdrucks dann als Erfolg gewertet werden.

Zur Senkung der Cholesterinwerte im Blut gibt es viele Studien, die alle darauf hindeuten, dass Knoblauch die Eigenschaft besitzt, die Blutfettwerte zu senken.

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Dabei ist es wichtig, zwischen zwei Dingen zu unterscheiden: Blutfettwerte und LDL-Cholesterin. Knoblauch ist laut Studienergebnissen nämlich durchaus in der Lage, die Gesamt-Blutfettwerte zu senken, nicht aber die des „schädlichen“ LDL-Cholesterins!

Man nimmt an, dass ein Erwachsener pro Tag mindestens 4 große Zehen essen muss, um erste Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel zu verursachen.

Knoblauch enthält Sulfide. Das sind pflanzliche Schwefelverbindungen, wie sie auch in Zwiebeln oder Lauch vorkommen.

Diese Sulfide wirken antimikrobiell und entzündungshemmend und unterstützen damit das Immunsystem bei seiner Arbeit, Infekte wie Erkältungskrankheiten von uns fern zu halten.

Allicin ist ein in vielen Zwiebelgewächsen enthaltener Stoff, der wie ein natürliches Antibiotikum ohne Nebenwirkungen (außer dem Geruch) wirkt. Das bedeutet: Soll Knoblauch wirklich wirken, muss er roh gegessen und gut zerkaut werden. Mundgeruch inklusive…

HonigHonig

Das leckere Produkt der fleißigen Bienen gilt in der Naturheilkunde als Allerheilmittel.

Tatsächlich ist es erwiesen, dass Honig bei entzündlichen Hauterkrankungen hilft, da die süße Klebe antibakteriell wie ein sanftes Antibiotikum wirkt.

Auch bei Verletzungen dient Honig dazu, diese schneller abheilen zu lassen, sodass sogar einige Hautcremes auf dem Markt sind, die sich diese Eigenschaft zu Nutzen machen.

Honig war vor der Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben fast das einzige Süßungsmittel in unseren Breiten.

Er besteht aus bis zu 85% verschiedenen Arten von Zucker (Fructose, Glucose, Saccharose, Maltose und weitere Mehrfachzucker) und ist daher genauso ungesund wie Zucker – bei ähnlichem Kaloriengehalt!

Was Honig von Kristallzucker unterscheidet, sind seine zusätzlichen wertvollen Inhaltstoffe:

  • Pollen
  • Mineralstoffe
  • Proteine
  • Enzyme
  • Aminosäuren
  • Vitamine
  • Natürliche Farb- und Aromastoffe

Wer sich den Gehalt dieser Stoffe in Milligramm pro 100g Honig anschaut, dem wird schnell klar: Man müsste schon ein ganzes Fass Honig essen, um davon zu profitieren!

Für unseren Körper stellt Honig daher in erster Linie eine leckere Energiequelle aus „Zucker plus Wasser“ dar, deren Energie sehr schnell verfügbar ist.

Knoblauch und Honig

Jetzt, da du weißt, was diese beiden Zutaten können, ist es an der Zeit, sie zu kombinieren. Auch wenn du meinst, dass Honig und Knoblauch nicht miteinander harmonieren, solltest du eines der Rezepte ausprobieren – du wirst wirklich überrascht sein!

Knoblauch Knoblauch in Honig eingelegt

Die Knoblauchzehen in Honig eignen sich sehr gut als Beilage zu Grillgerichten oder zu Salaten oder als Dekoration auf warmem Ziegenkäse und anderen Leckereien. Du brauchst:

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  • 20-25 Zehen Knoblauch
  • 150g Honig
  • Saft von 3 Zitronen
  • Rosmarin (ein Zweig)
  • 1 kleine Chilischote
  • Salz
  • Milch

Die Knoblauchzehen schälen und in kochender Milch etwa 3 Minuten blanchieren. Milch abgießen (lässt sich prima für Kartoffelpüree weiter verwenden!) und die Knoblauchzehen abtropfen lassen.

Den Honig erwärmen und dann mit Zitronensaft homogen verrühren. Mit Salz und in kleine Ringe geschnittener Chilischote würzen.

Fülle dann die Knoblauchzehen in ein Schraubglas, stecke den Rosmarinzweig dazu und übergieße alles mit dem Honig-Gemisch. Nach etwa 4 Tagen ist deine leckere Beilage fertig durchgezogen! Auch ein ideales Mitbringsel zum Grillabend!

KnoblauchHonig-Knoblauch Marinade

Diese Marinade ist ein Klassiker für Spare-Ribs, schmeckt aber auch sehr lecker zu Geflügel oder anderen Fleischsorten. Probiere sie auch auf Grillgemüse aus, sie passt überdies super zu Karotten, Fenchel und Zwiebeln! Du brauchst dann nur wenige Zutaten:

  • 250g Honig
  • 3 EL Apfelessig
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 125ml salzige Sojasauce
  • Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer oder Chilipulver nach Geschmack

Die Knoblauchzehen fein hacken oder dann pressen. Honig, Essig sowie Sojasauce gut verrühren, bei Bedarf etwas erhitzen. Zum Schluss dann den Knoblauch unterrühren und nach eigenem Geschmack würzen.

Grillgut am besten einige Stunden darin marinieren und während des Grillens immer wieder damit bestreichen.

  • Bogdanov, S., Jurendic, T., Sieber, R., & Gallmann, P. (2008). Honey for nutrition and health: A review. Journal of the American College of Nutrition. https://doi.org/10.1080/07315724.2008.10719745
  • yang chung, & saranjit. (2001). Recent Advances on the Nutritional Effects Associated with the Use of Garlic as a Supplement Historical Perspective on the Use of Garlic 1 , 2. The Journal of Nutrition. https://doi.org/10.2307/1940703