Ein Experiment bestätigt: Soziale Netzwerke bergen Gefahren für Kinder

· 30 Oktober, 2015
Es ist unverzichtbar, unsere minderjährigen Kinder zu beaufsichtigen, wenn sie im Internet surfen. Gerade in den sozialen Netzwerken ist das Risiko groß, dass sie Kontakt zu Unbekannten aufnehmen und sich selbst in Gefahr bringen

In aller Welt werden soziale Netzwerke immer häufiger auch von Minderjährigen genutzt und obwohl man dem Glauben unterliegen könnte, dass das unbedenklich ist, bestätigt doch die Realität, dass soziale Netzwerke eine Gefahr für Kinder und Teenager sein können.

Da die Einstellungen es erlauben, soziale Netzwerke zu nutzen und dabei anonym zu bleiben oder eine falsche Identität anzunehmen, haben viele Pädophile und Päderasten in ihnen ihr Handwerkszeug gefunden. Sie erlauben ihnen, sich Schritt für Schritt den Kindern zu nähern und so ihr Vertrauen zu gewinnen.

Haben deine minderjährigen Kinder ein Facebook-Profil? Oder sind sie in einem anderen Netzwerk angemeldet? Und wenn ja, weißt du, mit wem sie dort kommunizieren? Falls deine Antwort auf die letzte Frage nein lautet, dann wirst du dich spätestens nach dem Lesen des folgenden Artikels verstärkt darum bemühen, zu verfolgen, was deine Kinder im Internet machen.

Er hat die Mädchen über Facebook kontaktiert und anschließend die Eltern informiert

Um ein entsprechendes Bewusstsein bei den Eltern zu wecken, und nicht zuletzt auch bei den Mädchen selbst, hat ein Youtuber, der als Coby Persin bekannt wurde, ein Experiment gestartet. Mit diesem Experiment wollte er zeigen, dass soziale Netzwerke ein Wolf im Schafspelz sind, der eine Gefahr für die unschuldigen Kinder darstellt.

Er hat zunächst ein Profil erstellt, in dem er sich als 15-jähriger Jugendlicher ausgab. Sein Ziel war es, Kontakt zu Mädchen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren aufzunehmen.

Er hat mehrere Tage lang regelmäßig zu den Mädchen Kontakt aufgenommen und so ihr Vertrauen gewonnen. Als er an diesem Punkt angelangt war, hat er sich mit ihnen verabredet, damit sie sich persönlich kennenlernen konnten.

Soziale Netze

All das hat er mit Erlaubnis der Eltern getan, die davon ausgegangen sind, dass ihre Töchter verantwortungsvolle Entscheidungen treffen könnten und die Einladung zum Treffen ablehnen würden. Schließlich kannten sie ihren Gegenüber gar nicht und die Eltern hatten in der Erziehung darauf geachtet, sie auf derartige Gefahren hinzuweisen.

Die Ernüchterung kam, als sie bemerkten, dass die Mädchen dem „Jungen“ zusagten, ohne großartig darüber nachzudenken. In keinem Fall haben sie ihre Eltern über ihr Vorhaben informiert.

Als das Treffen schließlich stattfand, waren die Mädchen sehr überrascht, dass ihr neuer Freund wesentlich älter war als sie. Noch größer war die Überraschung, als sie feststellten, dass er in Begleitung ihrer eigenen Eltern gekommen war.

Coby, der auf die Idee gekommen war, dieses Experiment durchzuführen, versichert, dass seine Absicht immer die war, ein Bewusstsein für die Gefahr zu schaffen, denen die Kinder in den sozialen Netzwerken ausgesetzt sind. Viele Kriminelle finden hier Nahrung für ihre kranken Triebe. Er gibt folgende Zahl an, um seine Aussage zu unterstreichen:

In den Vereinigten Staaten gibt es mehr als 750.000 Menschen, die andere sexuell belästigen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder in Sicherheit leben können.

Gefahren in sozialen Netzen

Kannst du dir vorstellen, was hätte passieren können, wenn die Mädchen an dieser Stelle auf einen Pädophilen getroffen wären? Oder jemanden, der sie entführen wollte? Das ist eine sehr besorgniserregende Situation, die auch nicht auf die Vereinigten Staaten begrenzt ist, sondern in aller Welt passieren kann.

Deshalb ist es für uns Eltern wichtig, dass wir wissen, was unsere Kinder in den sozialen Netzwerken und überhaupt im Internet treiben. Die Technik erleichtert uns und den Kindern den Alltag, ist zu einem unverzichtbaren Kommunikationsmedium geworden, aber das macht sie nicht harmlos.

Eine gute Nachricht für alle Mädchen, für die ganze Welt: Nigeria verbietet weibliche Genitalverstümmelung

Wie erkennt man falsche Facebook-Profile?

Mit etwas gesundem Menschenverstand und unter Berücksichtigung der folgenden Empfehlungen lassen sich falsche Facebook-Profile recht einfach entlarven.

Facebook - soziale Netze

Fotos

User, die sich über ein gefälschtes Profil anmelden, laden in der Regel kaum Fotos hoch. Schon gar keine, in der Freunde zu sehen sind oder die in größeren Gruppen gemacht wurden.

Wenn das Profilfoto echt ist, dann wurde hier normalerweise auch einige Male „Gefällt mir“ geklickt bzw. das Foto wurde vom sozialen Umfeld kommentiert.

Veröffentlichungen

Erscheinen Posts auf der gefakten Facebook-Seite, dann haben sie meistens wenig Sinn und werden nur veröffentlicht, damit das Profil den Schein der Aktualität wahrt. Dazu zählen Status-Updates, die nicht viel aussagen, Fotos von Frauen, Autos, Tieren, vielleicht auch mal ein Video.

Freunde nicht sichtbar

Da der erfundene User nicht exisitiert, kommentiert er auch die Veröffentlichungen seiner Freunde nie, außer, um sich ihnen zu nähern. Damit das nicht auffällt, wird die Einstellung gewählt, dass andere die Freundesliste nicht einsehen können.

Hier geht’s um echte Freunde: Freunde tun der Gesundheit unglaublich gut

Weitere Tipps

  • Schau dir an, seit wann ein Nutzer registriert ist.
  • Wenn du die Person noch nie gesehen hast und nicht sicher bist, dass sie existiert, verabrede dich nicht mit ihr. Kläre deine Kinder über die Gefahr auf.
  • Gib niemals deine Adresse, Telefonnummer oder anderweitige Daten heraus.
  • Wenn deine Kinder minderjährig sind, hast du das Recht, sie zu beaufsichtigen.
  • Achte auf das Verhalten deiner Kinder und versuche herauszufinden, ob sie etwas verheimlichen.