Was hilft gegen Cellulite?

· 24 Januar, 2015

Cellulite wird auch gerne Orangenhaut genannt, was eine sehr bildliche Umschreibung dessen ist, wie es an Oberschenkeln und Po aussieht, wenn Cellulite auftritt. Cellulite ist keine Krankheit, sondern ganz einfach eine veranlagte (also erblich bedingte) Bindegewebsschwäche. Gemein, aber wahr: Männer haben eine andere Bindegewebestruktur und leiden äußerst selten an Cellulite. Und wenn, dann eher am Bauch als am Po! Je älter die Frau, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Cellulite auftritt. Statistisch gesehen haben 80-90% aller Frauen irgendwann in ihrem Leben Cellulitis. Früher oder später also so ziemlich alle! Es gibt aber ein paar Tipps, die dafür sorgen, daß die Cellulite weniger ausgeprägt auftritt – oder erst in späteren Lebensjahren:

oberschenkel

Übergewicht vermeiden

Cellulite tritt schon in ganz jungen Jahren bei übergewichtigen Mädchen auf. Je mehr Fett im Bindegewebe eingelagert werden muss, desto ausgeprägter erscheint die Cellulitis. Je weniger Fett man also an Po und Oberschenkeln hat, desto weniger intensiv fällt auch die Cellulitis aus. Gewichtseduktion ist also unbedingt nötig, um die Cellulite so gering wie möglich zu halten. Da Übergewicht auch für eine große Anzahl an Folgeerkrankungen und Gesundheitsrisiken verantwortlich ist, sollte man nicht nur aus optischen – Cellulite-Gründen – auf eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse und wenig Fett achten. Bleibt das Gewicht im Rahmen, bleibt das auch die Cellulite!

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Lymphdrainage

Hormonell bedingt lagert der Körper Wasser ein. Das sind die Tage, an denen du auf die Waage gehst und feststellst, dass du zugenommen hast, ohne mehr gegessen zu haben. Keine Panik! Im Zyklus der Frau ist es normal, dass bis zu 2 Liter, also 2 Kilo (!) Wasser im Körper eingelagert werden. Und dies im Bindegewebe, also da, wo du bei Cellulitis die Linien und Dellen siehst. Eine Lymphdrainage kann also dazu führen, das sich im Bindegewebe angesammelte Wasser zu lösen. Das Bindegewebe erscheint dann weniger aufgequollen und die einzelnen „Stege“ zwischen den „Dellen“ der Cellulite werden weniger sichtbar.

Hitze vermeiden

Bei großer Hitze weiten sich alle Gefäße im Körper. Auch die des Bindegewebes. Der Körper versucht, seine Körperoberfläche zu vergrößern, um eine größere Verdunstungsfläche für Schweiß zu erhalten, um beim Schwitzen effektiver kühlen zu können. Wie macht er das? Er lagert Wasser ein. Und das ins Bindegewebe.Und das tritt an den Oberschenkeln und am Po bei Cellulite dann „schön“ sichtbar hervor. Ein fühlbarer Effekt dieser Wassereinlagerungen sind beispielsweise die „schweren Beine“, geschwollene Füße oder Hände – und eine ausgeprägtere Cellulite. Ist es heiß, halte dich vorwiegend in klimatisierten Räumen auf, um deinem Körper zu signalisieren: „Wassereinlagerung sinnlos“.

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Stärkung des Bindegewebes

Bindegewebe wird aus Kollagenfasern aufgebaut. Je fester diese Strukturen gebaut sind, desto weniger Fett kann sich dazwischen einlagern und weniger Cellulite entsteht. Die Kollagenfasern brauchen gewisse Nährstoffe und Vitamine, um gut aufgebaut zu werden: Vitamin C ist eines davon. Der Figur und deinem Hüftspeck zuliebe solltest du sowieso auf viel Obst und Gemüse in deiner täglichen Ernährung achten. Dein Bindegewebe freut sich auch darüber! Und letztendlich auch du beim Blick in den Spiegel! Fünf Portionen Obst und Gemüse sind ein Minimum. Je bunter, desto besser! Versuche, fünf verschiedene Farben Obst und Gemüse in deine Ernährung täglich zu integrieren. Das hilft nicht nur gegen Cellulite!

Treppensteigen

Sport

Sport ist Mord… für deine Cellulite! Es muss kein Leistungssport sein, um dein Bindegewebe zu straffen, aber durch Chips auf dem Sofa ist noch keine Orangenhaut vom Oberschenkel verschwunden! Versuche, mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren. Achte darauf, dass die Muskulatur von Po und Oberschenkeln dabei beansprucht wird: Treppen steigen, Radfahren, Walken – keine Extremsportarten, keine Vereinssportarten sondern ganz einfach auf dem Weg zur Arbeit zu machen! Auch wenn du nicht an Sport denkst, kannst du Sport treiben: wie wäre es mit Kniebeugen vorm Waschbecken beim Zähneputzen? Das Auto weiter weg von der Wohnung oder Arbeit parken? Sich Aufzugverbot auferlegen? Das Fahrrad wieder aufpumpen? Es muss kein Sportstudio sein, man braucht keine teure Sportausrüstung: wichtig ist nur, dass durch Bewegung die Durchblutung in der „Problemzone“ angeregt wird und dadurch das Bindegewebe gestrafft wird. Kleiner Nebeneffekt: mehr Bewegung heißt mehr Grundumsatz – auf der Waage geht es auch abwärts!

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Cremes?

Die Werbung ist Meister darin, uns Wunder glaubhaft zu machen. Jetzt, wo du weißt, was Cellulite ist und wie sie entsteht: glaubst du dann noch an Cremes, die durch Einreiben das Fett schmelzen lassen oder das Bindegewebe straffen?