Herpes Zoster: Symptome und Behandlung

· 6 Oktober, 2014
Herpes Zoster kann geheilt werden, die Krankheit kann jedoch jederzeit erneut ausbrechen. Du musst unbedingt zum Arzt, der die richtige Behandlung einleiten kann. Nur so kannst du ernstere Folgebeschwerden verhindern.

Bei Herpes Zoster, auch als Gürtelrose bekannt, handelt es sich um einen schmerzhaften Hautausschlag, der durch den Varizella-Zoster-Virus (VZV) ausgelöst wird, der auch für Windpocken verantwortlich ist.

Wenn sich der durch eine frühere VZV-Infektion vorhandene Virus, der die Nervenzellen angreift, nach einer Zeit reaktiviert, entsteht Herpes Zoster. Der Virus kann jederzeit wieder ausbrechen.

Vermutlich ist ein durch Windpocken in der Kindheit geschwächtes Immunsystem an der Reaktivierung des Virus schuld.

Was passiert bei einer Reaktivierung?

Sobald sich der Virus reaktiviert, breitet er sich über die Nerven aus. Meist entsteht ein unangenehmes Kribbeln und Brennen an den betroffenen Stellen.

Zu diesem Zeitpunkt ist der Virus bereits im ganzen Nervensystem und zwei bis drei Tage später in der Haut. Es entstehen Blasen entlang der betroffenen Nerven, die Haut reagiert sehr sensibel und es kann zu starken Schmerzen kommen.

Wer kann Herpes Zoster bekommen?

Wer einmal an Windpocken erkrankt ist, kann jederzeit auch an Herpes Zoster leiden. Dies ist jedoch häufiger bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem oder über 50 Jahren der Fall.

Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Auch bei Krebs– oder HIV-Patienten ist die Gefahr, an Herpes Zoster zu erkranken höher. Bei VIH-Patienten kann dies ein erstes Symptom der Krankheit sein, das anzeigt, dass etwas mit dem Immunsystem nicht in Ordnung ist.

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Welche Symptome treten auf?

rückenschmerzen

  • Als Erstes zeigt sich meist ein starker Schmerz auf einer Seite des Körpers, begleitet von Kribbeln oder Brennen. Der Schmerz kann sehr intensiv sein, er ist meist vor der Blasenbildung vorhanden und kündigt deren Erscheinung an.
  • Darüber hinaus bilden sich Flecken und kleine Bläschen auf der Haut.

Weitere mögliche Symptome:

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Genitalläsionen
  • Gelenkschmerzen
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Entzündung der Lymphknoten

Wenn der Virus einen Gesichtsnerv befällt:

  • Sehprobleme
  • Verlust der Augenbeweglichkeit
  • Beschwerden oder Reduzierung des Geschmacksinns
  • Hängendes Augenlid
  • Schwierigkeiten beim Bewegen bestimmter Gesichtsmuskeln

Weiter Symptome:

  • Müdigkeit, leichtes Fieber, leichte Muskelschmerzen

Kann man Gürtelrose heilen?

Herpes Zoster kann geheilt werden, die Krankheit kann jedoch jederzeit erneut ausbrechen. Du musst unbedingt zum Arzt, der die richtige Behandlung einleiten kann. Nur so kannst du ernstere Folgebeschwerden verhindern.

Die Medikamente können 24 Stunden nach den ersten Schmerzen eingesetzt werden. Wenn die Medikation vor der Blasenblidung verabreicht wird, erfolgt die Heilung schneller. 

Für eine schnelle Besserung wird Bettruhe empfohlen, bis das Fieber verschwindet. Herpes Zoster ist durch direkten Kontakt oder kontaminierte Flächen ansteckend, deshalb ist strengste Hygiene wichtig! 

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Anmerkung

In schweren Fällen kann der Virus die Nerven schädigen, was sogar zu einer zeitweisen oder definitiven Lähmung führen könnte. Deshalb ist die richtige ärztliche Behandlung grundlegend, um Schäden zu vermeiden. 

Halte dich genau an die Anweisungen deines Arztes, um eine möglichst rasche Genesung zu ermöglichen.

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  • Cheng, J., & Rosenquist, R. W. (2018). Herpes zoster and postherpetic neuralgia. In Fundamentals of Pain Medicine. https://doi.org/10.1007/978-3-319-64922-1_24