Die besten Mittel gegen Mücken

28 Juli, 2016
Mücken und ihre Stiche rauben uns so manche Stunde kostbaren Schlaf. Probiere unsere Tipps aus!

Mücken können uns gehörig auf den Geist gehen: ihr fiepender Ton macht Einschlafen fast unmöglich und haben sie uns erst mal erwischt, raubt uns der Juckreiz den Schlaf. Was hilft gegen Mücken?

Auch laue Sommerabende im Freien können durch Mücken vermiest werden. Probiere unsere Tipps, um die Mücken abzuwehren!

Mücken: wann sie zur Plage werden

Nicht jeden Sommer nerven sie gleichermaßen. Diesen Sommer jedoch kann man von einer regelrechten Mückenplage sprechen, denn aufgrund des unverhältnismäßig warmen Winters schwirren besonders viele um uns herum.

Je kälter und strenger der Winter, desto weniger gibt es im darauf folgenden Sommer.

Du kannst in deinem Garten und deiner Umgebung auch etwas dafür tun, damit sich auch in jedem normalen Sommer keine Mückenplage entwickelt: achte darauf, nach jedem Regen stehendes Wasser aus Eimern, Töpfen, Altreifen und anderen Behältern auszukippen.

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Decke die Regentonne ab oder wende einen einfachen Trick an: die Larven machen sich die Oberflächenspannung des Wassers zunutze, um zu atmen. Verringerst du diese, sinken die Larven zu Boden und ersticken.

Dies erreichst du, indem du einen winzigen Tropfen Spülmittel in deine Regentonne tropfst. Du wirst sehen, wie die Larven zu Boden sinken!

MückenWarum stechen uns die Stechmücken?

In Deutschland gibt es etwa 100 verschiedene Arten. Das klingt erst mal katastrophal, ist es aber nicht. Denn Mücken stechen nur zu ihrer Paarungszeit und den Rest des Jahres nicht.

Das Mückenweibchen braucht zur Produktion ihrer Eier bestimmte Eiweiße, die es selbst nicht herstellen kann. Diese Eiweiße sind aber im Blut anderer Lebewesen enthalten und deshalb stechen die Weibchen zur Paarungszeit.

Doch was können wir tun, damit wir nicht gestochen werden?

Füße Helle Kleidung

Mücken benutzen zum Auffinden ihrer Opfer eine Art „Fernleitsystem“, mit dem sie Wärme, Kohlendioxid, Blutgruppe und Geruch aufspüren können. Kommen sie in der Nähe ihres nächsten Opfers, kommt auch noch die optische Komponente hinzu.

Sitzen zwei ähnlich attraktive Personen nebeneinander, entscheidet sich die Stechmücke dann für die Person, die dunkler gekleidet ist, da Mücken helle Farben weniger mögen als Dunkle.

Dusche Duschen

Stechmücken stehen auf verschwitze Menschen. Über unseren Schweiß sondern wir Gerüche ab, die Mückenweibchen sehr attraktiv finden.

Milchsäure, Ammoniak und Harnsäure zum Beispiel, aber auch andere Stoffwechselprodukte, die einen charakteristischen Geruch haben, den Mücken gerne riechen.

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Ein gutes Deodorant oder eine Dusche hilft, weniger attraktiv für Mückenweibchen zu werden.

Mücken mögen Wärme und stechen daher lieber warme als kalte Haut. Daher wirst du auch eher an gut durchbluteten, warmen Hautbereichen gestochen (Ellenbogenbeuge, Kniebeuge, Nacken, Gesicht,…) als an kalten Hautbereichen an Füßen oder Händen.

Nach dem Sport den Körper mit einer kalten Dusche abzukühlen hilft also doppelt gegen Mücken!

MückenÄtherische Öle

Du weißt nun, wie Mücken uns finden und was sie an uns mögen. Das meiste davon hat mit dem Geruch zu tun, den wir über unsere Haut ausstrahlen. Verstecken wir diesen „Menschenduft“ vor den Mücken, so sind wir für sie erstens weniger leicht zu finden und zweitens weniger attraktiv zu stechen.

Das ist das Prinzip, was hinter den meisten „Anti-Mücken-Mitteln“ steckt: den menschlichen Körpergeruch maskieren. Mücken haben eine besonders hohe Abneigung gegen folgende Düfte und ätherische Öle:

  • Neem: Das Öl des Niem- oder Neembaumes wird in Indien seit Generationen traditionell gegen Insekten eingesetzt. Es hilft auch gegen Larven von Kopfläusen und wird häufig auch bei uns gegen Hausstaubmilben eingesetzt.
  • Lavendel: Ätherisches Lavendelöl wird viel in der Aromatherapie genutzt und für seine beruhigende Wirkung geschätzt. Sein Duft überdeckt den menschlichen Körpergeruch und führt daher zu Verwirrung bei Stechmücken.
  • Citronella und Zitronenöl: Diese beiden Düfte riechen schon von Weitem nach Sommer und werden seit Langem zur Abwehr von Mücken, zum Beispiel in Duftkerzen, genutzt.

Beachte, dass ätherische Öle niemals unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden dürfen, da sie die Haut reizen können! Die Wirkung ätherischer Öle gegen Mücken ist nicht dauerhaft, du musst also regelmäßig „nachbeduften“, um die abschreckende Wirkung aufrecht zu halten!

Mosquitonetz

Die effektivste und umweltfreundlichste Methode, um sich nachts vor Stechmücken zu schützen ist das Mosquitonetz.

Wichtig hierbei: über Tag darf es nicht geöffnet sein, sonst können sich Mücken darin gemütlich machen, bis du ins Bett kriechst.

Verknote es daher über Tag über deinem Bett zusammen und entfalte es erst, wenn du direkt darunter sitzt. So stellst du sicher, dass keine Mücke die Chance bekommt, doch noch herein zu schlüpfen.

  • Trongtokit, Y., Rongsriyam, Y., Komalamisra, N., & Apiwathnasorn, C. (2005). Comparative repellency of 38 essential oils against mosquito bites. Phytotherapy Research. https://doi.org/10.1002/ptr.1637
  • Burfield, T., & Reekie, S. L. (2005). Mosquitoes, malaria and essential oils. International Journal of Aromatherapy. https://doi.org/10.1016/j.ijat.2004.09.013