Handy griffbereit auf dem Nachtkästchen – ist das gesund?

· 6 März, 2015
Wenn du das Handy in der Nacht nicht abschalten möchtest, stelle zumindest die WiFi-Verbinung ab und bewahre das Mobiltelefon einen Meter entfernt vom Bett auf.

Meistens haben wir unser Handy griffbereit und wer es einmal verlegt oder vergisst, fühlt sich fast verloren. Bei den meisten ist es immer „on“, sowohl am Tag als auch in der Nacht. Bei vielen liegt das Handy griffbereit auf dem Nachtkästchen – doch ist das gesund? In diesem Beitrag erfährst du mehr über mögliche Folgen dieser so verbreiteten Gewohnheit.

Wenn du auch das Handy sogar während des Schlafens an deiner Seite hast, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass dies langfristig gesundheitliche Folgen haben kann. Die Strahlung von Smartphones ist gefährlich. Deshalb solltest du darauf achten, sie so weit wie möglich zu reduzieren.

Wenn das Handy griffbereit neben uns liegt, bringt das zu allen Tageszeiten negative Konsequenzen mit sich, doch ganz besonders in der Nacht: Schlafstörungen, Albträume, häufiges Erwachen usw. können die Folgen davon sein. Doch was ist der Grund dafür? Störungen bei der Selbstkontrolle verschiedener Prozesse, wie beispielsweise eine gestörte biologische Uhr oder ein veränderter Herzrhythmus, können Gesundheitsprobleme verursachen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass elektronische Geräte im Allgemeinen – nicht nur Mobiltelefone – schlecht für den Organismus sind und das Krebsrisiko erhöhen können. Zusätzlich konnten toxische Wirkungen festgestellt werden, auch viele Wissenschaftlern das nicht bestätigen – doch Handytechnologie basiert auf ionisierender Strahlung und Wellenlängen.

Ein australisches Forscherteam konnte einen bedeutenden Zusammenhang zwischen Smartphones und männlicher Unfruchtbarkeit sowie eine Verringerung der Spermienqualität beobachten. Bei beiden Geschlechtern wurden vermehrte Stresssymptome festgestellt.

Lesetipp: Handynutzung: 4 Nachteile, die du noch nicht kanntest

In der Nacht sollte das Mobiltelefon nicht nur weit entfernt vom Nachtkästchen sein, am besten wird es ganz abgeschalten. Denn auch wenn es nicht verwendet wird, werden schädliche Strahlen gesendet. In Handynähe kommt es immer zu elektromagnetischer Strahlung, nicht nur wenn dieses verwendet wird. Insbesondere wenn sich das Gerät in der Nacht in der Nähe des Kopfes befindet, wird der Organismus durch die schädliche Strahlung negativ beeinflusst.

Wenn das Handy griffbereit auf dem Nachtkästchen liegt, drohen gesundheitliche Schäden

Wo sollte sich das Handy während des Schlafens befinden?

Wenn das Handy griffbereit auf dem Nachtkästchen liegt, wenn wir schlafen, kann sich das negativ auf die Gesundheit auswirken. Am besten ist es, das Mobiltelefon einfach abzuschalten – so kann es auch am gewohnten Ort, nämlich auf dem Nachtkästchen verbleiben. Statt des Handys kannst du einfach einen konventionellen Wecker verwenden. Eine andere Möglichkeit ist, das Telefon nicht abzuschalten, jedoch in einem entfernten Zimmer zu belassen, diese Option ist jedoch weniger empfehlenswert.

Wenn du dich bei abgeschaltetem Handy nicht wohl fühlst, weil es ja zu einem Notfall kommen könnte, kannst du zumindest die WiFi-Verbindung desaktivieren. Die ist nämlich noch schädlicher als die RadiofrequenzenExperten weisen darauf hin, dass das Handy während des Schlafes mindestens einen Meter vom Körper entfernt sein sollte. 

Manche lassen das Mobiltelefon sogar die ganze Nacht am Netzstecker unter dem Kissen. Dabei ist es schon sehr oft zu Verbrennungen im Gesicht oder an den Händen gekommen, da es zu einer elektrischen Überlastung kommen und das Handy zu brennen beginnen kann. Kissen sind oft aus einem leicht brennbaren Material, was insbesondere im Schlaf eine große Gefahr darstellt, da man im Notfall nicht schnell genug reagieren kann.

Wenn sich das Handy die ganze Nacht in deiner Nähe befindet, kommt es auch häufig zu Anspannungen und Schlafstörungen. Viele werden nervös, wenn eine Nachricht ankommt und sie diese nicht sofort lesen können. Diese Gewohnheiten fürhen langfristig zu Stress, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, kognitiven Problemen, Leistungsabfall, Reizbarkeit, Albträumen, Kopfschmerzen usw.

Mehr erfahren: Die 10 Handys mit der höchsten Strahlung

„Gesündere“ Gewohnheiten bei der  Handynutzung

  • Die Gespräche möglichst kurz halten und dabei das Telefon nicht immer an das gleiche Ohr halten.
  • Wenn möglich eine Freisprecheinrichtung verwenden, damit das Handy nicht in Kopfnähe ist.
  • Kinder sollten Mobiltelefone wenn möglich nicht verwenden, auch nicht als Spielzeug.
  • Mit dem Smartphone nicht in Gebieten mit wenig Empfang sprechen, da die Strahlung stärker ist.
  • Das Handy nicht am Körper tragen (insbesondere nicht im Hosensack und auch den Hautkontakt verhindern).
  • Auf dem Schreibtisch wenigstens einen halben Meter entfernt aufbewahren.

Lass das Handy in der Nacht ruhen, so wirst auch du dich im Schlaf besser erholen. Die Nacht soll genutzt werden, um sich zu entspannen und neue Energie für den nächsten Tag zu tanken. Das Telefon kannst du am Morgen wieder einschalten.

Stets das Handy griffbereit - das sorgt für Stress und Unruhe

So kannst du negative Einflüsse auf das Nervensystem reduzieren und die Schlafqualität verbessern. Auch die Folgen von Stress lassen sich so reduzieren. Die Ergebnisse verschiedener Studien sind noch nicht eindeutig, doch viele bereits durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen sollten uns wachrütteln.

Die Konsequenzen elektromagnetischer Strahlung im Haushalt – nicht nur durch Handys sondern auch durch andere Geräte verursacht – können gesundheitsschädlich sein, deshalb gehören Fernsehr oder Computer auch nicht ins Schlafzimmer oder sollten zumindest vor der Nachtruhe ausgeschaltet werden. Auch den Router solltest du nachts abschalten und das Handy bereits etwas vor dem Schlafen „verbannen“. 

  • Miller, G. (2012). The Smartphone Psychology Manifesto. Perspectives on Psychological Science. https://doi.org/10.1177/1745691612441215
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  • Samaha, M., & Hawi, N. S. (2016). Relationships among smartphone addiction, stress, academic performance, and satisfaction with life. Computers in Human Behavior. https://doi.org/10.1016/j.chb.2015.12.045