Das Geheimnis der Eltern: der Sache nicht trauen!

Auch wenn es so scheint, dass alles im Leben deiner Kinder in Ordnung ist, solltest du der Sache nicht trauen. Wenn sie dir ihre Probleme nicht erzählen wollen, müssen sie zumindest wissen, dass sie deine bedingungslose Unterstützung haben. 

Das Geheimnis der Eltern liegt darin, der Sache nie zu trauen. Auch wenn es so scheint, als ob alles in Ordnung wäre und es den Kindern gut ginge, können diese ihren wahren Zustand verheimlichen, deshalb muss man immer wachsam sein, um ihnen helfen zu können.

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Wie oft schon haben wir von Eltern gehört: „Ich wusste nicht, dass es meinem Kind so schlecht geht“, oder „Es schien alles in Ordnung zu sein“.

Dabei kommt ein Problem zum Ausdruck, das in vielen Familien sehr offensichtlich ist: man sieht nicht über das Oberflächliche hinaus und hat auch keine Zeit, tiefer in die Gefühlswelt der Kinder einzudringen.

Die Geheimnisse der Kinder

Vater mit Tochter

Eltern können nie alles über ihre Kinder wissen, insbesondere dann nicht, wenn sie in die Pubertät kommen, ein Lebensabschnitt, der für die meisten sehr kompliziert ist.

Das bedeutet oft nicht, dass die Kinder nicht in ihre Eltern vertrauen, sondern dass sie sich nicht sicher genug sind, um zu erzählen, was tatsächlich passiert.

Mit Freunden scheint alles einfacher zu sein, vielleicht weil sie das gleiche Alter haben und die Eltern weiter von der Realität der Kinder entfernt sind.

Deshalb ist es grundlegend, nicht einfach nur zu vertrauen. Eltern wissen oft nicht, ob das „ja, Papa, es geht mir gut“ ein „ich leide in der Schule an Hänseleien“ versteckt oder  nicht. 

Vater und Tochter beim Schlafen

Vielleicht sagt dir deine Tochter „Mama, lass es, es ist alles gut“, doch schreit in ihrer Stille nach Hilfe und denkt „ich mache mir Sorgen um meinen Körper und darum, was andere darüber denken“.

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Kinder haben viele Geheimnisse. Deshalb solltest du immer aufmerksam sein, auch wenn nicht offensichtlich ist, was genau in deinem Kind vorgeht.

Vielleicht braucht es deine Hilfe, weiß jedoch nicht, wie es das richtig ausdrücken kann. 

Misstrauen ist die Mutter der SicherheitVater und Kinder

Schon Aristophanes hat sich darüber Gedanken gemacht: „Misstrauen ist die Mutter der Sicherheit“. Das bedeutet nicht, dass du alles kontrollieren musst, doch du solltest immer auf der Hut sein.

Vertraue auf deine innere Eingebung, denn diese gibt fast immer die richtigen Hinweise. Oft geht die eigene Intuition jedoch durch Sorgen, Gedanken und Verantwortungen verloren, die wichtiger zu sein scheinen.

Viele Eltern sind mit eigenen Problemen beschäftigt und haben wenig Zeit, um sich zusätzlich um die Sorgen ihrer Kinder zu kümmern.

Sie kehren den Kindern den Rücken zu und bezeichnen Ärger, Stimmungsschwankungen oder Isolierung oft als „unwichtig“ oder „Blödsinn“.

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Insbesondere sehr subtile Veränderungen werden anfangs oft nicht bemerkt. Die Eltern sind mit „es geht mir gut“ zufrieden, doch in Wahrheit geht es niemandem immer gut. Deshalb sollte man immer etwas tiefer gehen.

Eltern müssen ihre Kinder führen und orientieren

Durch das Verhalten der Eltern und durch die Beziehung, die diese zu ihren Kindern aufbauen, wird die Zukunft der Kinder bestimmt. Du kannst sie deshalb nicht einfach ignorieren und dir dann erwarten, dass deine Kinder in der Zukunft etwas anderes tun.

Du kannst dich auch nicht beklagen, wenn sie dir nicht zuhören werden.

Wenn Eltern sehen, dass ihr Kind sich an einem heißen Sommertag ein langärmliges T-Shirt überzieht, muss ihnen bewusst werden, dass etwas nicht stimmen kann. 

Doch am einfachsten und bequemsten ist natürlich, die Augen zu verschließen. Wozu noch mehr Probleme? Am besten ignoriere ich diese Situation.
Doch die Gesundheit deines Kindes könnte in Gefahr sein!
Vater mit Kind im Sessel

Diese Situation kann man in vielen Lebenssituationen immer wieder beobachten. Man stellt sich der Angst nicht, man denkt dass die eigene Weltansicht die einzig richtige ist, man stellt sich blind und taub und will nicht hören…

Doch diese Verhaltensweise ist nur eine Art des Selbsttruges und eine Ausrede, um später zu sagen: „Ich wusste nicht, dass es dir schlecht geht.“

Eltern sind nicht unwissend. Natürlich wissen sie genau, was mit ihren Kindern los ist. Doch nicht immer besteht die Bereitschaft nachzuforschen, was tatsächlich mit dem Kind los ist.

Vielleicht mag das Kind nicht darüber sprechen, doch es sollte immer wissen, dass seine Eltern da sind, um ihm in jeder Situation zu helfen.

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Sag deinem Kind falls nötig, dass du besorgt bist, dass du weißt, dass es Probleme hat. Versuche, dich nicht zu ärgern und es nicht zu zwingen, denn sonst wird die Situation nur noch schwieriger.

Es ist eine nicht einfache Aufgabe, die oft Zeit benötigt, doch die Kinder sind dafür sehr dankbar.

Du darfst ihre Probleme und Sorgen auf keinen Fall ignorieren oder abwerten. Den Dingen nicht zu trauen, sollte das Geheimnis aller Eltern sein.

Illustrationen: Soosh

Titelbild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von © wikiHow.com

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