Grauer Star – Vorsorge und natürliche Behandlung

Auch wenn Katarakt meist eine Alterserscheinung ist, gibt es Möglichkeiten, vorzubeugen oder den Fortschritt der Krankheit zu verlangsamen. Hier erfährst du mehr über dieses Thema.

Der graue Star hat sich fast in ein endemisches Problem des 21. Jahrhunderts verwandelt, bedingt durch die zunehmendene Alterung der Bevölkerung und Gründe wie falsche Ernährung, körperliche Faktoren und wahrscheinlich ebenfalls die Nutzung von Bildschirmgeräten wie Handys, Computer, etc., die sich negativ auf die Sehnerven auswirken.

Was genau ist der graue Star?

Der Verlust des zentralen Sehvermögens, verursacht durch eine Linsentrübung. Dies bedeutet, dass die Vergrößerungslinse in unserem Auge, immer mehr an Transparenz verliert und trüber wird, bis sie schließlich wie ein „Vorhang“ wirkt, der den korrekten Empfang der Bilder verhindert. Man kann es sich so vorstellen, als ob die Linse einer Videokamera plötzlich schmutzig wird und deshalb die Bilder nicht mehr richtig erfassen kann.

Linse-Grauer-Star[2]

Der graue Star ist ein degenerativer, schmerzloser Verlust des Sehvermögens. Das auffälligste Merkmal ist der „milchige Schleier“, der schrittweise die Pupille bedeckt, dabei verliert sie allmählich ihre schwarze Farbe und wird grau. Je fortgeschrittener umso stärker wird die graue Färbung.

Dies liegt daran, dass sich in der Augenlinse Proteine ​​sammeln, die den Schleier erzeugen und so das Licht nicht korrekt an die Netzhaut weitergegeben werden kann.

Grauer-Star-Erlaeuterung[2]

Dieser Prozess vollzieht sich langsam, bis die Linse vollständig bedeckt ist, so dass die erkrankte Person im letzten Stadium der Krankheit erblindet. Fast die Hälfte der Bevölkerung über 65 Jahren leidet an dieser Krankheit. 

In schweren Fällen wird diese Krankheit meist operiert, obwohl damit nicht immer das Sehvermögen verbessert wird. Lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt beraten, damit er Ihnen individuell für Ihre Situation, die Aussicht auf Erfolg erklären kann.

Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten, die Sie probieren können, bevor Sie den Weg zum Chirurgen wagen. Mit den im Anschluss aufgeführten Mitteln, können Sie das Fortschreiten des grauen Stars deutlich reduzieren und zum Teil sogar stoppen. Sie sollten sich aber auf jeden Fall von Ihrem Augenarzt beraten lassen.

Die Linse besteht zu drei Vierteln aus Wasser und Proteinen. Von der Verteilung der Proteine hängt ab, wie das Licht wahrgenommen wird. Anschließend erfahren Sie verschiedene Methoden, um diese zu verbessern.

Die Wahrscheinlichkeit an grauem Star zu erkranken ist statistisch gesehen bei Diabetes-Patienten und erblich vorbelasteten Personen größer. Diese Krankheit tritt auch häufiger bei Frauen auf.  Es konnte auch festgestellt werden, dass Personen, die jahrelang mit hohen Dosen Kortison (10-15 mg täglich) behandelt wurden sowie Raucher anfälliger für diese Krankheit sind.

Grauer Star-Zigarette

Richtige Ernährung zur Vorbeugung gegen grauen Star

  • Eine korrekte Ernährung sollte reich an Vitamin A und C sein, denn diese Vitamine sind grundlegend für Gewebe und Augenfunktionen. Sie helfen den Degenerationsprozess der Linse zu stoppen. Vitamin A ist vor allem in rot-orangem Obst und Gemüse enthalten, z. B. Karotten, Orangen, Papaya, etc. aber auch in Spinat und Leber. Spinat ist vor allem gegen grünen Star sehr empfehlenswert. Für zusätzliches Vitamin C gibt es viele Möglichkeiten, ganz besonders sind Spirulina-Algen und Moringa (Blatt oder Öl) zu empfehlen, die ebenfalls reich an Vitamin A sind.
  • Zuckerhaltige Getränke und Zucker im Allgemeinen, sollten Sie aus Ihrem Ernährungsplan streichen, denn er schwächt und degeneriert das Nervensystem. Aus dem selben Grund, sollten Sie auch Koffein und Alkohol meiden.
  • Konsumieren Sie mehr atioxidativ wirkende Nahrungsmittel. Dazu gehören Orangen, Zitronen, Grapefruit, Erdbeeren, rote Weintrauben, Brokkoli und Tomaten, Olivenöl und Moringa-Öl. Die enthaltenen Antioxidantien bekämpfen freie Radikale (instabile Sauerstoffmoleküle), die sich in den Augen ansammeln und grauen Star verursachen können.
  • Konsumieren Sie auch Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Sie können Omege-3-Kapseln oder Fisch (vor allem blauen Fisch), Leinsamen, Chia-Samen oder Chia-Öl zu sich nehmen. Mehrere Studien haben ergeben, dass das Verzehren von Thunfisch einmal in der Woche das Risiko, an grauem Star zu erkranken, um 12% senkt.
  • Die Schleimhäute des Auges benötigen ausreichend Feuchtigkeit. Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser täglich. Vermeiden Sie salzige oder stark gewürzte Speisen.
  • Die Leber ist sehr eng mit dem Sehvermögen verbunden, daher sollte auch dieses Organ entsprechend gepflegt werden.

Empfehlungen

Gewohnheiten und Lebenseinstellung sind sehr wichtig, um grauen Star zu verhindern oder das Fortschreiten dieser Krankheit zu verlangsamen oder zu stoppen. Deshalb empfehlen wir Ihnen, auf folgende Dinge zu achten:

  • Erwachsene sollten regelmäßige Untersuchungen des Sehvermögens durchführen. Gehen Sie mindestens alle 2 Jahre einmal zum Augenarzt.
  • Die Augen vor UV-Licht schützen. Tragen Sie eine Sonnenbrille und/oder einen Hut.
  • Schützen Sie sich vor UVA-Strahlen und verzichten Sie auf das Bräunungsstudio. Ultraviolette Sonnenstrahlen (UVB) sind weniger schädlich.
  • Benutzen Sie eine Augenmaske falls Sie nicht in einem dunklen Raum schlafen. Während der Nachtruhe produziert die Zirbeldrüse Melatonin (ein Hormon, das den Alterungsprozess verlangsamt) allerdings ausschließlich in der Dunkelheit.
  • Hören Sie auf zu rauchen!
  • Falls Sie an Diabetes leiden, achten Sie auf die richtige Behandlung und seien Sie vorsichtig.
  • Entspannen Sie Ihre Augen. Sie können meditieren und dabei eine halbe Stunde lang eine Pflanze, ein grünes Blatt oder eine harmonische Landschaft betrachten, um einen ruhigen inneren Zustand zu erreichen.

Der graue Star wird u.a. durch schlechte Ernährung und durch Krankheiten, bei denen Druck auf die Augenmuskeln ausgeübt wird, hervorgerufen. Nicht alle älteren Menschen leiden daran, ganz besonders sind davon Diabetiker und Raucher betroffen, da die Augenlinse unzureichend durchblutet und mit Nährstoffen versorgt wird. Um grauen Star zu vermeiden, sollten Sie daher auf eine richtige Ernährung achten, die reich an Nährstoffen ist und entspannende Augenübungen durchführen.

Bekannte Hausmittel

  • Reinen nicht raffinierten Honig auf das Auge auftragen. Dieser hat eine antibiotische Wirkung und unterstützt die Reinigung und Nahrstoffversorgung des Auges.
  • Legen Sie Anisteebeutel oder rohe Kartoffelschreiben in einem Beutel für eine halbe Stunde täglich auf Ihre Augenlider.
  • Trinken Sie täglich eine Tasse Cayenne- oder AugentrostTee, um die Entwicklung der Krankheit zu verlangsamen.
  • Tropfen Sie gefiltertes Meerwasser in Ihre Augen. Dies kann anfangs die Augen ein wenig reizen, aber es schadet den Augen nicht und Sie können diese Methode täglich durchführen.
  • Tropfen Sie eine Lösung mit ein paar Tropfen Zitronensaft verdünnt mit Kochsalz oder reinem Wasser in Ihre Augen. Dies wird nur brennen, wenn Ihre Augen schmutzig sind oder bei  Bindehautentzündung. Die Wirkung dieser Tropfen ist allerdings sehr heilsam und schadet dem Auge ebenfalls nicht.
  • Rizinusöl. Befeuchten Sie Ihren Finger mit dem Öl und tupfen Sie vorsichtig um die Augenlieder herum, damit es von allein ins Auge sickert. Sie können für diese Anwendung auch Moringa-Öl verwenden, allerdings brennt es wegen der antibiotischen Wirkung etwas mehr. Tragen Sie das Öl täglich über einen Zeitraum von mindestens einem Monat auf. Sie können auch Leinöl oder Lebertran anwenden. Jede Nacht einen Tropfen.
  • Aloe vera. Tragen Sie zwei oder drei Tropfen des verflüssigten Fruchtfleischs auf.
  • Kalte Zwiebel in Stücken. Legen sie eine Zwiebel für eine halbe Stunde in den Kühlschrank und danach für fünf Minuten auf die Augenlider.
  • Abgekochter Kamillentee (25 gr), Holunder (30 gr), eine Kartoffel, eine halbe Gurke und Leinsamen (15 gr) in einem Liter Wasser. In Kompressen auf die Augen legen.
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