Interessantes rund um Mandarinen oder Clementinen

Mandarinen sind insbesondere um die Weihnachtszeit in Europa ein beliebtes Obst mit herrlichem Duft und vielen Verwendungsmöglichkeiten.

Mandarinen, Orangen und Nüsse sind die klassischen Begleiter des Winters. Sie schmecken nicht nur in Kombination lecker, sondern sind auch sehr gesund. Doch sind es Mandarinen oder Clementinen? Wusstest du, dass wir eigentlich meistens Clementinen essen und sie dabei Mandarinen nennen?

Mandarinen oder Clementinen?

Mandarinen stammen ursprünglich aus China, eventuell auch aus Indien. Erst im 18. Jahrhundert kamen sie nach Europa und werden seit dem im Mittelmeerraum angebaut und auch gezüchtet.

Ab Ende Oktober sind sie dort reif und kommen dann bei uns in den Handel. Natürlich gibt es auch zu anderen Jahreszeiten Zitrusfrüchte zu kaufen. Diese kommen dann aber nicht unbedingt aus Europa.

Mandarinen sind klein und lassen sich besser schälen als Orangen, haben jedoch oft viele Kerne, weswegen im Handel meist Satsumas oder Clementinen angeboten werden. Diese sind etwas größer und enthalten etwas weniger Kerne. Diese entstanden aus einer Züchtung mit Orangen oder Pomeranzen und Mandarinen.

Erfahre heute Wissenswertes über Mandarinen oder Clementinen und ihre Verwandten!

Mandarinen oder ClementinenWann haben Mandarinen weniger Kerne?

Grundsätzlich haben Mandarinen mehr Kerne als Satsumas oder Clementinen. Gar keine Kerne haben keine dieser Früchte, auch wenn Clementinen oder Satsumas oft als „kernlose Mandarinen“ bezeichnet werden. Ist die Blüte des Baumes befruchtet worden, bilden sich bei allen drei Sorten auch Früchte mit Kernen.

Jetzt kommt es darauf an, zu erkennen, welche Früchte am Baum befruchtet wurden, also viele Kerne haben, und welche nicht.

Ist der Pflücker, der die Früchte erntet, gut ausgebildet und durch gute Bezahlung auch motiviert, so erkennt er, dass die Früchte mit wenigen Kernen einzeln hängen und nicht in Trauben geballt an einer Stelle.

Das hat damit zu tun, dass die Bienen, die für die Befruchtung der Blüten sorgen, gerne kurze Wege von Blüte zu Blüte fliegen.

Hast du also eine Clementine oder Satsuma mit wenigen Kernen erwischt, so hat der Pflücker gute Arbeit geleistet. Und auch wenn „kernlos“ auf dem Etikett steht: es dürfen laut Gesetz auch einige Kerne enthalten sein, es ist kein Mangel, wenn du welche darin findest!

Mandarinen oder Clementinen und andere ZitrusfrüchteSind grüne Früchte sauer?

Bei uns herrscht die gängige Vorstellung, dass Mandarinen und andere Zitrusfrüchte nicht reif seien, wenn ihre Schale noch grüne Stellen zeigt oder die ganze Frucht grünlich erscheint.

Leider ist diese Annahme falsch, denn auch grasgrüne Zitrusfrüchte, auch Orangen, können süß und reif sein!

Die Umfärbung von grün auf gelb, orange oder andere Farben hat nichts mit der Reife zu tun, sondern mit der Temperatur, der die Früchte am Baum ausgesetzt waren.

Fällt die Temperatur unter 5°C, so zeigt der Baum eine Stressreaktion auf die Kälte und die Früchte färben sich um. Oft kannst du bei genauem Betrachten sehen, dass die grünen Stellen oft die Form eines Blattes haben, das die Frucht an dieser Stelle vor der Kälte geschützt hat.

Das ist auch der Grund, warum du ab Mitte Dezember kaum noch grüne Stellen an Zitrusfrüchten findest. Dann ist es nämlich auch im Mittelmeerraum zumindest nachts regelmäßig unter 5°C. Übrigens sind Zitrusfrüchte in tropischen Ländern meist immer grün und trotzdem herrlich süß!

Mandarinen oder ClementinenIst ihre Schale giftig?

Das kommt darauf an. Grundsätzlich kann die Schale aller Zitrusfrüchte auch verzehrt werden. Sie enthält gesunde Bitterstoffe und herrliche ätherische Öle und sorgt für köstlichen Geschmack in Gebäck, Gemüsegerichten und auch Salaten, Tees oder Gewürzen.

Doch wenn du Zitrusfrüchte aus konventionellem Handel und nicht in Bioqualität kaufst, so enthält ihre Schale einen giftigen Mix aus Pestiziden, Fungiziden, Herbiziden und Wachsen. Schälst du die Mandarinen mit den Händen und steckst dir anschließend beim Essen die Finger ab, nimmst du damit auch alle Gifte auf. Lecker!

Es ist nicht nur aus diesem Grund immer besser, Lebensmittel in Bioqualität zu kaufen, da im kontrolliert biologischen Anbau solche Gifte verboten sind und folglich nicht in deinem Mund landen können. Die Antwort nach der Giftigkeit der Schale kann also nur mit „wenn es Bio-Obst ist, nein“ beantwortet werden, ansonsten leider: ja!

Mandarinen im SalatMandarinen peppen Salate auf!

Wenn du Mandarinen oder Clementinen magst, solltest du sie auch in eher ungewöhnlichen Kombinationen probieren. Sie passen nicht nur überall dort, wo du normalerweise Orangen verwenden würdest, sondern auch gut zu salzigen Gerichten, zum Beispiel als Salatbeilage.

Lesetipp: 5 Ideen zur Weiterverwendung von Orangenschalen

Die Mandarinen, die es in der Dose bei uns zu kaufen gibt, sind übrigens schon geschält. Und das nicht per Hand oder Maschine, sondern mit Salzsäure. So, wie dein Magen auch die Haut der einzelnen Segmente verarbeiten würde.

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