Eine Liebe vergisst man nicht, man lernt nur, ohne sie zu leben

· 21 Januar, 2016
Wir dürfen nicht zulassen, dass uns die Erinnerung an eine vergangene Liebe daran hindert, zu wachsen und wieder zu unserem Glück zu finden. Wir sollten sie als Lehre annehmen und aus ihr heraus reifen

Keine Liebe gleicht der anderen und wir können keine zwei Menschen auf dieselbe Art und Weise lieben. Jede Beziehung, die wir im Laufe unseres Lebens aufbauen, ist einzigartig und besonders, unabhängig davon, ob sie voller Trauer und Enttäuschungen ist.

Es gibt Menschen, die aus einer vergangenen Beziehung mit der Überzeugung herausgehen, dass die nächste Beziehung all ihre Erwartungen und Hoffnungen erfüllen wird. Aber der Partner eines anderen Menschen zu sein bedeutet auch, Tag für Tag an der Beziehung zueinander zu arbeiten, Gemeinsamkeiten zu genießen und Unterschiede zu respektieren.

Liebe ist das komplexeste Gefühl, das ein menschliches Wesen empfinden kann. Ihr Einfluss auf unser Gehirn ist so stark, dass es uns nicht möglich ist, eine vergangene Beziehung zu vergessen.

Nicht nur das Gehirn, vielmehr der gesamte Organismus verändert sich, wenn wir lieben – Wie beeinflusst die Liebe unsere Gesundheit?

Liebe lebt man, und manchmal verliert man sie, aber vergessen tut man sie nie: Wir lernen allerdings, ohne diese Person zu leben, die uns einst glücklich gemacht hat.

Liebe vergisst man nie

Liebe auf den ersten Blick

Manche Liebe tut weh, manche verändert sich derart, dass wir wünschen, wir würden uns nie wieder verlieben. Das ist jedoch der falsche Weg. Was uns von Beginn an klar sein sollte ist die Tatsache, dass niemand so viel Macht über uns haben darf, dass er uns die Türen zum eigenen Glück verschließen kann.

Vergangene Beziehungen, waren sie eher positiv oder auch eher negativ, sollten so akzeptiert, verarbeitet und überwunden werden, dass wir sie als eine Erfahrung in unser Leben integrieren können, aus ihnen lernen, nicht aber unter ihnen leiden.

Die Liebe, die uns glücklich machte, wir jedoch verloren haben

Wir möchten zunächst über diese bedeutenden Beziehungen sprechen, in denen wir zumindest für einige Zeit glücklich waren. Nimm sie als Geschenk an. Auch wenn das Ende voller Trauer war.

  • Bewahre dir das Erlebte, die Erfahrungen, die ihr gemeinsam gemacht habt. Jede Phase unseres Lebens, die uns zu Freude und Glück verholfen hat, war die Mühe wert. Deshalb muss man sie auch abschließen können, ohne dabei zu verbittern oder sie zu bedauern.
  • Versuche immer, das Positive an dieser Beziehung in Erinnerung zu behalten. Wenn du dich darauf beschränkst, immer wieder an ihr trauriges Ende zu denken, dann wird der Schmerz in deiner Seele schwerer wiegen als die positiven Emotionen, die dich in der Beziehung haben wachsen lassen.
  • Denke daran, dass alle Menschen einen Großteil ihrer Zeit damit verbringen, sich zu erinnern. Wie viele Augenblicke verbringen wir in der Vergangenheit und nicht in der Gegenwart?
    Warum möchtest du jene Momente in der Vergangenheit im Leid verbringen, wenn es glückliche gab? Nicht alle Menschen finden so viel Gutes in ihrer Vergangenheit: Schätze, was du hattest.

Und damit du auch in Zukunft auf ein glückliches Heute zurückschauen kannst – 8 Tipps für ein glückliches Leben

Die Liebe, die uns geschadet hat

Pusteblume erinnert an vergangene Liebe

Manche Liebe hat mit unseren Vorstellungen, unseren Werten bezüglich gegenseitigem Respekt, Zusammenleben und Zärtlichkeit gebrochen. Wenn wir deshalb allerdings neuem Glück die Tür verschließen, dann verweigern wir uns selbst ein schönes Leben. Die Rose ist ein schön Blume, und wir hoffen, dass das auch derjenige erkennt, der sich einmal an ihr gestochen hat.

  • Denk daran, dass dein oberstes Ziel im Leben dein Glück sein sollte. Wie du es erreichst, ist dabei nahezu irrelevant. Du kannst mit einem Partner zum Glück finden, aber auch allein. Was wirklich wichtig ist, ist, dass du dir die Chance gibst, neues Glück in der Liebe zu finden, auch wenn du eine schlechte Erfahrung gemacht hast.
  • Eine schmerzhafte Liebe vergisst man nie. Aber von Tag zu Tag lässt der Schmerz doch etwas nach und wir lernen, mit der Erinnerung zu leben, die uns irgendwann nicht mehr lähmt, nicht mehr einschränkt.
  • Akzeptiere, dass in der Liebe wie im Leben gute und schlechte Erfahrungen dazugehören. Es gibt Menschen, die ihre Gefühle offenbaren, dir ihr Herz öffnen, und andere, die damit Schwierigkeiten haben. Letzteren fällt es besonders schwer, eine dauerhafte Beziehung aufzubauen.

Du solltest übrigens auch nicht den Fehler begehen und die gesamte Verantwortung, die Schuld am Scheitern der Beziehung auf deine Schultern lasten. Vielleicht hast du schon einmal von jemandem gehört, der davon überzeugt war, dass er „immer die schlechten Menschen anzieht“, der schuld daran ist, dass andere ihm schaden, „dass die Beziehung nicht funktioniert“.

  • Mach deinen Schmerz nicht zu deinem erklärten Feind, damit du nicht im Leid untergehst. Eine vergangene Beziehung ist eine Station im Leben, an der der Zug bereits vorbeigefahren ist. Sie liegt in der Vergangenheit und du solltest dich von negativen Gefühlen bezüglich dieser Liebe lösen, von Groll, Schuld und Zorn.
  • Genieße die Weiterfahrt, schau, wo es dir am besten gefällt. Liebe muss gelebt und mit ganzem Herzen gefühlt werden. Wir weinen um sie, wenn wir sie verlieren, und wir bedauern sie für eine Zeit, so, wie wir auch das Ende eines Lebensabschnittes beweinen würden. Die Erinnerung bleibt.

Diese Erinnerung soll möglichst positiv sein. Erinnere dich an eine Liebe, die es wert war, gelebt zu werden, oder zumindest eine Beziehung, aus der du lernen, mit der du reifen konntest. All diese Erfahrungen machen dich aus und haben dich dorthin gebracht, wo du jetzt bist.

Liebe ist ein Abenteuer. Und jedes Abenteuer ist den Aufwand wert, den es bedarf, um es zu leben, wenn wir die nötige Reife und das Bewusstsein dazu besitzen.