Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Diabetes bei Kindern und Jugendlichen ist meist genetisch bedingt, kann aber auch mit Übergewicht und Fettleibigkeit in der Kindheit zusammenhängen. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst.
Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Geschrieben von Leonardo Biolatto

Letzte Aktualisierung: 04. August 2022

Diabetes bei Kindern und Jugendlichen ist ein Problem, das eine immer größere Belastung für unsere Gesellschaft darstellt. Diabetes mellitus ist eine Krankheit, bei der der Körper kein Insulin produzieren oder verwenden kann. Insulin ist der Schlüssel, der es der Glukose ermöglicht, in die Zellen einzudringen.

Wenn das passiert, zirkuliert die Glukose weiter im Blut. Diese hohen Glukosekonzentrationen schädigen schließlich das Gewebe. Außerdem ist es für die Zellen wichtig, Energie zu gewinnen. Deshalb kann Diabetes eine ernste Krankheit sein.

Es gibt zwei Arten von Diabetes: Typ 1 und Typ 2. In den letzten Jahren hat die Zahl der Fälle zugenommen. Diese Tatsache hängt vor allem mit unserem Lebensstil und der Zunahme von Fettleibigkeit zusammen.

Eigentlich ist der Diabetes bei Kindern und Jugendlichen von den Symptomen her praktisch derselbe wie bei Erwachsenen. Allerdings gibt es gewisse Unterschiede in der Art und Weise, wie und warum er sich entwickelt. In den folgenden Abschnitten erklären wir dir alles, was du darüber wissen musst.

Was verursacht Diabetes bei Kindern und Jugendlichen?

Wie bereits erwähnt, gibt es im Allgemeinen zwei Arten von Diabetes. Bei Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin, während bei Typ-2-Diabetes das organische Gewebe der Person dem Insulin widersteht, sodass es nicht richtig funktionieren kann.

Diabetes bei Kindern und Jugendlichen hat Risikofaktoren und spezifische Ursachen. Zunächst werden wir den Typ-1-Diabetes etwas genauer erklären.

Diabetes bei Kindern und Jugendlichen - Insulininjektion

Typ-1-Diabetes

Dieser Typ entsteht, weil die Zellen des Immunsystems die Zellen angreifen, die Insulin produzieren. Letztere befinden sich in der Bauchspeicheldrüse. Wenn dies geschieht, kann der Körper das benötigte Insulin nicht mehr herstellen, wie KidsHealth erklärt.

Es handelt sich um eine chronische Krankheit. Tatsächlich ist sie eine der häufigsten chronischen Krankheiten bei Kindern. Typ-1-Diabetes tritt in der Regel aus genetischen Gründen auf. Fachleute gehen davon aus, dass es dabei eine große genetische Komponente gibt. Wenn ein Elternteil Diabetes hat, ist es viel wahrscheinlicher, dass auch das Kind daran leidet.

Typ-2-Diabetes

Diese Art von Diabetes bei Kindern und Jugendlichen entsteht, weil der Körper eine Resistenz gegen Insulin entwickelt. Der Unterschied zu Typ 1 besteht darin, dass die Bauchspeicheldrüse weiterhin Insulin produziert. Diese Art von Diabetes wird mit Übergewicht und Fettleibigkeit im Kindesalter in Verbindung gebracht.

Der Zusammenhang zwischen diesen beiden Faktoren ist komplex. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Studie, die in den Anales de Pediatría veröffentlicht wurde, erklärt, dass die Bauchspeicheldrüse bei Übergewicht mehr Insulin produzieren muss, um die Glukose zu den Zellen zu transportieren. Das führt dazu, dass die Zellen ihre Empfindlichkeit gegenüber diesem Molekül verlieren und eine Resistenz entwickeln.

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Zu welchen Komplikationen führt Diabetes bei Kindern und Jugendlichen?

Diabetes bei Kindern und Jugendlichen kann komplizierter sein als bei Erwachsenen, wie eine Untersuchung, die in den Anales de Pediatría publiziert wurde, aufzeigt. Auf körperlicher Ebene steigt das Risiko des Einzelnen, im Laufe des Lebens an anderen Krankheiten zu erkranken, deutlich an. So ist Typ-1-Diabetes beispielsweise mit einem höheren Risiko für Autoimmunerkrankungen verbunden.

Darüber hinaus ist der Diabetes mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gewichtsschwankungen und natürlich mit akuten Komplikationen verbunden. Hier sind vor allem die durch die Behandlung oder die diabetische Ketoazidose ausgelösten Hypoglykämie-Anfälle hervorzuheben.

Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Der komplizierteste Aspekt des Diabetes bei Kindern und Jugendlichen ist jedoch der psychologische Komplex. Die Krankheit verändert das soziale Leben und das Selbstwertgefühl der Kinder, vor allem weil sie durch die Insulinbehandlung an Gewicht zunehmen.

Wissenschaftler schätzen, dass fast die Hälfte der Kinder, bei denen Diabetes diagnostiziert wurde, unter Angstzuständen oder Depressionen leiden. Das liegt daran, dass diese Kinder von klein auf unter erheblichem Stress stehen, weil sie Dinge kontrollieren müssen, sei es ihre Ernährung oder ihre Behandlung, was bedeutet, dass sie nicht in der Lage sind, eine typische unbeschwerte Kindheit zu erleben.

Außerdem ist das Körperbild in diesem Alter sehr wichtig. Deshalb ist es wichtig, diesen Kindern und Jugendlichen zu helfen, an ihrem Selbstwertgefühl zu arbeiten. Sie müssen lernen, sich selbst zu akzeptieren und die Komplikationen zu verstehen, die diese Krankheit mit sich bringt.

Abschließende Gedanken über Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Grundsätzlich ist der Diabetes bei Kindern und Jugendlichen praktisch derselbe wie bei Erwachsenen. In diesem Alter sind die meisten Fälle auf genetische Ursachen zurückzuführen. Mit der Zunahme von übergewichtigen und fettleibigen Kindern ist jedoch auch die Zahl der Fälle von Typ-2-Diabetes gestiegen.

Außerdem muss berücksichtigt werden, dass Diabetes, obwohl es sich um eine körperliche Krankheit handelt, in dieser Lebensphase viele Probleme mit dem Selbstwertgefühl und der Stimmung mit sich bringen kann. Aus diesem Grund brauchen die Betroffenen möglicherweise auch psychologische Unterstützung.

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